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Leiterin der Musikschule
Ein Leben für die Musik: In Herzogenaurach endet eine Ära
Uli Nix und Margit Denk musizieren bei der Jahresversammlung zum 40. Jubiläum des Fördervereins der Musikschule Herzogenaurach
Uli Nix und Margit Denk musizieren bei der Jahresversammlung zum 40. Jubiläum des Fördervereins der Musikschule Herzogenaurach // Richard Sänger, Archiv
Signet des Fränkischen Tags von Richard Sänger
Herzogenaurach – Margit Denk hat die Musikschule in Herzogenaurach geprägt wie keine Leiterin vor ihr. Gerührt nimmt sie nun nach fast drei Jahrzehnten Abschied. Ihr Nachfolger steht bereits fest.

Ein Leben für die Musik: Das war das Motto von Musikschulleiterin Margit Denk, die jetzt nach mehr als 25 Jahren von Bürgermeister German Hacker, dem Förderverein, Wegbegleitern und den Lehrkräften im Sitzungssaal des Rathauses mit vielen Dankesworten und natürlich auch musikalisch verabschiedet wurde.

Leiterin der Musikschule Herzogenaurach verabschiedet

Im Jahr 1997 übernahm mit Margit Denk eine anerkannte Musiklehrerin und ausgewiesene Kirchenmusikerin die Leitung. Sie hatte Klavier, Orgel, Gesang und Dirigieren studiert, daneben spielt sie noch Tenorhorn und Blockflöte. Unter ihrer Führung setzte sie von Anbeginn auf Bewährtes, und drückte durch immer neue Akzente der Musikschule ihren ganz eigenen Stempel auf.

In den nahezu drei Jahrzehnten unter ihrer Leitung hat sich die Herzogenauracher Musikschule stark verändert und weiterentwickelt: Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler ist stetig angestiegen. Schülerbefragungen und extern durchgeführte Bewertungen, denen sich die Musikschule seit 2004 unterzieht, attestieren der Arbeit am Kirchenplatz 11 regelmäßig gute bis sehr gute Noten.

Neben der erreichten Qualität besticht die Bandbreite des Angebots. Um den finanziellen Spielraum zu erweitern wurde bereits 1998 ein eigener Förderverein gegründet, für dessen Vorsitz Altbürgermeister Hans Ort gewonnen werden konnte.

Violine und E-Gitarre an Musikschule Herzogenaurach

Nach seinem Tod im Jahr 2000 sprang Stadträtin und spätere Dritte Bürgermeisterin Doris Wüstner in die dadurch entstandene Lücke und führte den Verein mit großem Engagement zehn Jahre lang, bis 2010 ihr Sohn Bernd Wüstner das Ruder übernahm, dem jetzt Oliver Thiele vorsteht. „Ich finde es wunderbar, wenn immer wieder neue Menschen die Kraftquelle Musik für sich entdecken“, betonte Denk während der Feierstunde. Mit nahezu 20 Lehrkräften bietet die Musikschule heute eine große musikalische Vielfalt. Von Alter Musik über Klassik und Volksmusik bis hin zu Jazz, Folk, Rock und Pop, von Akkordeon bis Zither.

Bürgermeister German Hacker bedankt sich bei Margit Denk.
Bürgermeister German Hacker bedankt sich bei Margit Denk. // Richard Sänger

„Unsere Musikschule wurde am 1. Januar 1971 gegründet und ist seitdem ein fester, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil Herzogenaurachs. Sie leistet einen großen und wichtigen Beitrag zur Musiklandschaft in unserer bewegenden Stadt“, betonte Bürgermeister German Hacker bei der Verabschiedung. Gemeinsam mit ihrem engagierten und qualifizierten Lehrerkollegium habe Margit Denk dafür gesorgt, dass Jung und Alt die Möglichkeit erhielten, nahezu alle Instrumente zu erlernen. Das Spektrum ist groß und reicht von musikalischer Früherziehung über Instrumentalunterricht mit der Blockflöte, der Violine, der E-Gitarre und vieles mehr bis hin zum Vokalunterricht. Für jede und jeden ist etwas dabei.

Ensembles der Musikschule Herzogenaurach

Zusätzlich gibt es eine Vielzahl an Ensembles, bei denen Schüler die Gelegenheit haben, gemeinsam zu musizieren. So schafft die Musikschule eine Gemeinschaft von Menschen, die sich gern mit einem Instrument oder ihrer Stimme beschäftigen. Sie bekommen durch engagierte Lehrkräfte das Handwerkszeug, sich künstlerisch auszudrücken und sich die Welt der Musik zu erschließen. Die jüngsten unter den Schülerinnen und Schülern sind erst drei bis vier Jahre alt, die ältesten im Seniorenalter.

Ein Zweig, der angesichts des demografischen Wandels in Zukunft noch wichtiger werden wird, wie Margit Denk weiß: „Der jährliche Zuschuss der Stadt ist gut angelegt. Denn das ist eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft, denn Musik fördert das friedliche Miteinander.“ Johannes Göller (Kontrabass), Nachfolger von Margit Denk, hatte am Abschiedstag seinen 40. Geburtstag, trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, zusammen mit Roland Müller (Gitarre) und Markus Rießbeck (Saxofon) die Abschiedsfeier musikalisch zu umrahmen.

Bei Verabschiedung: Altbürgermeister Hans Lang

„Margit Denk hat der Bevölkerung mit ihren Konzerten viele unvergessliche Momente beschert und die Musikschule zu einem Aushängeschild der Stadt gemacht“, lobte Göller seine Vorgängerin. Zur Verabschiedung war auch Altbürgermeister Hans Lang gekommen, er hatte Margit Denk damals eingestellt. Und Stadtrat Franz-Josef Lang erinnert sich an ihre damalige Bewerbung und ihre Antwort auf seine Frage, ob sie sich diese große Aufgabe überhaupt zutraue. Sie habe schmunzelnd geantwortet: „Ich leite derzeit einen Männerchor …“ Sichtlich gerührt bedankte sich am Ende die langjährige Leiterin.

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