Zum Hoffest hatte am Sonntag das Landgut Schloss Hemhofen eingeladen. Familie Winkler von Mohrenfels bewirtschaftet das Landgut schon seit 1980 ökologisch. Sie liefert den Kunden der hofeigenen „Abokiste“ seit mehr als 40 Jahren vom eigenen Bio-Gemüse und Obst bis zum Vollsortiment rein ökologische Lebensmittel frei Haus. Auf dem Landgut werden rund 60 Sorten Obst und Gemüse, Salate und Kräuter im Freiland angebaut.
Viele Gäste kamen aus nah und fern zu dem beliebten Fest. Im Schlosshof herrschte ab 10 Uhr buntes Treiben. Die „Abokiste“ informierte über ihre Lebensmittel, den Lieferservice und zeigte die Packstation im Schlosskeller. Das Landgut selbst und andere regionale Erzeuger boten Waren wie Käse, Honig, Obst, Brot und mehr an. Handwerker und Künstler hatten Stände aufgebaut.
Drechsler und Keramikerin bei Hoffen in Hemhofen
Angela Börnicke, Keramikerin aus Aisch, hat jedes Jahr ihren Stand in Hemhofen. „Hier verkauft es sich immer gut. Es kommt halt auch das richtige Publikum“, erzählt sie unserer Zeitung. Die Schlangen bei der Essensausgabe waren sehr lang, aber alles wartete geduldig. Der Korbmacher, Drechsler, Scherenschleifer und viele weitere Aussteller zeigten ihre Künste.
Erwin Bergner aus Neuhaus kommt alle Jahre hierher. „Das Ambiente ist einfach super“, findet er, „genau wie die Angebote – einfach spitze. Zum Glück sind viele Sonnenschirme aufgespannt. Die schattigen Plätze sind immer gleich belegt.“ Zahlreiche Programmpunkte sorgten für Unterhaltung: Der Schweinestall konnte besichtigt werden, eine Felderrallye war im Angebot. Barbara Maikranz erzählte Märchen, und die Strohhüpfburg war genau richtig für die Kleinen zum Toben.
Ausstellung von Fotografin Gabriella Hejja in Hemhofen
Die Oldtimer-Bulldog-Parade wurde von vielen bewundert. Das Hoffest bot auch Möglichkeiten, sich über die ökologische Wirtschaftsweise zu informieren. Interessierte konnten sich beim Besuch des Schweinestalls mit Freilauf ein Bild von der Schweinehaltung nach den Richtlinien des Biokreisverbandes machen und vom Landwirt alles zum ökologischen Landbau erfahren. Auch Bürgermeister Ludwig Nagel schaute vorbei.
Er ist stolz und zufrieden: „Eine super Veranstaltung und natürlich eine sehr gute Werbung für unsere Gemeinde. Ich hoffe, dass es noch viele Hoffeste geben wird.“ Auch das Schloss selbst war an diesem Tag zugänglich, und Interessierte ließen sich gerne auf eine Führung mit Schlossherrin Hannah Winkler von Mohrenfels ein. Auch konnte man im Schloss noch eine Vernissage „Kunst im Schloss“ unter dem Thema „Mal anders“ von Fotografin Gabriella Hejja bewundern. Tina Döke (29) bot an einem Essensstand Leckeres vom Hof an.
Freier Eintritt für Kunden der Abokiste
Sie kommt aus Adelsdorf und arbeitet in der Packstation und im Einkauf. „Ich koche gerne und interessiere mich für Ökologie“, erzählt sie. „Hier arbeitet es sich gut, die Atmosphäre ist super, ein richtig familiäres Klima.“ Ein Ehepaar aus Aisch genießt den Nachmittag, weil es die Bioprodukte und die gute Beratung schätzt. „Wir haben verschiedene Öle gekauft.“
Ein Paar aus Dechsendorf bezieht die „Abokiste“ schon lange. „Wir müssen einen Großteil unserer Lebensmittel nicht mehr selber anschleppen, und woanders ist es sehr viel anstrengender, gutes Biogemüse zu finden“, meinen sie. Als Kunden hatten sie Eintrittsgutscheinen bekommen.
5000 Gäste bei Hoffest 2024 in Hemhofen
Herz der Veranstaltung war der große Biergarten, wo alle Gäste bei Öko-Bier und Bio-Limonade gemütlich den Tag verbringen konnten. Weißwürste und Weißbier, aber auch typisch fränkischer Schweinebraten mit Kloß, Rehbraten, Bratwürste mit Kraut, Rosmarinkartoffeln und vieles mehr – alles biologisch – verführte die etwa 5000 Gäste zum Genießen. Die paar Tropfen Regen kurz vor 18 Uhr beeinträchtigten diesen Erlebnistag nicht.
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