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Adelsdorf
Der Traum vom Ärztehaus ist ausgeträumt
Der Bau steht, doch wie es damit weitergeht, steht in den Sternen. Eine Physiotherapiepraxis und ein Optiker stehen in den Startlöchern.
Der Bau steht, doch wie es damit weitergeht, steht in den Sternen. Eine Physiotherapiepraxis und ein Optiker stehen in den Startlöchern. // Britta Schnake
Signet des Fränkischen Tags von Britta Schnake
Adelsdorf – Der Apotheker Georg Galster will nicht aufgeben, doch vorerst sind seine ambitionierten Planungen in der Holzäckerstraße in Adelsdorf gescheitert. Jetzt hofft Galster auf die Hilfe des Landratsamtes.

Es hätte so schön werden können, was der Apotheker Georg Galster geplant hatte. Ein Ärztehaus in Adelsdorf in der Holzäckerstraße mit Büroräumen und einer Apotheke. Nun steht der Bau, doch der Traum ist ausgeträumt. Das mit dem Ansiedeln von Arztpraxen ist gescheitert, unter anderem ließ sich das Einrichten einer Filiale für eine Kinderärztin, welche hochmotiviert jedoch ohne Kassensitz parat stand, nicht realisieren. Und die Apotheke?

30 Prozent weniger Rezepte

Nun, da grätschte das e-Rezept dazwischen und die Versand-Apotheke in Holland. War es früher für die Patienten ein wenig umständlich, das Papierrezept per Post weiterzuschicken, so funktioniert dies nun mit dem Einscannen des QR-Codes per Handy. So verzeichnete Galster 30 Prozent weniger Rezepte in der Apotheke. Momentan stehen die Physiotherapiepraxis sowie ein Optiker in den Startlöchern, doch damit ist das Haus ja nicht voll.

Ein Plan B kommt nicht zum Tragen

Ein Plan B, den er sich hätte vorstellen können, wird auch nicht zum Tragen kommen. Hinter Plan B verbarg sich eine pflegerische Einrichtung für Intensivpatienten, im konkreten Fall für Patienten, welche vom Hals abwärts querschnittsgelähmt sind. Acht Patienten wären bereits infrage gekommen, doch das Landratsamt lehnte dies ab, weil besagte Patienten abends die Einrichtung nicht verlassen würden, sondern selbstverständlich auch nachts dort verblieben. „Das wäre eine Palliativ-Einrichtung“, so Galster. Da es sich aber um ein Gewerbegebiet handelt, dürfte dort niemand übernachten. Doch Galster war nicht bereit aufzugeben und legte dem Gremium des Bauausschusses nun einen Bauantrag zur Nutzungsänderung für die Errichtung eines Geschäftshauses vor. Also quasi ein Plan C. So wären im Erdgeschoss ein Restaurant, der Optiker sowie Zimmer mit 28 Betten vorgesehen, im 1. Stock unter anderem eine Wohnung für den Betriebsleiter, eine Zahnarztpraxis sowie 24 Zimmer, im 2. Stock unter anderem weitere 23 Zimmer mit 35 Betten, die Physiotherapiepraxis und Seminarräume und drüber noch zwei Dachterrassen. 69 Stellplätze könnte Galster vorweisen sowie 4 Garagen, das alles auf einer Fläche von 2850 qm.

Interessent für das Restaurant

Laut Galster hätte er sogar schon einen Interessenten für das Restaurant, welcher auch Events und Hochzeiten veranstalten würde. Die Gäste bräuchten auch nicht womöglich angeheitert nach Hause fahren, sondern könnten dort übernachten.

Doch gerade diese Übernachtungen sind es, die in einem Gewerbegebiet eben nicht erlaubt sind. So wurde Galsters Antrag einstimmig vom Gremium abgelehnt. Doch Galster gibt nicht auf. Er will einen erneuten Vorstoß beim Landratsamt wagen und hofft auf Ersetzung des gemeindlichen Einvernehmens.

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