Spende
Ein Bus für Nova Gradiska
Übergabe des Busses bei der Lebenshilfe in Herzogenaurach
Übergabe des Busses bei der Lebenshilfe in Herzogenaurach
Foto: Bernhard Panzer
Herzogenaurach – Mitarbeiter des Vereins für mental retardierte Personen aus der kroatischen Partnerstadt holten die Spende am Freitag ab.

Es ist der dritte Bus, der von der Lebenshilfe aus Herzogenaurach an den befreundeten Verein in der kroatischen Partnerstadt Nova Gradiska gespendet wurde. Zwei Mitarbeiter des dortigen Vereins für Menschen mit Behinderung waren für die Übernahme in die rund 800 Kilometer entfernte fränkische Partnerstadt gereist.

Begleitet wurden Milan Tomljanovic, der Fahrer des Bürgermeisters von Nova Gradiska, und Stadtrat Marko Cosic vom „Herzogenauracher“ Marko Loncar. Der 78-Jährige, der 1969 nach Herzogenaurach kam und als Rentner jetzt abwechselnd in Franken und Kroatien lebt, verbrachte die letzten Tage in seiner kroatischen Heimat.

Mit diesem Fahrzeug möchte die Lebenshilfe den Verein „Udruga za pomoc osobama s mentalnom retardacijom“ („Verein für mental retardierte Personen“) im Rahmen der Städtepartnerschaft wie schon in den vergangen Jahren unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung der Lebenshilfe.

Austausch über Grenzen hinweg

Die Betreuung und Förderung der Menschen mit Behinderung steht für beide Vereinigungen im Vordergrund und ein Austausch über Ländergrenzen hinweg – hier vor allem in Verbindung mit der Städtepartnerschaft – ist sehr hilfreich und für alle Beteiligten bereichernd, wie Geschäftsführer Josef Hennemann feststellt. „Die Lebenshilfe hat hier vor mehr als 50 Jahren auch ganz klein und mit knappen Mitteln angefangen. Wir wissen, was Aufbauarbeit bedeutet und möchten das Engagement in Kroatien weiter fördern, damit die Menschen mit geistiger Behinderung die Förderung und Betreuung erhalten, die sie benötigen“, begründet Josef Hennemann die Busspende.

Mit Rollstuhlrampe

Der „Verein für mental retardierte Personen“ mit dem Sitz in Nova Gradiska ist seit 2001 tätig. Bei wöchentlichen Treffen werden Menschen mit Beeinträchtigung durch ehrenamtlich tätige Eltern betreut. Computerkurse, kreativer Tanz, die Zubereitung von Mahlzeiten und Aktivitäten in der Stadt stehen auf der Tagesordnung.

Der Bus verfügt über eine Rollstuhlrampe und Sicherungsvorrichtungen für Rollstühle. Er wurde von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Vereins nach Kroatien überführt, um dort die Menschen mit Behinderung, die keine Möglichkeiten haben, zu den Treffen zu kommen, abzuholen und nach Hause zu bringen.