Spezialitäten
Essen aus Trucks kommt in Höchstadt an
Familie Bräunig genoss den Besuch beim Foodtruck-Festival in Höchstadt.
Familie Bräunig genoss den Besuch beim Foodtruck-Festival in Höchstadt.
Foto: Evi Seeger
Höchstadt a. d. Aisch – Beim ersten Foodtruck-Festival auf dem Gelände des Aischpark-Centers lockten Anbieter mit internationalen Spezialitäten.

„Geschüttelt – nicht gerührt“ waren die Drinks, wobei Genießer beim „Stranger“ am Cocktailbus nicht lange anstehen mussten. Aber es war auch gerade Mittagszeit und noch lange nicht die für Cocktails typische „Blaue Stunde“. Es war das erste Foodtruck-Festival in Höchstadt – und offensichtlich gleich ein Erfolg.

Geschüttelt, nicht gerührt! Der „Stranger“  Curiman Marian Claudiu aus  Ulm bot beim Festival am Aischpark-Center in Höchstadt Cocktails vom Feinsten.
Geschüttelt, nicht gerührt! Der „Stranger“ Curiman Marian Claudiu aus Ulm bot beim Festival am Aischpark-Center in Höchstadt Cocktails vom Feinsten.
Foto: Evi Seeger

Auf dem Gelände des Aischpark-Centers hatten Anbieter in zwölf Lastwagen und Anhängern ihre rollenden Feinschmeckerküchen aufgebaut. Nun, das Wetter hätte etwas besser sein können. Aber auch so zeigten sich die befragten Anbieter zufrieden. Aus ganz Deutschland waren sie angereist und boten internationale kulinarische Spezialitäten zum „grenzenlosen“ Schlemmen an.

Für Vegetarier: handgemacht und lactosefrei
Für Vegetarier: handgemacht und lactosefrei
Foto: Evi Seeger

Allen voran war BBQ, also Barbecue, wie es aus den USA bekannt ist. Dass dieses über den großen Teich bis nach Franken herübergeschwappt ist, machte „Red Flag“, der Lokalmatador aus Adelsdorf, deutlich.

Red Flag, der Lokalmatador aus Adelsdorf
Red Flag, der Lokalmatador aus Adelsdorf
Foto: Evi Seeger

Gleich daneben ging bei „Black Monkey“ Eis über die Theke. Nicht ganz alltägliche „Ice Cream“ übrigens, sondern softig Gefrorenes in außergewöhnlichen Farben. Selbst die Waffeln waren farblich angepasst. Wer könnte schon einem Eis in „Deep Black“ widerstehen, selbst wenn es „nur“ nach Vanille schmeckt.

Schwarzes Eis bei „Black Monkey“
Schwarzes Eis bei „Black Monkey“
Foto: Evi Seeger

Auch bei „Pofferties“, holländischen „Mini-Pancakes“, also Pfannkuchen, mit Namen wie „Pures Vergnügen“ oder „Farbenvielfalt“, bedurfte es schon einiger Standhaftigkeit, um nicht schwach zu werden.

Mit Fast Food habe das alles nichts zu tun, darauf legen die Anbieter großen Wert. „Streetfood“ sei klein, handlich und daher einfach „aus der Hand zu essen“, aber durchaus nahrhaft und kein ungesundes Junkfood. „Handmade“ war allenthalben zu lesen. Trucks mit vegetarischen und indischen Spezialitäten waren der Beweis dafür. In diese Kategorie gehört auch die „Kartoffelhütte“, in der zwei Frauen zeigten, wie aus Kartoffeln Chips entstehen. Frisch geröstet dürften sie im Vergleich zu den herkömmlichen Tütenprodukten sehr gut abschneiden. Die Erdäpfel, allesamt Bio-Produkte, wie die Herstellerinnen aus Dillingen beteuerten, wurden unter den Augen der Käufer durch eine Maschine gedreht und nahmen so die Chips-Form an.

Gutes aus Kartoffeln gab es in der Kartoffelhütte
Gutes aus Kartoffeln gab es in der Kartoffelhütte
Foto: Evi Seeger

Wären noch die „Samosa“-Pastetchen zu nennen, die sich zwei Besucher am Stand für indische Spezialitäten schmecken ließen. Die mit frischem Gemüse gefüllten und in Fett gebackenen Teigteilchen mundeten den beiden Weisendorfern bestens.

Zwei Genießer aus Weisendorf lassen es sich schmecken.
Zwei Genießer aus Weisendorf lassen es sich schmecken.
Foto: Evi Seeger

Besucher aus Aisch sind zufrieden

Und wie hat es den Besuchern gefallen? Familie Bräunig aus dem nahen Aisch war mit drei Kindern unterwegs. „Wir unterstützen das gerne“, sagt Walter Bräunig. Durch die Pandemie gehe es vielen Gewerbetreibenden schlechter. Der Aischer fand auch in Ordnung, dass am Einlass zwei Euro als Hygienebeitrag eingefordert wurden. Denn beim Einkauf in einem Geschäft im Aischpark-Center habe es Gutscheine gegeben, die beim Truckfestival eingelöst werden konnten.

Die Plätze am Aischpark-Center waren begehrt – zumindest solange das Wetter mitspielte.
Die Plätze am Aischpark-Center waren begehrt – zumindest solange das Wetter mitspielte.
Foto: Evi Seeger

„Das war eine sehr kurzfristige Aktion“, erklärt Miguel Ortega vom Fürther Veranstalter „Funtastic“ im Gespräch mit dem FT. Nach der überraschenden Absage einer anderen Stadt hatte er Höchstadt in den Fokus genommen. Tatsächlich sei für die Organisation nur eine sehr kurze Zeitspanne geblieben. 60 Meter mal 60 Meter des Parkplatzes wurden für das Ereignis mit einem Zaun umgeben. Ortega denkt bereits daran, das Aischpark-Center auch im nächsten Jahr in sein Programm aufzunehmen. Dann soll den Aischgründern eine noch größere Zahl an Anbietern und Spezialitäten geboten werden.