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Festakt im Dom in Bamberg
Herzogenaurach: Dieser Geistliche wird zum Priester geweiht
Daniel Hartmann hält die Tür seiner Heimatpfarrei St. Otto in Herzogenaurach für Besucher offen.
Daniel Hartmann hält die Tür seiner Heimatpfarrei St. Otto in Herzogenaurach für Besucher offen. // Manfred Welker
Herzogenaurach – Der Glaube begleitet Daniel Hartmann fast sein ganzes Leben lang. Nun wird der Geistliche von St. Otto in Herzogenaurach zum Priester geweiht. Wie er dieses Ziel erreicht hat.

Am Wochenende wird Daniel Hartmann aus der Herzogenauracher Pfarrei St. Otto durch Erzbischof Herwig Gössl zum Priester geweiht. Geboren in Kaiserslautern, verbrachte Hartmann die ersten Schuljahre in Aichach, bevor seine Familie im Jahr 2010 nach Herzogenaurach zog. Der damalige Pfarrer Josef von St. Otto besuchte die Familie an ihrem neuen Wohnort und hieß sie in der Pfarrei willkommen. Auch dadurch fühlte er sich in der Pfarrei gut aufgehoben, er engagierte sich in St. Otto erst als Ministrant, dann auch als Lektor.

Nach dem Abitur im Jahr 2018 entschloss er sich dazu, das Studium der katholischen Theologie aufzunehmen, und absolvierte von 2018 bis 2019 das Propaedeutikum in Bamberg, um sich Griechisch und Hebräisch anzueignen. Außerdem arbeitete er zehn Stunden pro Woche in einem Altenheim. 2019 trat er ins Priesterseminar in Bamberg ein und begann das Theologiestudium in Würzburg bis zum Jahr 2021. Sein Freijahr verbrachte Hartmann von 2021 bis 2022 an der Gregoriana in Rom und setzte von 2022 bis 2024 sein Theologiestudium in München fort, das er mit dem Magister Artium 2024 beendete.

Seitdem absolviert er seinen Pastoralkurs im Seelsorgebereich Ansbach Stadt und Land, er wurde im September 2025 zum Diakon geweiht. Zur praktischen Arbeit in Ansbach gehört der Unterricht in einer Grundschule oder Mittelschule, er leitete aber auch Beerdigungen. Die katholische Kirche hat zurzeit einen schweren Stand, für die Zukunft ist er sich aber sicher: „Es werden sich noch Strategien und Lösungen finden, wie sich die katholische Kirche gut aufstellt.“ 

Einziger Weihekandidat im Erzbistum Bamberg

Ermutigend ist für ihn, dass die Taufe junger Erwachsener zunimmt, die Sehnsucht nach Glauben ist also vorhanden, stellt Hartmann fest. Zum Glück sind die Gläubigen in der Jetztzeit mobil und nicht nur darauf angewiesen, die Pfarrei vor Ort für Gottesdienste zu besuchen. Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Pfarrei der Zukunft ist, dass Gläubige durch ihre Taufe und ihre Firmung Bereiche in der Pfarrei selbstverantwortet ohne Priester übernehmen können, etwa Bittprozessionen, Wallfahrten oder Maiandachten.

Die verbleibende Zeit vor der Priesterweihe nutzt er noch für letzte Vorbereitungen, etwa im Priesterseminar Bamberg und in Vierzehnheiligen. Nach der Priesterweihe übernimmt Hartmann zunächst eine Vertretung im Klinikum Bamberg und ist dann ab 15. August wieder in Ansbach, wo er bis zum nächsten Jahr bleibt. In diesem Jahr ist er im Erzbistum Bamberg der einzige Weihekandidat, in ganz Bayern werden zehn Priester geweiht. Sein Primizspruch: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich beim Namen gerufen, du bist mein.“

Priesterweihe im Dom in Bamberg

Die Priesterweihe von Daniel Hartmann durch Erzbischof Herwig Gössl beginnt am Samstag, 27. Juni, um 9 Uhr im Hohen Dom zu Bamberg. Am Sonntag, 28. Juni, feiert Daniel Hartmann dann seine erste Messe, die Primiz, in seiner Heimatpfarrei St. Otto. Zu diesem Fest lädt der Neupriester die Herzogenauracher ein. Um 10 Uhr beginnt der Gottesdienst, danach ist Festbetrieb mit Imbiss sowie Kaffee und Kuchen. Im Zeitraum von 14 bis 16 Uhr spendet er den individuellen Primizsegen. Um 16 Uhr beschließt eine feierliche Vesper in St. Otto den Tag.

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