Herzogenaurach
– Vorerst zum letzten Mal präsentiert der Herzogenauracher Sportartikelhersteller ein Trikot für die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Ab 2027 übernimmt Nike als Ausrüster. Wie hat sich das DFB-Textil über die vergangenen 30 Jahre verändert? Wir zeigen es in unserer Bildergalerie.
Weiß-Schwarz trägt Nick Woltemade seit einigen Monaten regelmäßig - bei seinem neuen Arbeitgeber Newcastle United. Bei der Nationalmannschaft kommt nun mit dem am Mittwoch offiziell vorgestellten WM-Trikot etwas mehr Farbe ins Spiel. Und das gefällt dem 23-jährigen Stürmer.
„Ich mag diesen Look wirklich sehr, der ist so schön Retro. Ich finde es Weltklasse und freue mich darauf, bald darin zu spielen“, so Woltemade in der Adidas-Mitteilung. Es wird vorerst das letzte Heimtrikot des Herzogenauracher Sportartikelherstellers sein. Ab 2027 wird Nike den DFB ausrüsten.
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Zuvor spielt Deutschland im neuen Adidas-Trikot aber noch die Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA. Ob es für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann für das Finale am 11. Juni 2026 in Mexiko-City reicht? Das neue Textil soll zumindest gute Erinnerungen wecken. Denn das Trikot sei eine „Hommage an die größten Erfolge und legendärsten Trikots“.
Ist das noch Nick Woltemade oder schon Rudi Völler in früheren Jahren? Der Stürmer von Newcastle United im neuen DFB-Dress. // Adidas
Anlehnungen an 90er-Jahre-Trikots
Es ist weiß, an den Seiten, wie gewohnt, mit schwarzen Adidas-Streifen. Vorne ein Rautenmuster, selbstverständlich in den Farben Schwarz, Rot und Gold. Die Hose ist schwarz und die Stutzen sind weiß. Das Trikot kostet 100 Euro (Kindergrößen 75 Euro).
Das Rautenmuster mit Zickzack ist an das Trikot von 1994 angelehnt. In diesem Jahr richtete die USA zum ersten Mal die Weltmeisterschaft aus. Der Gewinner damals war aber nicht Deutschland, sondern Brasilien. Anders im Jahr 1990: In diesem Jahr gewann Deutschland den Titel. Auch vom damaligen Trikot ließ man sich inspirieren.
Wir machen die Zeitreise und zeigen in unserer Bildergalerie alle DFB-Heimtrikots der vergangenen 22 Jahre.
Beim Spiel Oberwohlsbach gegen Türkgücü Neustadt gab es nicht nur eine rote Karte, sondern auch einen Polizeieinsatz. Es folgten Anzeigen wegen Körperverletzung und Beleidigung. // FOTOGALERIE
Foto: Franziska Schäfer; gemini
Bei der Fußball-WM 1990 gewann die deutsche Mannschaft um Lothar Matthäus und Rudi Völler in ihren Trikots mit Rauten-Muster. Wenn das mal kein gutes Omen für die neuen Rauten-Trikots ist. // FOTOGALERIE
Archiv/Martina Hellmann, dpa
EM 1996: Jürgen Klinsmann feiert im schlichten Trikot. Rot-Schwarz-Gold gibt es nur dezent am Ärmel - und an der Kapitänsbinde. // FOTOGALERIE
Archiv/Oliver Multhaup, dpa
WM 1998: Jürgen Klinsmann und Oliver Bierhof im weißen Trikot mit schwarz-rot-goldenen Querstreifen auf Höhe der Nummer. // FOTOGALERIE
Archiv/Patrick Hertzog, dpa
Das Trikot zur EM 2004: Recht klassisch, doch im Gegensatz zum Vorjahr wieder mit mehr Farbe. Schwarz-Rot-Gold an den Ärmeln. Michael Ballack & Co. brachte das Trikot in Portugal aber kein Glück. // FOTOGALERIE
Archiv/Oliver Berg, dpa
Das Trikot zur Heim-WM 2006: Das Heimtrikot der Fußball-WM 2006 mit schwungvollen Muster an der Seite in den Deutschland-Farben. Michael Ballack (rechts) und dem damaligen Adidas-Boss Herbert Hainer gefiel es. // FOTOGALERIE
Archiv/Achim Scheidemann, dpa
EM 2008: Bastian Schweinsteiger (links) und Lukas Podolski im ohne "Rauten-Retro-Look". // FOTOGALERIE
Achim Scheidemann, dpa
Bei der EM 2010 wurde es wieder sehr schlicht: fast nur weiß und schwarz, als Akzent die Deutschlandfarben in einem dünnen Streifen rechts. Für Lukas Podolski (rechts) und Mesut Özil war es ein erfolgreiches Turnier. // FOTOGALERIE
Archiv/Friso Gentsch, dpa
Streifen mal anders bei der EM 2012 mit Kapitän Philipp Lahm: drei dünne Querstriche in den Farben Schwarz, Rot und satt Gold. // FOTOGALERIE
Archiv/Moritz Müller, Imago
Das Weltmeister-Dress: 2014 musste das Trikot einiges aushalten: Deutschland wurde Weltmeister und das mit ganz viel Rot auf dem Shirt. // FOTOGALERIE
Archiv/Marcus Brandt, dpa
2016 hat Adidas ganz auf Schwarz, Rot und Gold verzichtet. Der große Wurf für Bastian Schweinsteiger & Co. blieb bei der Europameisterschaft aus. // FOTOGALERIE
Archiv/Federico Gambarini, dpa
Bei der WM im Jahr 2018 sind die Rauten ganz in schwarz-weiß gehalten. Sportlich war die Weltmeisterschaft in Russland für Toni Kroos und Marco Reuß ein Flop. // FOTOGALERIE
Archiv/Frank Augstein, ap/dpa
Das Heimtrikot bei der EM 2021 im Matrosen-Look. Rot, Schwarz, Gold gibt es nur am Rand des Ärmels. // FOTOGALERIE
Archiv/Daniel Gonzales Acuna, dpa
Bei der WM 2022 in Katar lief Deutschland in einem Trikot mit einem breiten schwarzen Längsstreifen auf. Marius Wolf aus Einberg (Landkreis Coburg) trug das Jersey später dann auch in der EM-Qualifikation. // FOTOGALERIE
Archiv/ Nico Herbertz, Imago
Bei der EM 2024 gab es wieder viel weiß, mit Deutschland-Farben auf den Schultern. // FOTOGALERIE
Archiv/Daniel Karmann, dpa
David Raum veröffentlichte zuletzt einen Screenshot einer Beleidigung. // FOTOGALERIE
Archiv/Tom Weller, dpa
Da kommt ganz viel Nostalgie auf: Leon Goretzka im DFB-Trikot für die Weltmeisterschaft 2026 // FOTOGALERIE
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