Bürgerversammlung
Der Platz gefällt nicht allen
Auf diesem Parkplatz neben dem Bauhof und dem Sportgelände soll das neue Feuerwehrgerätehaus entstehen.
Auf diesem Parkplatz neben dem Bauhof und dem Sportgelände soll das neue Feuerwehrgerätehaus entstehen.
Günther Geiling
40 Bürger besuchten  in Rentweinsdorf die Aussprache mit dem Bürgermeister.
40 Bürger besuchten in Rentweinsdorf die Aussprache mit dem Bürgermeister.
Günther Geiling
Die Räume für die Feuerwehr Rentweinsdorf sind im Ort einfach zu klein geworden.
Die Räume für die Feuerwehr Rentweinsdorf sind im Ort einfach zu klein geworden.
Günther Geiling
F-Signet von Günther Geiling Fränkischer Tag
Rentweinsdorf – Rentweinsdorf geht es gut. Doch fragten die Einwohner nach neuen Wohnflächen und nach mehr Platz für Gewerbe.

Um das Angebot von Bauplätzen und die Ansiedlung von Gewerbe kreiste die Bürgerversammlung im Markt Rentweinsdorf. Außerdem stellte Bürgermeister Steffen Kropp (SPD) klar: „Die Gemeinde muss und kann sich etwas leisten, aber in den nächsten Jahren geht es um die Pflichtaufgaben, und andere wünschenswerte Dinge müssen zurückstehen.“

40 Bürger sind da

40 Bürger waren zur Bürgerversammlung erschienen. Steffen Kropp sprach aktuelle Themen an: So den Anbau und die Sanierung des Kindergartens. Geschätzt auf 2,254 Millionen Euro kam die Maßnahme um 233.166 Euro teurer.

Immerhin erhält der Markt 1,316 Millionen Euro an Fördergeld. Preissteigerungen hielten sich in Grenzen, so Kropp, „und wir sind trotzdem gut durch die Krisen gekommen. Ich halte unsere Baumaßnahmen für gelungen und wir wollen jetzt nur noch in der Nähe des Wertstoffhofes für ein Spielgelände im Freien sorgen.“

Im Blick auf „Emmas Tag- und Nacht-Markt“ berichtete der Bürgermeister von einem „Strukturwechsel bei der Firma“, weshalb es Verzögerungen gibt. Das Grundstück für den Markt sei aber gekauft.

Drei Märkte und Kultur

Ihren Namen „Marktgemeinde“ will Rentweinsdorf gerecht werden und nach Möglichkeit wieder drei Märkte abhalten. Der Kirchweihmarkt bewährte sich. Der Glühweinstand“ zur Adventszeit wird gut angenommen und die Vereine profitieren davon.

Daneben gibt es in der Gemeinde Essen auf Rädern. Kulturelle Veranstaltungen traten laut Kropp etwas in den Hintergrund, er berichtete aber auch von Gesprächen mit dem „Fränkischen Theater“. 2023 gibt es einen neuen Anlauf.

Draht zur Gemeinde

Derzeit in der Testphase warb der Bürgermeister für die „Bürger-App“. Sie biete viele Informationen, die Vereine könnten sich präsentieren und es gebe „kleine Helferlein“ bei Schadensmeldungen oder die Sparte „Bürger helfen Bürgern“. Zum Bürgerentscheid verlor er nicht mehr viele Worte. 60 Prozent Ablehnung der Erweiterung von Freiflächenphotovoltaik wirken sich zukunftsweisend aus.

Den Bau eines neuen Feuerwehrhauses bezeichnete Bürgermeister Kropp als eine größere Aufgabe. Man habe schon einmal 1,8 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt, aber das werde nicht reichen. Es handelt sich um eine Pflichtaufgabe. Über den Standort für das Feuerwehrhaus beriet der Gemeinderat und entschied sich für den Parkplatz in der Nähe des Bauhofes. In drei Bauphasen soll das Projekt von 2023 bis 2025 wachsen.

Den Bau eines neuen Feuerwehrhauses hießen die Bürger grundsätzlich für gut, aber über den Standort gab es doch Nachfragen wegen der Parkplätze, vor allem beim Spielbetrieb des FC Rentweinsdorf. Ein Bürger sprach von einem „Gschmäckla“ und stellte die Frage, ob hier wegen eines Grundstückstausches etwas schief gelaufen sei. Dem widersprach der Bürgermeister.

Oliver Stark wartete mit einem ganzen Katalog Fragen und Anregungen auf, „Wie viele Schulden hat die Gemeinde? Wo geht es hin und was kommt an Ausgaben in der nahen Zukunft auf die Gemeinde zu? Wann können wir gar nichts mehr investieren?“ Konkret sprach er die Wasserversorgung an, „wo wir sparen und trotzdem mehr bezahlen müssen“, den Marktsaal, „wo Fenster und Böden saniert werden müssen“ und anderes.

Im Blick auf die Zukunft stellte er die Frage an das Gremium „was tut ihr dafür, die Gemeinde attraktiver zu machen, damit auch unsere Kinder und Enkel hier bleiben? Gibt es hier Visionen im Gemeinderat auch für Gewerbe, denn wir müssen doch Einnahmen generieren?“

Zu Bauplätzen teilte der Bürgermeister mit, dass der Gemeinderat die „Kappelleite IV“ angehen wolle. Geplant ist modernere Bauweise. „Bei ersten Überlegungen denken wir nicht nur an Einfamilienhäuser, sondern auch an Doppelhaushälften, weil der Trend zu kleineren Einheiten geht und an Mehrfamilienhäuser mit maximal 4-6 Wohneinheiten“.

Auf einen Zwischenruf, ob der Kanal im Dorf dafür ausreiche, antwortete Steffen Kropp dass das Abwasser über den „Eichelberg“ abgeleitet werde.

Es kamen zahlreiche Anregungen. So ermunterte eine Bürgerin, Flächen mit Bäumen und Sträuchern zu bepflanzen, damit Vögel und Insekten Platz fänden. Auch sollte man Obstbäume besser pflegen.

Ein anderes Problem steht in Zusammenhang mit dem Ausbau des Bahnübergangs bei Lind. Für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wünscht man sich mehr oder andere Haltestellen; auch eine Haltestelle in Treinfeld für den Schienenverkehr.

Kick off Burgenwinkel

Der Bürgermeister wies auf die nächste Sitzung des Gemeinderats am 12. Dezember und auf eine „Kick-off-Veranstaltung“ des Burgenwinkels hin: Jeder könne hier seine Ideen einbringen.

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