Zum Saisonende hat das Herzogenauracher Freibad wieder die Meute von der Leine gelassen. Die Vierbeiner zahlten fünf Euro Eintritt, die Zweibeinigen Begleiter konnten umsonst ins Freibad. Aber dieses Jahr durften sie nicht mit ins Wasser steigen.
Michael mit seinem Hund Arti ist stinksauer. Auf der Homepage wird damit geworben, dass die Menschen mit ins Wasser gehen dürfen. Für seinen Arti ist das auch wichtig, weil er sich alleine nicht unbedingt ins Wasser traut. Zudem ärgert sich Michael darüber, dass die Hundewiese an der Aurach zur Straße hin nicht eingezäunt ist. Die Hinterlassenschaften der Wildgänse sind ebenfalls ein Ärgernis. Weder Mensch noch Hund haben Freude daran, in Vogelkot treten zu müssen, meint er.
Badeverbot für Zweibeiner
Für den Hundebadetag hat das Gesundheitsamt wohl kurzfristig ein Badeverbot für die menschlichen Begleiter erlassen. Letztes Jahr waren insbesondere die Kinder begeistert, mit ihren Hunden planschen zu dürfen. Als „moralische Unterstützung“ für eher wasserscheue oder ängstliche Hunde wäre die Begleitung im Wasser schön gewesen, wie enttäuschte Hundebesitzer wissen lassen.
Grundlage für das Verbot sind hygienische Gründe, war zu lesen. Das Wasser wurde seit Tagen nicht mehr behandelt – für die Hunde, die in der Mehrzahl waren, sicherlich gut. Die reduzierte Chlorung soll Augenreizungen und Magen-Darm-Beschwerden bei den Fellnasen verhindern helfen.
Die Teilnehmerzahl erreichte nicht ganz den Rekordwert des Vorjahres. Dennoch tummelten sich auf der Wiese und im Schwimmbecken genügend Hunde, die einfach nur Spaß hatten. Rund 75 Prozent gingen ins Wasser und holten etwa die von Frauchen oder Herrchen ins Becken geworfene Spielzeuge wieder zurück. Andere nutzen die Gelegenheit, sich zu beschnüffeln oder zu jagen. Zur Belohnung gab es dann noch ein Hundeeis.
Hundebesitzer konnten sich bei diversen Info- und Verkaufsständen über die aktuellen Trends rund um den Hund informieren. Von der professionellen Hunde-Urlaubsbetreuung von Max Hehr, der auch eine Hundeschule in Herzogenaurach betreibt, über einen Infostand von Anubis Tierbestattungen bis hin zum Verein „Grund zur Hoffnung“, der sich unter anderem um Straßenhunde in Bulgarien kümmert.
Ein besonderer Fokus wurde auf Ernährung und Nahrungsergänzung gelegt. Reico bietet ein großes Sortiment, was auch vor Ort verkostet werden konnte. Manche Hunde waren allerdings recht ungestüm und rannten den Stand mit den dargeboten Leckerli einfach um.













