Sie freut sich schon darauf, mit Kindern in der Vorweihnachtszeit ebenso wie mit älteren Menschen Zeit zu verbringen und ihnen Freude zu bereiten: Maria-Lucia Loistl, die in wenigen Tagen erstmals in die Rolle des Höchstadter Christkinds schlüpft. Bei der Eröffnung des Höchstadter Weihnachtsmarkts am Freitag, 6. Dezember, wird sie hunderte Kinderaugen wieder zum Strahlen bringen.
Die 17-Jährige hatte sich unter mehreren Bewerberinnen durchgesetzt, berichtet Susanne Bayer, die in der Stadtverwaltung für Kultur und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Und Bayer versichert auch, dass der Jury bei der Auswahl des Christkinds nicht bewusst war, dass Maria-Lucia Loistl als Auszubildende bei der Stadtverwaltung arbeitet. Ihr sei es wichtig, Berufliches und Privates strikt zu trennen, sagte das neue Christkind bei der offiziellen Vorstellung.
Christkind besucht Kindergärten, Altenheime und Vereine
Weil das Einsatzgebiet des Höchstadter Christkinds inzwischen von Vestenbergsgreuth bis Röttenbach reicht, spielte es keine Rolle, dass Loistl aus Frimmersdorf stammt. Rund 30 Termine kommen bis Weihnachten auf die 17-Jährige zu, ist sich Thomas Oppelt vom Stadtmarketing sicher: „Nach Corona nimmt das Interesse am Christkind wieder Fahrt auf.“ Und dass Kinder immer noch daran glauben, davon sind die Initiatoren ebenso überzeugt wie das Christkind selbst. Loistl: „Ein Brauch, den man erhalten sollte.“
So wird das neue Christkind nicht nur in Kindergärten, Altenheimen und ins Krankenhaus weihnachtliche Freude bringen, sondern kann auch von Vereinen und Familien engagiert werden. Die 17-Jährige freut sich schon über jedes Lächeln, das sie den Menschen ins Gesicht zaubern darf. Wer das Christkind bestellen möchte, kann das über 09193/626160 bei der Stadtverwaltung tun oder per Mail.
Erster Auftritt: Eröffnung des Weihnachtsmarktes
Frisiert und für die Auftritte eingekleidet wird das Christkind schon seit vielen Jahren im Salon Essler. Regina Essler hatte einst die Initiative ergriffen und Höchstadt ein eigenes Christkind beschert. Schwiegertochter Jessica Essler stieg vor 18 Jahren in diese Aufgabe ein. Jahrelang wählten die Esslers das Christkind aus den jungen Kundinnen ihres Salons, bis die Stadt übernahm.
Seinen ersten großen Auftritt hat das neue Christkind am Nikolaustag, wenn es um 18 Uhr den Höchstadter Weihnachtsmarkt feierlich eröffnet. Der Marktplatz wird wieder bis Sonntag, 15. Dezember, zehn Tage ein Treffpunkt für Menschen aus nah und fern, die weihnachtliche Stimmung bei einem täglich wechselnden Programm erleben möchten.
Vielseitiges Programm beim Weihnachtsmarkt
Susanne Bayer und Thomas Oppelt haben ein breites Angebot zusammengestellt, in dem fast alle Höchstadter Schulen und Kitas vertreten sind. Unterschiedlichste Musik wird zu hören sein – von „Klassik light“, präsentiert von Lehrern der Musikschule, bis zu rockigen Klängen der „Musiggfabrigg“ und der Band „Tricky Mojo“. Der Liederkranz ist dabei, die Stadtkapelle, die Blaskapelle Zentbechhofen, der Spielmannszug der Feuerwehr und das Duo „Franken Express“. Unter dem Motto „5nach5“ lädt die katholische Kirche St. Georg täglich zu Momenten der Besinnung ein. Für die Jüngsten gibt es „Geschichten am Weihnachtsschlitten“.
Das Ambiente auf dem Platz vor dem Rathaus soll noch schöner werden als in den vergangenen Jahren. Die überdachte Bühne steht neben dem Rathauseingang, bekommt eine Bühnenheizung und professionelle Beleuchtung. Die kalten Pflastersteine werden mit Hackschnitzeln überzogen. Mit zwölf Buden, Bühne und Karussell ist der Marktplatz an seiner Kapazitätsgrenze angekommen. Die Mehrzahl der Buden stellen Vereine und Ehrenamtliche, einige Gewerbliche schließen Angebotslücken. „Wir haben schon mit dem Gedanken gespielt, den Weihnachtsmarkt auf den Rathausinnenhof oder Schlossberg auszuweiten“, sagt Thomas Oppelt. Das wäre aber mit der Diskussion verbunden, wer dann wo stehen darf.
Das komplette Programm des 26. Höchstadter Weihnachtsmarktes gibt es unter anderem auf der Hompage der Stadt, im Amtsblatt und Plakaten.
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