Ob Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, Weitspringerin Heike Drechsler oder Stabhochspringer Armand Duplantis – sie alle lieben ihre Puma-Schuhe. Mit ihnen haben sie so manches Tor geschossen, sind große Weiten gesprungen oder haben atemberaubende Höhen erklommen. Der „King“ sei nach wie vor der beste Fußballschuh, den es zu kaufen gibt, erzählte Matthäus. Selbst sein zehnjähriger Sohn würde das Modell tragen. Das erste Paar hätte sich bereits das Puma-Sport-Archiv für seine Sammlung gesichert.
Das Thema mit den Schuhen zog sich sich wie ein roter Faden durch den offiziellen Teil der Feier. Der Anlass dafür konnte sich sehen lassen: Puma, der Sportartikel-Hersteller aus Herzogenaurach feierte seinen 75. Geburtstag.
Puma legt wirtschaftlich zu
Die Firmengeschichte, die sowohl von Höhen aber auch von Krisen gekennzeichnet war, nahm am 1. Oktober 1948 ihren Anfang, als Rudolf Dassler Puma im Handelsregister eintragen ließ. 75 Jahre später sagte Vorstandschef Arne Freundt am Donnerstag in Herzogenaurach: „Wir sind gewachsen, aber wir sind immer echt geblieben.“ Vor allem wirtschaftlich habe der Konzern große Erfolge feiern können. Allein in den vergangenen zwölf Jahren sei der Jahresumsatz von drei Milliarden auf 8,5 Milliarden Euro gesteigert worden.
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Gefeiert wurde nicht nur mit einem Teil der weltweit 20.000 Mitarbeiter, sondern auch mit zahlreichen Gästen aus dem Spitzensport. Unter den Gästen waren viele ehemalige Legenden wie Lokalmatador Lothar Matthäus, Ex-Tennisspieler Boris Becker, die jamaikanischen Sprint-Ikonen Merlene Ottey und Usain Bolt sowie Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler, der frühere Fußball-Bundestrainer Berti Vogts, der aktuelle österreichische Fußball-Nationalmannschaftstrainer Ralf Rangnick, Colin Jackson, Ex-NBA-Star Ralph Sampson, aber auch aktive Champions wie Stabhochsprung-Weltrekordhalter Armand Duplantis und Hochsprung-Weltmeisterin Yaroslava Mahuchikh.
Usain Bolt und Co. schwelgen in Erinnerungen
Während einige von ihnen wie Matthäus, Becker und Usain Bolt auf der Bühne ein bisschen aus dem Nähkästchen plauderten und in Erinnerungen schwelgten, durften es sich andere im Publikum bequem machen. Selbst ein Ralf Rangnick, der in seiner langen Trainerkarriere schon vieles erlebt und manchen Sportstar getroffen hat, war angetan von den Erzählungen der Sportikonen. Immer wieder zückt der 65-Jährige sein Handy, um ein Foto zu schießen. Besonders imponiert habe ihm Sprint-Olympiasieger Linford Christie, wie er im Nachgang verriet.
Die größte Verbundenheit zu Puma hat aber wohl Matthäus, dessen Vater einst als Hausmeister beim Sportartikel-Hersteller gearbeitet hatte. Der 62-Jährige ist eigenen Angaben zufolge seit 44 Jahren als Markenbotschafter für die Firma mit der Raubkatze als Logo unterwegs. Da ließ sich auch ein kleiner Seitenhieb gegen den Konkurrenten Adidas nicht vermeiden: „Ich habe schon immer Schuhe mit einem Streifen lieber getragen als die mit drei.“












