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Tradition in der Gastronomie
Wildbretwochen 2025: Darauf kommt es beim Wildfleisch an
Landrat Alexander Tritthart (links) und und Wirtin Hildegard Gebhard bei der Eröffnung der Wildbretwochen im Gasthof Schloss Eckenhaid.
Landrat Alexander Tritthart (links) und und Wirtin Hildegard Gebhard bei der Eröffnung der Wildbretwochen im Gasthof Schloss Eckenhaid. // Eberhard Schorr
Signet des Fränkischen Tags von Eberhard Schorr
Eckental – Bald lockt der Duft von Wildgerichten wieder Feinschmecker in die Gaststätten im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Mit Jagdhornklängen beginnen die Wildbretwochen. Worauf es bei Wildbret ankommt.

Mit kräftigen Jagdhornklängen und dem Duft herbstlicher Wildgerichte wurden am Donnerstag im Gasthof Schloss Eckenhaid die 16. Wildbretwochen im Landkreis Erlangen-Höchstadt eröffnet. Vom 19. Oktober bis zum 23. November laden 21 Gaststätten dazu ein, Reh, Wildschwein oder Hase aus heimischer Jagd zu genießen. Zum Auftakt dankte Landrat Alexander Tritthart den Jagdhornbläsern der Jägervereinigung Erlangen unter Leitung von Karl-Heinz Gabler sowie den Gastgebern Hildegard und Hans Gebhardt vom Gasthof Schloss Eckenhaid, die ihre Räumlichkeiten für die Veranstaltung zur Verfügung stellten. „Zusammen ist das eine starke Aktion und eine kulinarische Bereicherung für unseren Landkreis und unsere Gäste“, sagte Tritthart.

Eröffnung der Wildbretwochen in ERH 2025 in Eckenhaid

In seinem Grußwort hob er die Bedeutung der Wildbretwochen als Gemeinschaftsprojekt hervor. „Wenn eine Veranstaltung schon so lange erfolgreich läuft, zeigt das, dass sie ankommt – bei Jägern, Wirten und Gästen gleichermaßen.“ Die Aktion sei eine Zusammenarbeit von Landkreis, Jägerschaft und Gastronomie. Ziel sei es, das hochwertige Fleisch aus heimischer Jagd bekannter zu machen und seine Vermarktung zu fördern. „Wir wollen dazu beitragen, dass Wild nicht nur geschossen, sondern auch gegessen wird – am besten vor Ort in unseren Wirtshäusern“, so Tritthart. Er selbst bekenne sich als Freund der Wildküche: „Ich mag es total gern. Es ist eine sehr gesunde, bekömmliche und wunderbare Speise.“ Zugleich räumte er ein, dass manche Menschen beim Thema Wild noch zögerten. „Die Aktion soll helfen, das zu ändern.“

Die Jagdhornbläser der Jägervereinigung Erlangen unter Leitung von Karl-Heinz Gabler spielten vor dem Gasthof Schloss Eckenhaid im Beisein von Landrat Alexander Tritthart und den Gästen der Auftaktveranstaltung
Die Jagdhornbläser der Jägervereinigung Erlangen unter Leitung von Karl-Heinz Gabler spielten vor dem Gasthof Schloss Eckenhaid im Beisein von Landrat Alexander Tritthart und den Gästen der Auftaktveranstaltung // Eberhard Schorr

Die Eröffnung brachte Gastronomen aus dem ganzen Landkreis zusammen – von Adelsdorf bis Wachenroth, von Möhrendorf bis Eckental. Tritthart freute sich besonders darüber, dass auch Betriebe aus dem westlichen Landkreis den Weg ins Oberland fanden. „Das zeigt Zusammenhalt und Wertschätzung unter den Wirten. Letztlich wollen alle eines: zufriedene Gäste und gute Küche aus der Region.“ Wie erfolgreich die Aktion für die Gastronomie ist, bestätigt Andreas Utz vom Landgasthaus Utz in Weppersdorf, Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands. „Ich bin seit dem ersten Mal dabei – schon meine Eltern waren es“, erzählt er. Wenn der Herbst kommt, freuen sich seine Gäste auf Wild – das gehört für viele längst zur Tradition. „Die Leute wissen, dass ich nur heimisches Wild verwende. Seitdem steigt die Nachfrage jedes Jahr. Wenn’s Wild gibt, ist das Gasthaus voll.“

Von Wachenroth bis Herzogenaurach: 21 Gaststätten nehmen an Wildbretwochen teil

Gefragt werde vor allem nach der Herkunft des Fleisches. „Wer etwas Besonderes auf dem Teller hat, will natürlich wissen, woher es kommt und wie man es zubereitet“, sagt Utz. Viele Gäste hätten inzwischen wieder ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass Wild ein nachhaltiges, natürliches Lebensmittel ist – frei von Transportwegen und Mastfutter. Landrat Tritthart sieht darin genau den Kern der Wildbretwochen: die Verbindung zwischen Wald, Wild und Wirtshaus. „Es geht um regionale Wertschöpfung, um kurze Wege und um das Bewusstsein für unsere heimische Natur.“ Dass daraus längst eine Erfolgsgeschichte geworden ist, zeigt die wachsende Zahl der beteiligten Betriebe. Beteiligt sind 21 Gaststätten – darunter das Landgasthaus Utz (Adelsdorf-Weppersdorf), das Gasthaus Schloss Eckenhaid (Eckental), der Landgasthof Scheubel (Gremsdorf), das Restaurant Winkel (Großenseebach), der Landgasthof Jägersruh (Heßdorf) und viele weitere Betriebe von Kalchreuth bis Wachenroth.


An der 16. Staffel der Wildbretwochen beteiligen sich folgende Gaststätten:

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