Seit Mittwoch, 30. April, brennt es im Tennenloher Forst in Erlangen. Seit heute, Freitag, 2. Mai, um 11.47 Uhr habe das Landratsamt Erlangen-Höchstadt den Katastrophenfall ausgerufen, wie Sebastian Weber, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Erlangen-Höchstadt mitteilte.
Die Entscheidung sei gefallen, um überregionale Kräfte und Tanklöschfahrzeuge anfordern zu können. Seit Beginn des Einsatzes sind im Waldgebiet bei Erlangen rund um die Uhr knapp hundert Feuerwehrkräfte im Einsatz.
Waldbrand Tennenloher Forst: Landrat stellt Katastrophenfall fest
Dass der Katastrophenfall festgestellt wurde, bestätigt am Nachmittag auch das Landratsamt Erlangen-Höchstadt. Der Waldbrand im Tennenloher Forst auf Höhe des Wildpferdegeheges besteht weiterhin. Der Schadensbereich beträgt rund 30.000 Quadratmeter. Da die Löscharbeiten andauern und Einsatzkräfte erfordern, hat Landrat Alexander Tritthart um 11.47 Uhr formell den Katastrophenfall festgestellt und Thomas Heideloff vom BRK zum örtlichen Einsatzleiter ernannt. Damit geht die Einsatzleitung für die Waldbrandbekämpfung auf den Landkreis Erlangen-Höchstadt über, auch um überregionale Kräfte und Tanklöschfahrzeuge anzufordern. Über 200 Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsdienst sind zur Brandbekämpfung vor Ort.
Mittlerweile ist es der dritte Einsatztag für die Feuerwehren aus Erlangen-Höchstadt und dem Stadtgebiet Erlangen. „Die Löschmaßnahmen laufen unverändert weiter", sagt Sebastian Weber, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Erlangen-Höchstadt. Mit drei Polizeihubschraubern, aus Roth und aus München, versuche man den Brand aus der Luft zu bekämpfen. Vom Boden aus löschten weiterhin knapp hundert Einsatzkräfte und Löschrotober von den Wegen und Trampelpfaden aus.
Feuerwehr löscht weiterhin Glutnester
Die Brandbekämpfung sei in den letzten Zügen. „Die Glut ist hartnäckig und der Waldboden 20 cm tief voll glühender Asche“, sagt Weber. Die Feuerwehr versuche zu verhindern, dass sich das Feuer auf noch unverbranntes Gras und Waldboden ausbreitet.
Der Einsatz laufe bisher erfolgreich. Weber geht davon aus, dass die Löscharbeiten allerdings noch bis zum Abend andauern werden. Sofern der Einsatz heute erfolgreich verläuft und die Glustnester gelöscht werden können, soll das Waldgebiet dann über die Nacht weiterhin kontrolliert und eine Brandwache eingerichtet werden.
Feuer kurz vor Beobachtungsflügen ausgebrochen
Wegen der aktuellen Trockenheit, hatte die Kreisfeuerwehr für den 1. Mai Beobachtungsflüge geplant. Ausgerechnet einen Tag zuvor brach das Feuer in Tennenloher Wald aus. Laut Weber kam die erste Warnung vom Flughafentower in Nürnberg. Ein Privatflugzeug habe aus der Luft Rauch in dem Waldgebiet gesehen. Kurz danach gingen bei der Feuerwehr auch Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern ein, die von Marloffsteiner Höhe aus auf den Brand aufmerksam geworden waren.
Landratsamt: Keine Gefahr für Anwohner
Das Landratsamtes Erlangen-Höchstadt und die Stadt Erlangen appellieren die Bevölkerung, das Waldgebiet Tennenloher Forst während der andauernden Löscharbeiten strickt zu meiden. Die Kreisfeuerwehr weist zusätzlich darauf hin, das Waldgebiet strickt zu meiden, da durch Passanten die Tiefflüge der Löschhubschrauber behindert werden.
Wie das Landratsamt auf seiner Website und über die sozialen Medien mitteilte, bestünde für die anliegende Bevölkerung keine Gefahr durch den Waldbrand.
Wildpferde außer Gefahr
Im Tennenloher Forst befindet sich ein Wildpferdgehege. Dort leben fünf Hengste. Das Feuer war bisher keine Gefahr für die Tiere. Wie der für die Pferde zuständige Landschaftspflegeverband Mittelfranken auf Facebook mitteilte, bestünde durch das Feuer keine akute Gefahr für die Hengste. Nach einem Besuch am heutigen Morgen konnten die Mitarbeiter feststellen, dass die Pferde sich vor den Löscharbeiten in ruhigere Gebiete zurückgezogen haben. Sie seien "unversehrt und wohlauf."
+++ Diese Meldung wird laufend aktualisiert. +++












