Eine Panne beim Startschuss für einen Lauf kommt gelegentlich vor. Der Klassiker ist die nicht geladene Pistole, so dass kein Knall zu hören ist. In die Geschichte der Rohrkrepierer dürfte Haile Gebrselassie eingehen – und das obwohl das Startsignal des ehemaligen Langstrecken-Stars aus Äthiopien für den Jedermann-Lauf bei der Adidas-Veranstaltung Road to Records in Herzogenaurach reibungslos klappte.
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Doch nach dem Abfeuern lief der 50-Jährige einfach im Pulk mit – ohne die Pistole abzugeben. Im Netz rief das dabei entstandene Bild witzige Bemerkungen hervor: So schrieb ein User, der frühere Weltrekordhalter über die Marathondistanz würde unter Waffenandrohung dafür sorgen, dass niemand wage, ihn zu überholen. Ein anderer kommentierte, man sehe Gebrselassies Erfahrung mit Revolvern, da er den Finger aus Sicherheitsgründen vom Abzug weghalte.
Letztlich kamen aber alle Teilnehmer nach fünf Kilometern sicher ins Ziel – egal ob schnell oder langsam. Schließlich ging es beim Jedermann-Lauf nicht um Bestzeiten, sondern für etwa 1200 Personen, die meisten Beschäftigte des Sportartikelkonzerns, darum, sich in der Gemeinschaft zu betätigen. Zudem hatte Gebrselassie die Waffe zwischenzeitlich einem Streckenposten überreicht.
Garbiñe Muguruza und Kaká geben Startschuss
Rekordjagden hatte es zuvor gegeben, als 140 Weltklasse-Athleten aus 24 Ländern auf dem Firmengelände über verschiedene Distanzen gegeneinander antraten. Los ging es bereits um 7 Uhr mit dem Halbmarathon der Frauen. Auch Zuschauer waren aus etlichen Teilen der Erde angereist. Ein Sprachenwirrwarr von Spanisch bis Chinesisch war zu hören. Vor allem im Start- und Zielbereich herrschte gute Stimmung.
Vor Gebrselassie übernahmen unter anderem der neue Adidas-Chef Björn Gulden, Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker, die zweifache Tennis-Grand-Slam-Siegerin Garbiñe Muguruza aus Spanien sowie Brasiliens Fußball-Legende Kaká einen Startschuss – ohne Zwischenfall.
Alina Reh und Deborah Schöneborn laufen mit
Zwei neue U20-Weltrekorde und acht nationale Rekorde sprangen bei der Veranstaltung mit sechs Elite-Läufen heraus. Über fünf Kilometer der Frauen waren mit Alina Reh und Deborah Schöneborn auch zwei deutsche Athletinnen bei der „Road to Records“ vertreten.

























































