Eishockey
Höchstadter Zwischenspurt reicht nicht
In der Vorbereitung machte Dominik Zbaranski (links) noch zwei Treffer beim Sieg gegen Rosenheim. Dieses Mal gingen er und seine Mannschaft leer aus.
In der Vorbereitung machte Dominik Zbaranski (links) noch zwei Treffer beim Sieg gegen Rosenheim. Dieses Mal gingen er und seine Mannschaft leer aus.
Foto: Andreas Klupp
Herzogenaurach – In Rosenheim bringen die Höchstadter mit Effizienz und einer Druckphase die Hausherren kurz ins Straucheln – aber keine Punkte mit nach Hause.

In der vergangenen Saison war die Nehmerqualität das große Plus der Alligators – und auch im Spiel gegen die Starbulls Rosenheim in der laufenden Spielzeit der Eishockey-Oberliga Süd sah es kurz so aus, als könnten die Panzerechsen das Spiel drehen: Austin Albrecht wird tief auf links geschickt und legt quer auf Jannik Herm. Der lässt dem Rosenheimer Torhüter aus kurzer Distanz keine Chance und verkürzt auf 3:4 (56. Minute). Höchstadt läuft an – in der vorletzten Minute gibt es jedoch die kalte Dusche.

Starbulls Rosenheim - Höchstadter EC 5:3

Es wirkte so, als würden die Alligators gut ins Spiel finden: In der zweiten Minute gab Dominik Zbaranski einen Schuss aus spitzem Winkel ab – Gästekeeper Christopher Kolarz parierte allerdings mit der Fanghand. Anschließend spielten sich die Hausherren zunehmend im Höchstadter Drittel fest. Nachdem HEC-Torwart Benjamin Dirksen den ersten Schuss noch entschärft hatte, klingelte es bereits in der fünften Minute in seinem Kasten: In einen Schuss von der blauen Linie hielt Curtis Leinweber seinen Schläger und fälschte unhaltbar ab.

Anschließend hatten die Alligators Mühe, sich aus dem eigenen Drittel zu lösen – die Starbulls zwangen sie durch ihr Forechecking zu Fehlern. Zur Drittelhälfte standen bereits acht Schüsse in der Statistik der Gastgeber. Auf der Gegenseite war der Abend für Kolarz vorerst entspannt: Ein Schussversuch von Jannik Herm stellte ihn vor keine großen Probleme, ansonsten hatten die Alligators offensiv erst einmal nicht viel zu bieten: Die wenigen Konterchancen spielten sie nicht konsequent zu Ende.

0:2-Rückstand folgt auf gute  Parade

Nachdem Dirksen den Führungsausbau beim Handgelenksschuss von Marc Schmidpeter (13.) noch verhindern konnte, schlug es kurz darauf zum zweiten Mal hinter dem HEC-Torwart ein, als es wieder Schmidpeter gewesen war, der aus kurzer Entfernung abgzog.

Die erste Druckphase der Alligators entstand kurz vor Drittelende, nachdem Starbull Tobias Draxinger auf die Strafbank musste. Im Powerplay spielten sich die Alligators im gegnerischen Drittel fest, ließen ihre Chancen jedoch ungenutzt. Bei einem Torschussverhältnis von 6 zu 14 aus Sicht der Gäste war der erste Durchgang eine klare Angelegenheit.

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Früher Treffer im zweiten Drittel

Im folgenden Spielabschnitt dauerte es nicht lange, bis der HEC noch weiter in Rückstand geriet: Nach einem Pass von Alexander Höller stand Manuel Edfelder im Slot und schob ein (22.). Die folgenden Angriffsversuche der Panzerechsen scheiterten an der konzentrierten Rosenheimer Abwehrarbeit – oftmals verloren die Alligators den Puck bereits im eigenen Drittel. Eine kurze Überzahl brachte ebenfalls keinen Erfolg: Aus dem Höchstadter Powerplay wurde ein Vier-gegen-Vier und die Gäste fingen sich einen weiteren Treffer durch Alexander Höller (26.) ein, der die Scheibe nach einem Schuss abfälschte.

Es waren bereits über 8 Minuten im zweiten Drittel gespielt, ehe die Panzerechsen ihren ersten Schuss abgaben. Kurz darauf hatten sie zudem Glück, als Draxingers Schuss gegen das Aluminium klatschte.

Fränkische Aufholjagd beginnt

Erst im Powerplay startete die mittelfränkische Aufholjagd: Vojcaks Querpass durch das Rosenheimer Drittel landete bei Jari Neugebauer, der die Scheibe über die Linie drückte (37.). Nur eine Minute später war es Austin Albrecht der nach einem abgeprallten Fernschuss von Jakob Fardoe aus dem Getümmel auf 2:4 verkürzte.

Der letzte Spielabschnitt war hart umkämpft. Nach einer kurzen Druckphase der Panzerechsen übernahmen die Gastgeber die Kontrolle, waren aber nicht mehr so zwingend wie in den beiden Dritteln zuvor. Einzelne Schussversuche Austin Albrechts auf der Gegenseite blieben jedoch auch ohne Erfolg.

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Erst nachdem der Rosenheimer Maximilian Brandl wegen Hakens zwei Minuten pausieren musste, erzielten die Alligators den Anschlusstreffer durch Jannik Herm (57.). Eine schöne Kombination über drei Stationen der Hausherren machte jedoch alle fränkischen Hoffnungen zunichte: Alexander Höller besiegelte knapp zwei Minuten vor Schluss die 3:5-Niederlage der Aischgründer.

Nach einer weitgehend fairen Partie und anstrengenden 60 Minuten in Rosenheim geht es für die Alligators am Sonntag (18 Uhr) zuhause gegen die Eisbären aus Regensburg.