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Weisendorf
Brand mit riesiger Rauchsäule: Betroffener Landwirt und Polizei haben schlimmen Verdacht
Feuer bei Biogasanlage Kairlindach
 // Matthias Martin, Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt
Feuer bei Biogasanlage Kairlindach
 // Matthias Martin, Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt
Feuer bei Biogasanlage Kairlindach
 // Matthias Martin, Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt
Feuer bei Biogasanlage Kairlindach
 // Matthias Martin, Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt
Feuer bei Biogasanlage Kairlindach
 // Matthias Martin, Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt
Feuer an der Biogasanlage Kairlindach
 // Matthias Martin, Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt
Feuer an der Biogasanlage Kairlindach
 // Matthias Martin, Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt
Feuer an Biogasanlage Kairlindach
 // Kreisfeuerwehrverband ERH / Matthias Martin
Feuer bei Biogasanlage Kairlindach
 // Matthias Martin, Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt
Feuer bei Biogasanlage Kairlindach
 // Matthias Martin, Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt
Feuer bei Biogasanlage Kairlindach
 // Matthias Martin, Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt
Weisendorf – Eine riesige Rauchwolke bei Weisendorf war am Montagmorgen kilometerweit zu sehen. Der betroffene Landwirt äußert einen schlimmen Verdacht, dem nun auch die Polizei nachgeht.
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"Das Stroh war ein Jahr alt. Das fängt nicht einfach an zu brennen", sagt Jürgen Schenk. Dem Landwirt gehört das Stroh- und Heulager, das am Montagmorgen (8. Juni 2026) unweit der Biogasanlage im Weisendorfer Ortsteil Kairlindach in Flammen aufgegangen ist. Eine dichte Rauchsäule war stundenlang weithin sichtbar gewesen. 

Über die Brandursache kann Schenk aktuell nur spekulieren. "Solange sich keiner meldet, gehe ich von Vorsatz aus", sagt er. Wenn jemand das Feuer versehentlich verursacht habe, appelliert er an den Verursacher, sich zu melden. 

Polizei geht von Brandstiftung aus

Was der Landwirt vermutet, bestätigt die Polizei am Dienstagnachmittag. Brandermittler der Kriminalpolizei Erlangen haben die Arbeit vor Ort aufgenommen. "Die Beamten gehen derzeit von einer Brandstiftung aus und bitten um Hinweise aus der Bevölkerung", heißt es in einer Presseinformation des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

220 Heu- und 40 Strohballen sind den Flammen zum Opfer gefallen, die nach aktuellem Stand der Ermittlungen möglicherweise absichtlich gelegt wurden. Der Landwirt schätzt den Schaden auf 15.000 bis 20.000 Euro. Und darauf sitzt er jetzt erst einmal selbst. Stroh und Heu in einem Außenlager seien kaum zu versichern. "Man kann ja nicht alles ständig bewachen, nur weil irgendjemand meint, zündeln zu müssen."

Mit einer Versicherung sei das anders, wenn das Material in einer Halle gelagert sei. Besonders ärgerlich: Die Anträge für den Bau einer Maschinen- und Lagerhalle laufen laut Jürgen Schenk. Sein Plan war, das Stroh und Heu dann dort unterzubringen. Doch davon ist jetzt nichts mehr übrig. Was nicht verbrannt ist, ist komplett durchnässt und unbrauchbar. "Die Brandbekämpfung war sehr aufwendig, weil sich Glutnester tief in die gepressten Ballen hineinfressen und Löschwasser häufig nur oberflächlich wirkt", erklärt der Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt am Tag nach dem Einsatz in einer Presseerklärung.

Kuhherde unweit der Brandstelle bleibt verschont

Um wirklich alle Glutnester zu finden und löschen zu können, hat das Technische Hilfswerk (THW) das Brandgut mit Radladern abgetragen und auf einem eigens eingerichteten Löschplatz verteilt. Die Feuerwehr löschte das immer noch glühende und kokelnde Material.

Vom Stroh und Heu, das eigentlich als Einstreu und Futter für Jürgen Schenks Kuhherde gedacht war, blieb nur ein verbrannter, nasser Haufen übrig. Die Tiere sind in seinem landwirtschaftlichen Betrieb unweit der Brandstelle untergebracht. Die Tiere hätten zum Glück lediglich ein wenig Rauch abbekommen und seien ansonsten vom Feuer nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, berichtet der Landwirt.

In der Spitze waren bei dem Brand in der Nähe der Kairlindacher Biogasanlage 150 Kräfte von nahezu allen umliegenden Feuerwehren und vom THW im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Abendstunden, nachdem am Morgen um 8.21 Uhr der Alarm eingegangen war.

Ermittlungen der Polizei gehen in Richtung Brandstiftung

Um diese Zeit hatte auch Landwirt Schenk vom Feuer erfahren. Wer die Feuerwehr alarmiert hat, weiß er bislang nicht. Als er vor Ort eintraf, kümmerte er sich erst einmal darum, einige Maschinen in Sicherheit zu bringen, die unweit des brennenden Heu- und Strohlagers abgestellt waren.

Einen Tag nach dem verheerenden Feuer sind die Brandermittler der Polizei vor Ort bei der Arbeit. Landwirt Jürgen Schenk macht sich allerdings wenig Hoffnung, dass ein Verursacher des Brandes ermittelt werden kann, wenn dieser sich nicht freiwillig meldet.

Die Polizei hofft derweil auf Zeugen. Wer im Bereich des Weisendorfer Auwegs am Montagmorgen Personen oder Fahrzeuge wahrgenommen hat, soll sich mit der Polizei in Verbindung setzen. Die Rufnummer des Hinweistelefons lautet 0911/2112-3333.

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