Einweihung
Platz für alle unter einem Dach
Der Kindergarten „Budenzauber“ hat einen modernen Anbau erhalten, der helle Räume und viel Platz bietet.
Der Kindergarten „Budenzauber“ hat einen modernen Anbau erhalten, der helle Räume und viel Platz bietet.
Foto: Günther Geiling
Wichtige Leute: Die Fachkräfte stellen sich nicht etwa nach Funktionen, sondern „Willis“ Anweisungen entsprechend der Größe nach auf.
Wichtige Leute: Die Fachkräfte stellen sich nicht etwa nach Funktionen, sondern „Willis“ Anweisungen entsprechend der Größe nach auf.
Foto: Günther Geiling
Pfarrer Rudolf Theiler, Diakonin Kerstin Schiller mit „Willi“ und Pfarrer Bernd Grosser (von links)  sprachen Segensworte über das neue Gebäude.
Pfarrer Rudolf Theiler, Diakonin Kerstin Schiller mit „Willi“ und Pfarrer Bernd Grosser (von links) sprachen Segensworte über das neue Gebäude.
Foto: Günther Geiling
Viele Eltern und Bürger waren zu der Einweihung gekommen.
Viele Eltern und Bürger waren zu der Einweihung gekommen.
Foto: Günther Geiling
Blick in einen der farbenfroh ud praktisch  eingerichteten Gruppenräume.
Blick in einen der farbenfroh ud praktisch eingerichteten Gruppenräume.
Foto: Günther Geiling
Stolz präsentierten sich als Bauträger die Marktgemeinderäte mit  Bürgermeister Steffen Kropp (Fünfter von links).
Stolz präsentierten sich als Bauträger die Marktgemeinderäte mit Bürgermeister Steffen Kropp (Fünfter von links).
Foto: Günther Geiling
Rentweinsdorf – Seit 2015 war der Kindergartenanbau bereits Thema in Rentweinsdorf. Nun wurde Einweihung gefeiert.

„Lange hat es gedauert, bis es los ging. Aber dafür ging es verhältnismäßig schnell, bis es fertig war. Heute können wir mit großer Freude mit unseren Kindern die Einweihung unseres Anbaus und die Verbesserungen feiern und ihnen viel Spaß in den neuen Räumen wünschen.“ Dies sagte Bürgermeister bei der Feier zur Einweihung des Umbaus und der Erweiterung der Kindertagesstätte „Budenzauber“ vor vielen Gästen in Rentweinsdorf.

Den kirchlichen Segen erbaten Pfarrer Bernd Grosser von der Evangelischen Kirchengemeinde, Pfarrer Rudolf Theiler für die katholische Kirche sowie Diakonin und Diakonievereins- Geschäftsführerin Katrin Schiller und wünschten, dass die Kinder hier heimisch werden und sie Gott bei ihrer Arbeit und im Spiel begleiten möge.

Mit der Handpuppe namens “Willi“

Schiller ließ die Handpuppe „Willi“ sprechen, die vieles wissen wollte und dies vor allem von „Menschen in wichtigen Gewändern“. Sie sortierte dabei die Erzieherinnen nach der Größe vor den Gästen, aber auch die anwesenden Marktgemeinderäte oder Elternbeiräte, was zu Heiterkeit bei allen Beteiligten führte. Die Kinder umrahmten die Feier mit Liedern.

Bürgermeister Steffen Kropp erinnerte daran, dass das Thema Kindergartenerweiterung zum ersten Mal im Jahre 2015 angesprochen wurde. „Die Kinder sind damals schon als Notgruppe im alten Turnraum untergebracht worden. Dieser Zustand musste korrigiert werden. Unsere Kinder brauchten diesen Raum auch für ihren Sport zum Ausgleich oder an Regentagen. Außerdem brauchten sie Räumlichkeiten, in denen sie sich wohlfühlten.“

Kosten voll im Griff

Diesen Bedarf galt es von der Gemeinde zu decken, aber der Eigentümer des Kindergartens sei die Evangelische Kirche gewesen. Deswegen musste die Maßnahme über verschiedene Tische laufen und dies sei nicht immer einfach gewesen. Schließlich sei die Kirche einverstanden gewesen, einen Anbau mitzutragen. Außerdem habe sich der damalige Gemeinderat dazu entschlossen, den Kindergarten mit seiner Fläche zurückzukaufen. Damit konnte die Planung für insgesamt 99 Plätze (24 für die zwei Gruppen in der Kinderkrippe und 75 Regelplätze für drei Gruppen) stattfinden.

„Pünktlich zum Antritt meiner Amtszeit wurde mit dem Abbrechen der Hallen begonnen und konnte man endlich Fortschritte in diesem Projekt sehen“, bemerkte Kropp. Dennoch sei dies nicht ohne Probleme gegangen, denn es mussten ein Kanal verlegt und Pfahlbohrungen durchgeführt werden, damit der Kindergarten nicht im Boden versinke. In der Zwischenzeit musste eine Gruppe von Kindern sogar in Ebern untergebracht und auch auf die Räume im CVJM-Heim ausgewichen werden.

Lob zollte der Bürgermeister dem Architekturbüro Gick und Stefan Hofmann vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern. Ebenso sei der Bauhof immer mit im Boot gewesen. Durch die Flexibilität sei einiges an Geld eingespart worden. Er verwies noch auf einen weiteren Plan, ein Grundstück in der Nähe des Wertstoffhofs als Außenbereich für den Kindergarten umzugestalten. Hier sollen ein Carport im Eingangsbereich und noch Spielmöglichkeiten entstehen.

Unter dem Schätzwert

Die Kostenschätzung für die Gesamtmaßnahmen liege bei rund 2.250.000 Euro, jedoch ohne Straße und Kanal. Diese kosten noch einmal 260.000 Euro. Die tatsächliche Summe inklusive Baunebenkosten sei nun bei rund 2.455.000 Euro angelangt. „Trotz der Kostenmehrungen durch die Coronalage und den Krieg sind wir unter unserem Schätzwert geblieben.“ Ein bewilligter Zuschuss wurde mit 1.316.000 Euro zugesichert, womit ein Eigenanteil von 1.139.000 Euro bei der Gemeinde bleibe.

Kindergartenleiterin Katja Streng hob mit großer Freude hervor, „es nun wieder genießen zu können, alle Gruppen unter einem Dach zu haben und das Haus mit Leben zu erfüllen.“ Dankbar sei man vor allem für den eigenen Turnraum, wobei sie der Grundschule für die gute Zusammenarbeit und die Erlaubnis zur Nutzung der Schulturnhalle in der Übergangszeit dankte. Die Ausstattung der Einrichtung mit einem Kinder-Bistro mit eigener Küche sei eine besondere Sache. Hier erhielten die Kinder auch ihr Mittagessen, das ein Catering-Service liefert.

Mit Intensivräumen

Streng zeigte sich begeistert von den schönen, hell und freundlich gestalteten Gruppenräumen, denen jeweils ein Intensivraum angegliedert sei. Derzeit besuchen 82 Kinder die Einrichtung.

Der erfolgreiche Abschluss der Maßnahme wurde bei einem Sommerfest mit „Tag der offenen Tür“ gefeiert.gg

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