Dorffest
Röttenbach feiert nach Corona-Pause wieder Party
Beim Dorffest in Röttenbach gab es neben Ansprachen auch Musik und viel Unterhaltung.
Beim Dorffest in Röttenbach gab es neben Ansprachen auch Musik und viel Unterhaltung.
Foto: Sigrun Hannemann
Röttenbach – Beim Dorffest in Röttenbach zum 700. Jubiläum der Gemeinde gab es eine Siegerparty für Radfahrer. Aber auch nachdenkliche Worte fehlten nicht.

2022 kann in Röttenbach das traditionelle Dorffest nach zweijähriger Corona-Zwangspause endlich wieder stattfinden. In diesem Jahr steht alles unter dem Motto der 700-Jahr-Feier der Gemeinde.

Mit großem Jubel für die besten Teilnehmer beim Wettbewerb „Stadtradeln“ eröffnete Bürgermeister Ludwig Wahl die große Dorfparty. Den Siegerplatz für die meisten gefahrenen Kilometer belegte das Team „Röttenbacher Blasmusik“ mit insgesamt 7189 Kilometern bei 27 Teilnehmern. Auf Platz 2 landete der Bund Naturschutz (BN) mit 5599 Kilometern bei 20 Teilnehmern.

508 Kilometer mit 79 Jahren

Besonderen Applaus fanden die 508 geradelten Kilometer von Magdalene Eisfeld (BN), die mit ihren 79 Jahren die älteste Teilnehmerin am „Stadtradeln“ war. „Ich radele schon seit meinem zwölften Lebensjahr und kann mir kein besseres Fortbewegungsmittel vorstellen“, erklärte die begeisterte E-Trike-Radlerin, „mein Dreirad ist ein sehr sicheres Fahrrad, mit dem man bequem und klimafreundlich einkaufen fahren kann.“

Ludwig Wahl dankt  Magdalene Eisfeld, älteste Radlerin beim „Stadtradeln“.
Ludwig Wahl dankt Magdalene Eisfeld, älteste Radlerin beim „Stadtradeln“.
Foto: Sigrun Hannemann

Im Anschluss an die Siegerehrung feierten die Röttenbacher ausgelassen bis spät in die Nacht, mit musikalischer Begleitung von „DJ Kane“ mit Hits der 80er und 90er Jahre.

Ökumenischer Gottesdienst

Mit dem ökumenischen Gottesdienst „700 Jahre unter Gottes Schirm“ startete das große Dorffest am zweiten Tag, das in diesem Jahr von einem Friedenslied der Ukrainer begleitet wurde.

Sie alle sind fleißig geradelt.
Sie alle sind fleißig geradelt.
Foto: Sigrun Hannemann

Flüchtlinge aus der Ukraine

In einer kurzen Eröffnungsrede erwähnte Wahl ganz besonders das große Engagement der Röttenbacher bei der Hilfe für die ukrainischen Flüchtlinge. „Alle 70 sind inzwischen in Familien untergekommen, und wir konnten letzte Woche das erste ukrainische Baby begrüßen“, berichtete der Bürgermeister Mit den sehr nachdenklichen Worten „Möge sich dieser Krieg nicht weiter ausbreiten, damit Röttenbach auch weiterhin eine lebenswerte Gemeinde bleibt“ übergab er das Fest an die Röttenbacher Blasmusik, die fröhliche Stimmung mit der Polka „Böhmischer Traum“ verbreitete.

Bei der Bastelaktion vom Bund Naturschutz ging es um die der „Dosenbiene“.
Bei der Bastelaktion vom Bund Naturschutz ging es um die der „Dosenbiene“.
Foto: Sigrun Hannemann

Röttenbachs Vereine hatten ein riesiges kulinarisches Angebot vorbereitet. Die Kinder hatten den größten Spaß beim Bullenreiten. Nachdem alle erschöpft waren, stürmten vor allem die Mädchen zur Bastelaktion der „Dosenbiene“ vom Bund Naturschutz. Bis zum Abschluss des Festes saßen bunt geschminkte Kinder am Tisch und wickelten ganz konzentriert schwarze und gelbe Wolle um ausrangierte Dosen, die am Schluss mit Wackelaugen versehen und mit Heu ausgestopft werden konnte.

Bürgermeister Ludwig Wahl (l.) und Elke Klermund besuchen Thomas Storch in der Ausstellung „Zeidnwandl“, die noch weiterhin zu sehen ist.
Bürgermeister Ludwig Wahl (l.) und Elke Klermund besuchen Thomas Storch in der Ausstellung „Zeidnwandl“, die noch weiterhin zu sehen ist.
Foto: Sigrun Hannemann

Im Wintergarten konnten noch einmal die Fotos der Ausstellung „Zeidnwandl“ besichtigt werden, die lange Zeit im Foyer des Rathauses zu sehen war. Thomas Storch führte sein Video „Flug über Röttenbach“ vor. „Es gab circa 250 interessierte Besucher im Wintergarten“, erklärte Storch begeistert. Die Ausstellung kann aktuell im Rahmen der offiziellen Öffnungszeiten der Bücherei und des Fairtrade-Ladens besichtigt werden.

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