Die Stadtwerke aus Erlangen (ESTW) und Schwabach schlagen Alarm. Dort landet bei vielen Haushalten aktuell "dubiose Post", wie die ESTW in ihrer Pressemitteilung vom Donnerstag (27. August 2026) berichtet. Darin geht es um angeblich notwendige oder empfohlene Wechsel des Stromzählers in Privathaushalten.
"Das Schreiben der DMG Deutsche Messwesen GmbH legt den Schluss nahe, dass die Stromzähler gegen intelligente Messsysteme, sogenannte Smart Meter, ausgetauscht werden müssten und am besten kurzfristig gehandelt werden sollte", heißt von Seite der ESTW. "Das ist nicht der Fall!"
Keine Verbindung der Stadtwerke Erlangen zu DMG Deutsche Messwesen GmbH oder Metrify Smart Metering GmbH
Die Stadtwerke raten in solch einem Fall zur Ruhe. Wie die ESTW erklären, besteht für die meisten privaten Haushalte “keine Pflicht, auf ein intelligentes Messsystem umzusteigen". Zwar planen die ESTW nach eigenen Angaben, bis zum Jahr 2032 bei allen Erlanger Haushalten digitale Stromzähler einzubauen, die mehr als den aktuellen Zählerstand anzeigen sollen. Dies passiert allerdings direkt durch die Stadtwerke. Der Einbau soll kostenlos sein.
Besagte Briefe der DMG GmbH in Erlangen wiesen zudem auf eine angebliche Förderung des Einbaus des Smart Meters durch den Gesetzgeber hin. "Diese Förderung gibt es nicht!" betonen die ESTW. Diese tatsächlichen Änderungen gelten beim Einkauf ab 2028 für Verbraucher.
Die ESTW raten Verbrauchern, keine Verträge unter Zeitdruck und auf Basis falscher Informationen oder Versprechen abzuschließen. Bei Fragen sollen sich Verbraucher direkt bei den Stadtwerken Erlangen melden.
Risiko in Schwabach: Wechsel des Messstellenbetreibers kann teuer werden
In Schwabach gibt es einen ähnlichen Fall. Laut Informationen der Schwabacher Stadtwerke werden auch dort aktuell Einwürfe zur Installation von Smart Metern verteilt. Diese stammen nach offiziellen Angaben ebenso wenig von den zuständigen Stadtwerken. In Oberfranken kam es zu Beginn der Woche zu einer ganz anderen Betrugsmasche - mit hohem Schaden.
"In den Schreiben wird unter anderem eine kostenlose Installation angeboten. Der anschließende Messstellenbetrieb ist jedoch kostenpflichtig“, heißt es von den Stadtwerken Schwabach. Bei dem Angebot sei ein Messstellenbetreiberwechsel eingeschlossen. Dieser Betreiber sei nicht an die gesetzlich vorgegebene Preisobergrenze gebunden. Das Entgelt kann also höher ausfallen als direkt bei den Stadtwerken.
Die Stadtwerke Schwabach raten ebenso dazu, Absender, Vertragsbedingungen und mögliche Kosten sorgfältig zu prüfen, bevor Daten weitergegeben oder Verträge abgeschlossen werden. Auch hier sollen sich Verbraucher bei Unsicherheiten direkt an die Stadtwerke Schwabach wenden.
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