Pommersfelden
Schloss Weißenstein: Das Versailles von Franken
Die Frontansicht zeigt das hufeisenförmige Hauptgebäude  mit seinem hervorspringenden Mittelbau.
Die Frontansicht zeigt das hufeisenförmige Hauptgebäude mit seinem hervorspringenden Mittelbau.
Foto: Schlossverwaltung
Der Marstall gegenüber des Hauptbaus ist Teil des barocken Ensembles, das sich durch seine Symmetrie auszeichnet.
Der Marstall gegenüber des Hauptbaus ist Teil des barocken Ensembles, das sich durch seine Symmetrie auszeichnet.
Foto: Schlossverwaltung
Das Schloss gibt auch von der Parkseite ein beeindruckendes Bild ab. Die Anlage wurde  als Englischer Landschaftspark angelegt.
Das Schloss gibt auch von der Parkseite ein beeindruckendes Bild ab. Die Anlage wurde als englischer Landschaftspark angelegt.
Foto: Schlossverwaltung
Das dreigeschossige Treppenhaus ist das Herzstück des Schlossinneren. Hier fand das barocke Empfangszeremoniell statt.
Das dreigeschossige Treppenhaus ist das Herzstück des Schlossinneren. Hier fand das barocke Empfangszeremoniell statt.
Foto: Schlossverwaltung
Der reich verzierte Marmorsaal beeindruckt nicht nur durch seine Kronleuchter, sondern wird auch für Konzerte genutzt.
Der reich verzierte Marmorsaal beeindruckt nicht nur durch seine Kronleuchter, sondern wird auch für Konzerte genutzt.
Foto: Schlossverwaltung
In der Muschelgrotte findet der Besucher eine prunkvolle Ausstattung und viele Ornamente an der Decke vor.
In der Muschelgrotte findet der Besucher eine prunkvolle Ausstattung und viele Ornamente an der Decke vor.
Foto: Schlossverwaltung
Das Damwild scheint sich im Schlosspark wohl zu fühlen.  Er entstand im 19 Jahrhundert.
Das Damwild scheint sich im Schlosspark wohl zu fühlen. Er entstand im 19 Jahrhundert.
Foto: Schlossverwaltung
Sven Dörr von Sven Dörr Fränkischer Tag
Pommersfelden – Wer prunkvolle Schlösser sucht, muss nicht in den Norden Frankreichs reisen. Auch am Rande des Steigerwaldes gibt es ein barockes Schmuckstück.

Schloss Weißenstein ist vieles: beliebtes Touristenziel, Filmkulisse, die ehemalige Sommerresidenz eines deutschen Kurfürsten, Heimat einer bedeutenden Kunstsammlung, Damwildgehege und eines der besterhaltenen Barockschlösser Deutschlands.

Ab Freitag ist das Schloss am Ortsrand Pommersfeldens der Ausstellungsort der Gartenlust: Vom 25. bis zum 27. März stellen Gärtnereien, (Kunst-) Handwerker und viele mehr ihre Waren aus. Ab dem 1. April sind zudem wieder Besichtigungen im Schloss möglich.

Nichts Vergleichbares in ganz Frankreich

Das hufeisenförmige Gebäude fasziniert vor allem durch seine Architektur. Zwischen 1711 und 1718 entstand es unter Leitung des Wiener Hofarchitekten Maximilian von Welsch nach den Plänen des bekannten Bamberger Architekten Johann Dientzenhofers. „Ich bin starr vor Staunen, denn es gibt in ganz Frankreich nichts Vergleichbares und so Großartiges“, sagte einst Germain Boffrand, der Hofarchitekt Ludwigs XIV, des Sonnenkönigs. 

Das Damwild scheint sich im Schlosspark wohl zu fühlen.  Er entstand im 19 Jahrhundert.
Das Damwild scheint sich im Schlosspark wohl zu fühlen. Er entstand im 19 Jahrhundert.
Foto: Schlossverwaltung
In der Muschelgrotte findet der Besucher eine prunkvolle Ausstattung und viele Ornamente an der Decke vor.
In der Muschelgrotte findet der Besucher eine prunkvolle Ausstattung und viele Ornamente an der Decke vor.
Foto: Schlossverwaltung
Der Marstall gegenüber des Hauptbaus ist Teil des barocken Ensembles, das sich durch seine Symmetrie auszeichnet.
Der Marstall gegenüber des Hauptbaus ist Teil des barocken Ensembles, das sich durch seine Symmetrie auszeichnet.
Foto: Ingo Baeuerlein/Schlossverwaltung
Das Schloss gibt auch von der Parkseite ein beeindruckendes Bild ab. Die Anlage wurde als englischer Landschaftspark angelegt.
Das Schloss gibt auch von der Parkseite ein beeindruckendes Bild ab. Die Anlage wurde als englischer Landschaftspark angelegt.
Foto: Schlossverwaltung
Das dreigeschossige Treppenhaus ist das Herzstück des Schlossinneren. Hier fand das barocke Empfangszeremoniell statt.
Das dreigeschossige Treppenhaus ist das Herzstück des Schlossinneren. Hier fand das barocke Empfangszeremoniell statt.
Foto: Schlossverwaltung
Der reich verzierte Marmorsaal beeindruckt nicht nur durch seine Kronleuchter, sondern wird auch für Konzerte genutzt.
Der reich verzierte Marmorsaal beeindruckt nicht nur durch seine Kronleuchter, sondern wird auch für Konzerte genutzt.
Foto: Schlossverwaltung

Besonders das 8000 Kubikmeter große Treppenhaus mit seiner zweiläufigen Treppe beeindruckt durch sein Deckenfresko. Das aufwendige Gemälde Rudolf Byss’ und Giovanni Francesco Marchinis zeigt die damals bekannten vier Kontinente in eindrucksvollen Motiven und Farben.  Dafür hatten die Gäste des Bauherren Lothar Franz von Schönborn (1655-1729) aber wohl kaum ein Auge, wenn sie das Gebäude betraten: gemäß dem typisch barocken Zeremoniells hatten sie sich alle paar Stufen vor dem Hausherren zu verbeugen, während dieser an der Balustrade stand. 

Eine weitere Besonderheit Schloss Weißensteins ist die Sala Terrana auf der Nordseite: Verzierte Muscheln, Glaskugeln, Edelsteine und Mineralien. Neben der außergewöhnlichen Ausstattung auffällig: Die Kühle des Raums, die zu einer besonderen Atmosphäre beiträgt. Auch die privaten Zimmer des Bauherren sind original erhalten und bieten einen authentischen Blick auf die Lebensverhältnisse Lothar Franz von Schönborns. 

Der war nicht nur der Bamberger Fürstbischof, sondern auch als Kurfürst einer der mächtigsten Männer im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. 

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