Adelsdorfs und Höchstadts Partnergemeinden haben jüngst ganz groß ihre landestypischen Traditionen gefeiert. In den beiden Orten in Italien und Irland waren etliche Menschen auf den Straßen unterwegs. In der italienischen Partnergemeinde Adelsdorfs feierte man etwa das Frühlingsfest zu Ehren von San Giuseppe (St. Josef). Da der Nachbarort Ronago vor kurzem eingemeindet wurde, nennt sich die Gemeinde nicht mehr Uggiate Trevano sondern Uggiate con Ronago (con heißt mit). Am 19. März war der Tag des Hl. Josef.
Am Sonntag zuvor, dem 17. März, lud Uggiate con Ronago, zum ersten Frühlingsfest der Region ein. Die „Fiera di San Giuseppe“, das San Giuseppe-Fest, besuchen immer viele Leute aus der ganzen Umgebung. Diesmal sollen es rund 10.000 Besucher gewesen sein. Italiens König Vittorio Emanuele II. hatte am 17. März 1861 das zersplitterte Land zu einem Nationalstaat vereinigt und genau an diesem wichtigen Tag gab er damals den Uggiatesern die Erlaubnis jährlich an San Giuseppe einen Jahrmarkt abzuhalten. Seit dieser Zeit ist diese „Fiera“ das größte und erste Frühlingsfest der Region.
58 Bancarelle bei Giuseppe-Fest in Uggiate con Ronago
Auch bis weit in die Schweiz hinein ist es bekannt und beliebt. Im Festgottesdienst in der Kirche des Heiligen Josef von Somazzo wurde der Josefstag feierlich begonnen. Im Anschluss an den Festgottesdienst geht es dann direkt zum Jahrmarkt, einem großen Markt mit diesmal 58 Ständen, wo von süßen Leckereien, wie den „Tortelli di San Giuseppe“ (frittierte Minikrapfen), Wurstbrötchen, Kleidung und Spielzeug bis hin zu Haustieren wie Hundewelpen und Vögeln, nebst Ziegen, Kühen und Eseln alles zu haben ist, was das Herz begehrt. Uggiate selbst ist ein traditionelles Straßendorf mit einer lang gezogenen und gewundenen Hauptstraße, entlang welcher sich links und rechts viele „bancarelle“ (Buden) reihen. Heuer waren es 58 Stände. Unterbrochen werden diese von fliegenden Händlern.
Natürlich hatte das dortige Partnerschaftskomitee seinen eigenen Stand, wie auch etliche Vereine. Die Viehausstellung befand sich auf dem Piazzale Europa in einem Zelt. Zum ersten Mal gab es – zum Leidwesen der Bevölkerung – keinen „Lunapark“ mit Fahrgeschäften. Die Sicherheit war der Grund. Trotzdem genossen alle das Fest bei gutem Wetter. In Castlebar, der irischen Partnergemeinde Höchstadts, war ebenfalls ein buntes Treiben zu sehen.
St. Patricks's Day in Höchstadt und New York
Wie in Irland, aber auch in vielen Städten der Welt wie NewYork, Sidney, in München und auch in Höchstadt wurde der St. Patrick’s Day gefeiert (wir berichteten). Etwa 12.000 Gäste säumten in Castlebar die Straßen, um den Festzug zu bewundern. Der St. Patrick’s Day zu Ehren des Heiligen Patricks ist in Irland ein Feiertag. Diesmal fiel er auf einen Sonntag. Am Samstag zogen Schulkinder durch die Straßen.
Bei Festzügen spielt eine sogenannte Marching Band und Kinder blasen mit ihren Tin Whistles, irischen Klangpfeifen, irische Meldodien. Überall herrscht die Farbe grün vor. Sogar die Liffey, ein Fluss durch Dublin, wurde grün eingefärbt. Neben der großen Party zum St. Patrick’s Day in Höchstadt vergaß man nicht, den Karpfen Fridolin im Karpfenkreisel in grünes Licht zu tauchen.
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