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Trotz Panne: So bunt war das Schlosshoffestival in Höchstadt
„Mythemia“ spielte am Freitag neben Folk und Rock eine Version des irischen Volksliedes „Whiskey in the Jar“ beim Schlosshoffestival in Höchstadt.
„Mythemia“ spielte am Freitag neben Folk und Rock eine Version des irischen Volksliedes „Whiskey in the Jar“ beim Schlosshoffestival in Höchstadt. // Bernd Sonntag
Signet des Fränkischen Tags von Bernd Sonntag
Höchstadt – Höchstadt erlebt ein denkwürdiges Schlosshoffestival. Die Fans erleben auf der Bühne und auf dem Campingplatz ihre Idole aus nächster Nähe. Warum aus einer Panne ein besonderer Moment entsteht.

Der zweite Tag des Schlosshoffestivals hat am Samstag, 8. August, für viele Besucherinnen und Besucher mit einem Konzert der Gruppe „Rüberhaufen Donnerkeil“ im Campingbereich begonnen. Es war eine perfekte Gelegenheit, der Musik zu lauschen und dabei andere Festivalgäste kennenzulernen. Derweil hat der eine oder andere vielleicht auch einmal staunend auf die Kennzeichen der Autos geguckt und dabei festgestellt, dass die Besucher aus ganz Deutschland eigens für das Festival für Mittelalter-Rock nach Höchstadt angereist sind.

Nach dem Campingkonzert ging es am Samstag pünktlich um 13 Uhr mit der Band „Vermaledeyt“ auf der Bühne im Schlosshof weiter. Die Band aus Memmingen hatte sich eigentlich 2014 schon aufgelöst. Dann brachte sie die Coronapandemie wieder zusammen. Und nun sind sie live in Höchstadt wieder da. Sie begeisterten mit einem Alleinstellungsmerkmal: Bei ihnen wird auch Französisch gesungen. Auch die bretonische Folkmusik, hört man im Bereich des Mittelalter-Rocks eher selten.

Danach folgte mit den aus Australien angereisten „Cloverhearts“ eine populäre und noch recht neue Band der Celtic-Punk-Szene. Warum das so ist, merkten die Zuschauer sehr schnell. Leadsänger und Wirbelwind Sam fegte nur so über die Bühne. Schnell mussten sie übrigens auch nach dem Auftritt sein, um den Flieger in Frankfurt noch rechtzeitig zu erwischen. Der sollte sie nach Italien zum nächsten Auftritt beim Montelago Celtic Festival bringen.

Rock, Folk und Metal im Schlosshof in Höchstadt

Tourtechnisch wesentlich ruhiger ließen es da „Vroudenspil“ aus dem Münchner Raum angehen. Die konnten den Festivaltag bis zum Ende genießen. Sie kosteten die Nähe zu den Fans so richtig aus. Musikalisch sorgte die in Höchstadt bestens bekannte Band für begeisterte Gesichter im Publikum. Das zeigte sich erfreut über die Rückkehr des Sängers „Ratz von der Planke“, der als jahrelange Stimme der Band wieder zurückgekehrt ist.

So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026 // FOTOGALERIE Bernd Sonntag
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026 // FOTOGALERIE Bernd Sonntag
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
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So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026 // FOTOGALERIE Bernd Sonntag
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So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
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So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026 // FOTOGALERIE Bernd Sonntag
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026 // FOTOGALERIE Bernd Sonntag
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
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So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026 // FOTOGALERIE Bernd Sonntag
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So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
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So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026 // FOTOGALERIE Bernd Sonntag
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So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026 // FOTOGALERIE Bernd Sonntag
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026 // FOTOGALERIE Bernd Sonntag
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026 // FOTOGALERIE Bernd Sonntag
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026 // FOTOGALERIE Bernd Sonntag
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026
So schön war das Schlosshoffestival Höchstadt 2026 // FOTOGALERIE Bernd Sonntag

Nach ihrem furiosen Auftritt 2025 waren die Kroaten von „Manntra“ auch 2026 eine feste Größe im Line-up des Festivals. Mit ihrer Musik, die von Metal über Alternative Rock bis zum Folk Rock und Folk Metal reicht, hatten sie schon 2025 das Publikum erobert. Daran knüpften sie in diesem Jahr nahtlos an. Und einen auf den Händen des Publikums surfenden Musiker sieht man auch nicht alle Tage. „Manntra“ und Höchstadt sind zu einer echten Liebesbeziehung geworden.

