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Berühmte Werke
Andy Warhol in Erlangen zu sehen
Kunst als Party: Das Kunstpalais in Erlangen will mit der neuen Ausstellung „High Five“ die Kunst als Fest und Happening präsentieren.
Kunst als Party: Das Kunstpalais in Erlangen will mit der neuen Ausstellung „High Five“ die Kunst als Fest und Happening präsentieren. // David Häuser/Kunstpalais
Signet des Fränkischen Tags von Nikolas Pelke
Erlangen – Unter dem Titel „High Five“ zeigt das Kunstpalais in Erlangen eine Sammlung in Bewegung, die bis zum Mai immer wieder neu entdeckt werden kann. Nun denkt man sogar über ein neues Museum in der Stadt nach.

Normalerweise laufen Ausstellungen in Museen immer nach dem gleichen strengen Muster ab: Erst müssen alle alten Bilder raus, dann kommen alle neuen Bilder an die Wand.

Das bleibt dann meistens so bis zum Ende der Schau. Das Kunstpalais in Erlangen ist nun auf die Idee gekommen, dieses strikte Schema ein wenig zu durchbrechen – und eine Ausstellung in Bewegung zu zeigen.

Mit „High Five“ ist der Titel der Schau selbstverständlich bewusst gewählt. „Wir wollen Kunst feiern – wie beim Abklatschen“, sagt Malte Lin-Kröger und findet, dass Kunst nicht immer ernst und trocken serviert und konsumiert werden muss.

Gleich zum Auftakt hat das Kunstpalais eine große Party geschmissen, zwei coole Bands zur Vernissage auf die Bühne geholt. Immer wieder soll laut den Machern der rotierenden Kunstschau die Hängung der Werke während der laufenden Ausstellung spannungsreich verändert werden.

Werke von Beuys in Erlangen gelagert

Damit sollen die Besucher nicht nur einen guten Grund bekommen, die Ausstellung, die immerhin bis zum nächsten Mai im Kunstpalais zu sehen ist, immer wieder neu zu besuchen. Das Motto der Bewegung passt auch zu den ausgestellten Werken.

Schließlich können sich das Kunstpalais aus dem gesamten Fundus der Kunst-Sammlung der Stadt Erlangen bedienen – und die zählt immerhin fast 5000 Werke. Zum Auftakt der Schau haben Amely Deis als Ausstellungskuratorin und Malte Lin-Kröger als Sammlungskurator den Fokus beispielsweise auf leuchtende Farbexperimente von Rupprecht Geiger, Nan Goldins nahbare Fotografien über Leben und Tod und die hypnotische Videoskulptur von Raphaela Vogel gelegt.

Den Name der Ausstellung hat sich das Kunstpalais vom Titel dieses Werkes „High Five“ von Yarisal und Kublitz abgeschaut.
Den Name der Ausstellung hat sich das Kunstpalais vom Titel dieses Werkes „High Five“ von Yarisal und Kublitz abgeschaut. // Matthias Kolb/Kunstpalais

Zusätzlich dürfen natürlich auch „große Namen“ aus der Städtischen Sammlung wie Julius von Bismarck nicht fehlen, der sich wie immer ziemlich humorvoll mit Natur und Wissenschaft auseinandersetzt. Zum Auftakt ist auch die berühmte Electric-Chairs-Serie von Andy Warhol ausgestellt.

Der Nachschub scheint dem Kunstpalais aber nicht so schnell auszugehen. „Wir haben wirklich noch sehr viele Werke, die wir gerne zeigen wollen“, sagt Lin-Kröger und nimmt gleich den nächsten Kunststar in den Mund.

Dauerkarte Palais beim Schlossplatz

„Wir haben zum Beispiel noch keine Beuys-Werke gezeigt. Die wollen wir ab Herbst unbedingt noch zeigen“, sagt der Sammlungskurator und erzählt, dass man mit den Beständen aus der Kunstkollektion der Hugenottenstadt gut und gerne auch ein eigenes Museum dauerhaft bestücken könnte.

„Daher wollen wir über einen längeren Zeitraum möglichst viele Werke aus der Sammlung zeigen.“ Der Clou: Ein Eintrittsticket gilt für die gesamte Dauer der Ausstellung und funktioniert daher praktisch wie eine Mini-Dauerkarte für das Museum im namensgebenden Stutterheim'schen Palais beim Schlossplatz.

Die Besucher der genauso bewegenden wie empfehlenswerten Ausstellung sollen damit explizit zum Wiederkommen animiert werden.

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