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DFB in Herzogenaurach
Pascal Groß: "Der Vergleich mit Toni Kroos wäre nicht fair"
Pascal Groß (rechts) beim Training am Dienstag in Herzogenaurach. Links: BVB-Teamkollege Waldemar Anton
Pascal Groß (rechts) beim Training am Dienstag in Herzogenaurach. Links: BVB-Teamkollege Waldemar Anton // Max Danhauser
Herzogenaurach – Nach der Ära Müller, Kroos und Co. bekommt die deutsche Nationalmannschaft nach der Heim-EM ein neues Gesicht. Einer der neuen Führungsspieler: Routinier Pascal Groß. Dabei tritt er in große Fußstapfen.

Am Dienstagmorgen ließen die Nationalspieler um Bundestrainer Julian Nagelsmann lange auf sich warten. Das für 11 Uhr angesetzte Training am Herzogenauracher Home Ground startete deutlich später. Aus dem Camp war Musik zu hören, Menschen sangen. Offenbar begrüßte das Team die Neulinge, die (nach)nominiert wurden.

Da mit Robin Koch, Jamal Musiala, Niclas Füllkrug, Marc-André ter Stegen, Kai Havertz und David Raum gleich sechs etablierte Kräfte verletzungsbedingt passen mussten, gab es viele neue Gesichter beim DFB. Mit Janis Blaswich (Red Bull Salzburg), Tim Kleindienst (Borussia Mönchengladbach), Jamie Leweling (VfB Stuttgart) und Jonathan Burkardt (FSV Mainz 05) gar vier Debütanten.

Vor rund einem Jahr war auch Pascal Groß in dieser Rolle. Der 33-Jährige von Borussia Dortmund ist mittlerweile ein Führungsspieler und seit rund einem Monat Teil des Mannschaftsrats. „Ich war selbst mal neu. Wir wollen es den Neuen so leicht wie möglich machen, damit sie schnell Fuß fassen, sich schnell wohlfühlen. Und schnell die Spielweise, die wir haben, verstehen“, sagt Groß. „Ich versuche sie dabei zu unterstützen, den Spirit auf den Trainingsplatz zu bringen und gewisse Dinge vorzuleben.“

Umbruch: DFB-Team stellt sich neu auf

Vom gewaltigen Umbruch nach der EM, den viele befürchtet hatten, spricht beim DFB selbst kaum jemand. „Natürlich vermissen wir enorm wichtige Spieler. Aber wir sind immer noch die deutsche Nationalmannschaft. Es sind super Jungs, die da dazukommen. Das sind alles gute Fußballer“, sagt Groß.

Nagelsmann macht genau da weiter, wo er aufgehört hat. „Rein taktisch unterscheidet sich jetzt gar nicht so viel. Der Trainer hat seine Idee vom Fußball nicht geändert. Wir haben mittlerweile eine Grundlage aufgebaut. Je öfter wir uns sehen, desto gefestigter wird unsere Spielidee.“

Bester Laune am Dienstag: Pascal Groß
Bester Laune am Dienstag: Pascal Groß // Daniel Löb, dpa

Mit Toni Kroos hat das DFB-Spiel seine Schaltzentrale verloren. In den beiden Nations-League-Spielen gegen Ungarn und die Niederlande im September war Groß auf der Doppelsechs gesetzt. Auf Kroos folgte Groß. Dabei betonte Julian Nagelsmann immer wieder, dass kein Spieler ersetzt werde. Vielmehr brächten andere Spieler andere Fähigkeiten mit.

Und Groß will Kroos auch gar nicht ersetzen. „Wenn wir ähnlichen Fußball spielen, habe ich natürlich ähnliche Aufgaben wie Toni. Aber der Vergleich wäre nicht fair. Für mich ist er der wahrscheinlich größte und erfolgreichste Fußballer, den Deutschland je hatte“, sagt Groß. Kontakt gab es seit dem Ausscheiden gegen Spanien nicht mehr, trotzdem: „Während der EM habe ich von Toni viel gelernt. Auch ich will mit kurzen Pässen versuchen, Gegner zu locken, Linien zu überspielen oder mit Bällen hinter die Kette unsere schnellen Stürmer ins Spiel zu bringen. Aber auf meine Art und Weise.“

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