Am Ende musste der Nachwuchs die Fahne des fränkischen Erstligisten hochhalten. Es waren die A-Jugendspieler und die jungen Talente aus der U23, die sich den Profis der HSG Wetzlar entgegenstellten. Denn neben Tim Gömmel fehlen schon seit Wochen die drei besten Schützen des HC Erlangen, Viggo Kristjansson, Marek Nissen und Andri Runarsson.
So war es der erfahrene Kapitän, der voranging. Mit zwei schnellen Toren eröffnete Christopher Bissel die Partie und blieb mit insgesamt sieben Treffern bester HCE-Schütze des Abends. Es war der Auftakt zu einem Kampf auf Augenhöhe. Nach anfänglicher Gästeführung glich die HSG aus; so blieb das Bild beinahe im gesamten ersten Durchgang.
Ein Metzner-Kracher in der 13. Minute zwang den Gästetrainer schließlich zur frühen Auszeit. Die Hausherren kamen danach schwungvoller zurück und drehten das Spiel zu ihren Gunsten. Weil die HSG im Endspurt der ersten Hälfte kühlen Kopf bewahrte, ging es mit einem engen 14:12 in die Kabine. Gerade über die Außen fand Wetzlar immer wieder seinen Weg.
Nach dem Seitenwechsel forderte der Abnutzungskampf Tribut: Die Kräfte des ausgedünnten Kaders schwanden und die HSG setzte sich erstmals ab. Coach Sellin steuerte mit der nächsten Auszeit dagegen, was Wirkung zeigte: Die Franken wehrten sich mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage und kämpften bis tief in die Schlussphase um jeden Zentimeter.
HC Erlangen kämpft sich in der Schlussphase nochmal ran
Zu keinem Zeitpunkt machte sich Resignation breit und der komfortable 6-Tore-Vorsprung der HSG schmolz nochmal dahin. Zunächst war es Christoph Steinert (57. Minute) und wenig später Florian Scheerer, der nochmal auf zwei Tore verkürzen konnte (27:25) und den HCE hoffen lies. Die HSG behielt jedoch in dieser kritischen Phase die Ruhe, sodass der HCE-Kampf nicht mehr belohnt wurde.
Doch trotz der 26:29-Niederlage bewiesen die Erlanger genau jene Tugenden, die in dieser Saison zum Erfolgsrezept wurden: Geschlossenheit, unbändigen Kampfgeist und den absoluten Willen. Egal ob Routinier oder Youngster, jeder ordnete sich dem Team unter. In Hessen reichte es zwar nicht zum Sieg, der Klassenerhalt ist nach der Niederlage von GWD Minden in Gummersbach aber endgültig unter Dach und Fach.
Zur Red Party in der Nürnberger Arena am 29. Mai um 19.00 Uhr kann der einzige bayerische Bundesligavertreter befreit aufspielen und mit seinen Fans ein gebührendes Handball-Fest feiern.











