Unfallszenario
250 Ehrenamtliche üben den Notfall
Mehrere Autos, Lastwagen und ein Motorrad waren in den gestellten Unfall auf der Autobahn verwickelt.
Mehrere Autos, Lastwagen und ein Motorrad waren in den gestellten Unfall auf der Autobahn verwickelt.
Foto: Kreisbrandinspektion ERH
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Schlüsselfeld – Feuerwehren dreier Landkreise trainieren gemeinsam auf der gesperrten Autobahn bei Schlüsselfeld. Wie funktioniert das Zusammenspiel?

Mehrere in sich verkeilte Autos, zwei Lastwagen und ein Motorrad sind in einen Unfall auf der Autobahn verwickelt. Dieses Bild bot sich den Einsatzkräften auf der A 3 bei Schlüsselfeld, die zu einer groß angelegten Übung ausgerückt waren. Fünf Feuerwehren aus drei Landkreisen nahmen daran teil.

Rettungsdienst und Feuerwehr mussten eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen befreien.
Rettungsdienst und Feuerwehr mussten eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen befreien.
Foto: Kreisbrandinspektion ERH

In der Erstalarmierung um 8.30 Uhr am Morgen wurden die Feuerwehren aus Schlüsselfeld und Wachenroth gerufen, wie Sebastian Weber, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt, mitteilt. Einsatzleiter Michael Sturm aus Schlüsselfeld (Landkreis Bamberg) forderte aufgrund der größeren Unfalllage rasch weitere Kräfte an: Die Feuerwehren Mühlhausen, Höchstadt (Landkreis Erlangen-Höchstadt) und Burghaslach (Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim) rückten nach.

Absprachen sind wichtig.
Absprachen sind wichtig.
Foto: Kreisbrandinspektion ERH

Weber berichtet: „Realitätsnah bei dieser Übung war nicht nur das Zusammentreffen von Feuerwehren aus drei Landkreisen an dieser Stelle, sondern auch die Darstellung des Szenarios mit Rauch und gut zwei Dutzend geschminkten Verletztendarstellern.“

Seit den frühen Morgenstunden

Bereits in den frühen Morgenstunden kamen viele Helfer der Johanniter-Unfallhilfe zusammen und bereiteten sich auf ihren Einsatz vor. Kurz vor Übungsbeginn positionierten sie sich auf dem durch die aktuelle Baustelle gesperrten Autobahnabschnitt. Teils in den Fahrzeugen, teils auf der Fahrbahn liegend, fand man die „Opfer“ später vor.

Notärzte versorgen „Schwerverletzte“.

Der Rettungsdienst kam nach und nach mit mehreren Rettungs- und Krankentransportwagen an die Einsatzstelle, Notärzte versorgten „Schwerverletzte“. Bei solchen Lagen mit einer bestimmten Anzahl an Verletzten spricht man von einem „Massenanfall von Verletzten“. Das Konzept für den Ablauf galt es mit allen Beteiligten zu trainieren. Essenziell sei das Zusammenspiel zwischen dem Rettungsdienst und der Feuerwehr. Hier ging es um die Befreiung und Rettung eingeklemmter Personen aus Fahrzeugen.

Es hatte einen besonderen Reiz, auf einem gesperrten Autobahn-Teilstück zu üben.
Es hatte einen besonderen Reiz, auf einem gesperrten Autobahn-Teilstück zu üben.
Foto: Kreisbrandinspektion ERH

Im Hintergrund lief die zweite Herausforderung für die Führungsorganisation: Alles musste koordiniert werden. Es wurden Einsatzabschnitte gebildet. Die Registrierung und Dokumentation von Verletzten, Anzahl der eingesetzten Kräfte und die Organisation nachrückender Einheiten wurde in einem Einsatzleitfahrzeug durchgeführt.

Aus drei Regierungsbezirken

Insgesamt 250 ehrenamtliche Kräfte aller Hilfs- und Rettungsorganisationen waren an der Übung beteiligt, darunter über 70 Personen vom Rettungsdienst der Johanniter-Unfallhilfe dreier Regierungsbezirke (Ober-, Mittel- und Unterfranken) aus Schlüsselfeld und Bamberg, Würzburg, Nürnberg und Schwabach.

Auch der Malteser-Hilfsdienst war dabei

Weitere Einheiten des Malteser-Hilfsdienstes waren aus Bamberg mit beteiligt. Auch die ständige Absprache mit der Polizei ist unerlässlich. Und auch einige umliegende Firmen unterstützten die Vorbereitung und Durchführung der Übung. Es mussten ausrangierte Autos gestellt und die Autobahn abgesperrt werden.

 

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