Der Football-Bayernligist Hemhofen Gechers trauert um seinen Headcoach Dale Heffron. Der US-Amerikaner ist mit 70 Jahren verstorben, wie die Gechers am Sonntagabend auf ihren sozialen Kanälen mitteilten. "Wir waren tief erschüttert, als wir von seinem Tod, nur kurz nach unserem letzten Saisonspiel erfahren mussten", heißt es.
Zwölf Jahre in Europa trainiert
Heffron stammt aus Minnesota und hatte sein Leben komplett dem American Football verschrieben. Als Spieler schaffte er es Ende der 1970er Jahre in den Kader der Oakland Raiders. Danach startete er eine erfolgreiche Trainerkarriere im US-College-Football. Seit 2012 arbeitet er in Europa. Seine erfolgreichste Zeit hatte Heffron von 2016 bis 2019 bei den Marburg Mercenaries. Die führte er in die Play-offs der German Football League 1 (GFL1), der höchsten deutschen Liga.
Hilfsaktionen in der Ukraine
Darüber hinaus coachte er in Landsberg, Paderborn und Bielefeld. Außerhalb Deutschlands war er in Italien und der Ukraine aktiv. Heffron ist in der Ukraine auch nach Kriegsausbruch geblieben, um vor Ort zu helfen. Er organisierte vor allem Hilfsaktionen für Waisenkinder und Tiere.
Im Frühjahr dieses Jahres kam der erfahrene Trainer nach Hemhofen. Mit dem Ziel Play-offs angetreten, erfüllte er die Erwartungen nicht nur, er übertraf sie. Die Gechers kürten sich Ende Juli zum Meister der Bayernliga Nord. In den Play-offs verpasste Hemhofen den Aufstieg nur knapp.
Der Nachruf der Gechers im Wortlaut:
Die Footballmannschaft der Hemhofen Gechers trauert um ihren geschätzten Coach Dale Heffron, der kürzlich verstorben ist.
Wir waren tief erschüttert, als wir von seinem Tod, nur kurz nach unserem letzten Saisonspiel erfahren mussten.
Dale war nicht nur ein Coach, sondern ein wahrer Mentor, der es in diesem Jahr geschafft hat, das Team zur Meisterschaft zu führen. Nur knapp verpasste er mit uns den Aufstieg, was den Ehrgeiz und die Leidenschaft, die er in seine Arbeit steckte, eindrucksvoll unterstreicht.
Dale war ein Mann, der die Footballwelt in vollen Zügen lebte. Seine Begeisterung für den Sport war ansteckend und inspirierte sowohl Spieler als auch Kollegen. Er war viel in der Welt unterwegs und brachte von seinen Reisen wertvolle Erfahrungen und Einsichten mit, die das Team bereicherten.
Trotz seiner zahlreichen Stationen war Hemhofen für ihn ein besonderer Ort, an dem er nicht nur sportlich, sondern auch menschlich tiefe Spuren hinterließ.
Sein Tod hinterlässt eine große Lücke, doch sein Vermächtnis wird in den Herzen der Gechers und all jener, die ihn kannten, weiterleben.