Höchstadt: Viel Pyrotechnik bei „Salatatio Mortis“

2024 waren die „Apokalyptischen Reiter“ zuletzt Gast in Höchstadt. Den bleibenden Eindruck von damals konnte die Band 2026 locker bestätigen. Mit ihrem Mix aus Death Metal, Folk und Melodic Metal waren die Thüringer auch diesmal die „musikalisch härteste“ Bereicherung des im abwechslungsreichen Musikprogramms der beiden Festivaltage. Mit einer sehenswerten Feuershow um Gaukler „Floxor“ stimmte man das Publikum auf den vermeintlichen Höhepunkt, den Auftritt von „Salatatio Mortis“, ein. Im Jahr 2000 als kleine Straßenmusikband angefangen, sind sie zu einer der größten (Mittelalter-)Bands, die Deutschland zu bieten hat, gereift.

Die Gruppe ist regelmäßig auf den größten Festivals von Wacken bis zum Summer Breeze dabei. Davon zeugt auch der Fuhrpark. Die Band war mit zwei Nightlinern inklusive großer Crew und einem riesigen Truck angereist. Einen Auftritt mit so vielen Pyroeffekten hatte es in Höchstadt in den 19 Jahren vermutlich noch nicht gegeben.

Stromausfall bei „Saltatio Mortis“ in Höchstadt

Es müssen aber nicht immer die spektakulärsten Showelemente sein, um ein Publikum zu begeistern. Das sah man beim Auftritt von „Saltatio Mortis“ besonders gut, als just in dem Moment, als man musikalisch etwas zu den Wurzeln zurückkehren wollte, der Strom ausfiel. Es war die einzige technische Panne eines bestens organisierten Festivals. Sie führte unabsichtlich zu einem ganz besonderen Gänsehautmoment, als Sänger Alea das Menschenmeer im Schlossinnenhof mit seiner Stimme beeindruckte.

Anschließend forderte der Sänger die Menschenmenge zum Tanzen auf, um dann singend mittendrin mitzumischen. Und auch das Drachenboot-Rodeo ließ er sich nicht nehmen, als er sich mit seinem Drachenboot auf den Händen des Publikums so richtig durchrütteln ließ. Nach dem Konzert, wenn die „ganz Großen“ oft auch ganz schnell verschwunden sind, war es für ihn selbstverständlich, noch für Fotos und den einen oder anderen netten Plausch an der Bühne zur Verfügung zu stehen.

Schlosshoffestival in Höchstadt: Zwei Tage Mittelalter-Rock

Highlight des ersten Tags des Festivals war am Freitag, 7. August, das Konzert des Headliners „Mr. Hurley und die Pulveraffen“. Die Piratenband aus dem karibischen Osnabrück, wie sie sich immer charmant vorstellt, legte einen denkwürdigen Auftritt hin. Zudem setzten sie mit dem Song „Haifisch“ und einer sehr bewegenden Ansage dazu ein Zeichen gegen Faschismus. Wie in jedem Jahr konnte das Festival dank vieler freiwilliger Helfer auf die Beine gestellt werden. Daneben hat auch das Catering inzwischen einen legendären Ruf bei den Musikerinnen und Musikern.

Daran wird sich vermutlich auch im nächsten Jahr nichts ändern. 2027 feiert das Schlosshoffestival sein 20-jähriges Bestehens. Nicht nur die vielen Wiederholungstäter unter den Besuchern dürften gespannt sein, was Veranstalter Thomas Ackermann, dazu wieder aus dem Hut zaubert. Mit „Subway to Sally“, „Schandmaul“, dem „Saint City Orchestra“ und „Varg“ sind vier Bands schon einmal vorab verraten. Die Namen versprechen schon jetzt, dass es zum zwanzigsten Schlosshoffestival musikalisch wieder abwechslungsreich wird.

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