Sportartikelhersteller Puma steht Medienberichten zufolge vor einem großen Motorsport-Deal: Demnach soll das Unternehmen aus Herzogenaurach ab 2026 für mehrere Jahre den aktuellen Formel-1-Klassenprimus McLaren ausrüsten. SportBusiness.com berichtete als erstes Medium darüber.
McLaren wird aktuell vom britischen Unternehmen Castore ausgerüstet, wie unter anderem auch die Konkurrenz von Red Bull Racing und Alpine. Der Vertrag läuft noch bis 2027, laut SportBusiness.com gibt es jedoch eine gegenseitige Ausstiegsklausel, die nach der Saison 2026 in Kraft treten würde, wenn sie 2025 aktiviert wird. Das hat der Rennstall aus Woking bereits getan.
Allerdings, so der Bericht weiter, hofft man nun auf ein Vertragsende schon nach der Formel-1-Saison 2025. Einen Ersatz für den Führenden in der Konstrukteurswertung hat Castore bereits gefunden, sie rüsten ab 2026 das Haas-F1-Team aus. Puma wiederum hätte mit einem McLaren-Deal den Verlust von Mercedes kompensiert, die in diesem Jahr zu Adidas gewechselt sind.
McLaren hofft auf vorzeitiges Vertragsende mit Castore
„Die Berichte zu McLaren kann ich leider nicht kommentieren“, sagt ein Puma-Sprecher auf Nachfrage von fraenkischertag.de. Eine Anfrage beim Rennstall der beiden WM-Führenden Oscar Piastri und Lando Norris blieb bis zur Veröffentlichung dieses Artikels unbeantwortet.
Puma ist mit seiner Motorsportsparte tief in der Formel 1 verwurzelt. Nach derzeitigem Stand der Dinge hat der Herzogenauracher Sportartikelhersteller gleich vier Teams unter Vertrag: Aston Martin, Williams, Sauber und Ferrari. Mit der Scuderia durfte Puma in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum feiern, denn die gemeinsame Zusammenarbeit besteht inzwischen seit 20 Jahren.
Im Zuge dieses Jubiläums brachte Puma zusammen mit Ferrari eine „Replica Collection“ auf den Markt. Außerdem sind die Herzogenauracher seit Mai 2023 offizieller Lizenzpartner der Formel 1 und halten seitdem die Rechte, um Textilien, Schuhe und Accessoires der Marke F1 herzustellen, und um Fanwear der Formel 1 und aller zehn Teams an der Rennstrecke zu verkaufen.
Puma ist tief in der Formel 1 verwurzelt
Darüber hinaus stattet Puma seit Bestehen der Zusammenarbeit die Mitarbeitenden der Formel 1 auf der Rennstrecke aus. Die Kooperation mit McLaren würde ausschließlich „Off-Track-Kleidung“ wie Polo-Shirts und Jacken beinhalten. In anderen Motorsportserien unterhält der Herzogenauracher Sportartikelhersteller zudem Kooperationen mit BMW M Motorsport und Porsche Motorsport.
Der Handel mit Produkten aus dem Ausrüstervertrag von McLaren und Puma soll SportBusiness.com zufolge von der Firma Stichd abgewickelt werden, einem hundertprozentigen Tochterunternehmen des Sportartikelherstellers, das sich auf den Motorsport spezialisiert hat. Über Stichd läuft bereits der Merchandising-Verkauf an den Formel-1-Rennstrecken.











