Erneuerung
Das soll Hellingen werden
Sie widmeten sich den Überlegungen, was die Dorferneuerung in dem Königsberger Stadtteil Hellingen eigentlich bewirken soll. Dafür hielten sie auch wichtige Handlungsfelder fest.
Sie widmeten sich den Überlegungen, was die Dorferneuerung in dem Königsberger Stadtteil Hellingen eigentlich bewirken soll. Dafür hielten sie auch wichtige Handlungsfelder fest.
Foto: Stefan Berenz
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Hellingen – Für die anstehende Dorferneuerung erklärten sich 16 Hellinger Bürger bereit, an einem Grundseminar in Klosterlangheim teilzunehmen.

Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken genehmigte der Stadt Königsberg die Dorferneuerungsmaßnahme im Stadtteil Hellingen. Philipp Grümpel vom Entwicklungsamt erläuterte bei einer Versammlung den Ablauf der Dorferneuerung und stand Rede und Antwort. Grümpel hob die Notwendigkeit der Bürgerbeteiligung hervor, ohne die es keine Dorferneuerung gibt.

16 Hellinger machen mit

So erklärten sich 16 Hellinger Bürger bereit, an einem Grundseminar in Klosterlangheim teilzunehmen. Bildungsstätte ist die Schule der Dorf- und Flurentwicklung (SDF) im Konventbau des ehemaligen Zisterzienserklosters Klosterlangheim. Stadtrat und Ortssprecher Frank Slawik organisierte und verteilte Information.

Die Gruppe wurde durch Zweiten Bürgermeister Alexander Krauser, Stadtkämmerin Gabriele Blank und die Verwaltungsangestellte Dorothèe Gimmler verstärkt.

Man war gespannt, was die Gruppe zu erwarten hatte. Die Seminarleiter Stefan Berenz und Block, hielten sich nicht lange mit Vorreden auf und gingen die Sache strukturiert an. Denn die Grundlage einer erfolgreichen Dorferneuerung ist ein schlüssiges, in die Zukunft gerichtetes Dorfentwicklungskonzept. Hierzu gilt es, eigene Zielvorstellungen zu entwickeln und festzulegen, in welche Richtung die künftige Entwicklung von Dorf und Gemeinde gehen soll.

Das Seminar machte die Hellinger fit für den Dorfentwicklungsprozess, gab Hilfestellung und zeigte Arbeitsmethoden auf. Wichtig war dabei, dass auch jede noch so kleine oder auch „verrückte“ Idee, Vision oder Träumerei wahrgenommen wird und die Gruppe zum Denken anregt. Totschlagargumente, wie „Blödsinn“ oder „sowieso kein Geld dafür da“ waren somit ausgeschlossen, und ein jeder wurde mitgenommen. Unter anderem befassten sich die Bürger aus Hellingen mit folgenden Handlungsfeldern: Dorfleben/Gemeinschaft, Treffpunkte, Verkehrsflächen, Infrastruktur, Energiekonzept, Ortsbild/Gebäude, Naherholung/Freizeit/Tourismus und Hochwasserschutz.

Am Freitagabend gab es ein zwar spätes, aber gutes und vor allem gemeinsames Abendessen mit noch vielen persönlichen Gesprächen.

Nach zwei Tagen rauchte allen Hellinger Teilnehmern der Kopf, und man machte sich positiv bewegt, aber erschöpft auf den Heimweg. Das ließen die Seminarleiter aber nicht so einfach zu, denn es wurden noch Hausaufgaben verteilt und den Hellingern eine Menge Papier und die besten Wünsche für ihre Dorferneuerung mitgegeben.

Infoabend im Januar 2023

Die Seminarteilnehmer bereiten in den nächsten Wochen die für Ende Januar anstehende Informationsveranstaltung vor. Hier erfahren die Hellinger Bürgerinnen und Bürger die wichtigsten Informationen aus dem Seminar und gründen die ersten Arbeitskreise.

Das Architekturbüro aus Schweinfurt begleitet mit Philipp Grümpel fachlich die anstehende Vorbereitungsphase. Am Ende des Prozesses steht der sogenannte Dorferneuerungsplan als maßnahmenorientierter Handlungsleitfaden für die anstehende Dorferneuerung.

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