Gegen Depressionen
Wer will die Boulder-Therapie testen?
Bouldern kann gegen Depressionen helfen.
Bouldern kann gegen Depressionen helfen.
Antje Schönherr
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Erlangen – Klettern gegen Depressionen - laut einer Studie der Uniklinik Erlangen funktioniert das. Für den nächsten Durchlauf sind noch Plätze frei.

Der Depression auf neuen Wegen entgegentreten: mit Bouldern und einer frischen Sicht auf die Welt! Bouldern ist das Klettern ohne Seil in Absprunghöhe.

Das Team der Studie „Klettern und Stimmung“ der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik des Uniklinikums Erlangen wies die Wirksamkeit einer Boulderpsychotherapie bei depressiven Patientinnen und Patienten in ambulanter Behandlung nach. Das geht aus einer Pressemitteilung der Uniklinik hervor.

Neuer Durchlauf startet

Die Gruppentherapien des dritten Durchgangs starten am 6. Dezember und finden immer dienstags von 16.30 bis 18.30 Uhr statt. Die Therapien dauern etwa zehn Wochen.

Alle Studienteilnehmer werden zu drei Zeitpunkten gebeten, an der Datenerhebung in Form von Videointerviews, Onlinefragebögen und persönlichen Untersuchungen durch geschulte Fachkräfte teilzunehmen. Selbstverständlich werden die Angaben im Rahmen der randomisierten kontrollierten Studie streng vertraulich behandelt. Die Studienteilnahme ist kostenlos; Fahrtkosten können nicht übernommen werden.

Bei Depressionen kann das Bouldern als Therapie mit unterschiedlichen Zielen eingesetzt werden: Es kann Menschen zum einen spielerisch helfen, positive Erfahrungen zu sammeln; zum anderen lernen die Patienten, durch die sportliche Betätigung Grenzen wahrzunehmen, anzuerkennen, aber auch über sich selbst hinauszuwachsen und eigene Erfolge wertzuschätzen.

Viele Teilnehmer berichteten, dass diese aktive Behandlung ihnen dazu verholfen habe, den Alltag wieder besser zu bewältigen und selbstbewusster zu werden. Sie zeigten sich darüber hinaus begeistert von den zwischenmenschlichen Erfahrungen und dem Vertrauen in der Gruppe.

Drei Infoveranstaltungen vorab

Interessierte sind eingeladen, sich bei einer Informationsveranstaltung über die Studie zu informieren, das Studienteam kennenzulernen und sich für ein diagnostischen Interview zu registrieren.

Termine sind am Dienstag, 25. Oktober, und Donnerstag, 3. November, jeweils um 16.30 Uhr in den Hörsälen Medizin, Ulmenweg 18, in Erlangen. Am Donnerstag, 27. Oktober, findet um 16.30 Uhr ein Online-Termin statt. Zugangslink unter depression-neuewege.de.

 

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