Weihe
Neue Orgel in der Michaelskirche
Pfarrer Johannes Saffer segnet die neue Orgel.
Pfarrer Johannes Saffer segnet die neue Orgel.
Foto: Manfred Welker
Großenseebach – Pfarrer Johannes Saffer segnete die Neuanschaffung in Großenseebach. 54 Register sollen für unterschiedliche Klangfarben in dem Gotteshaus sorgen.

Es hat ein Jahr gedauert, bis die neue Orgel in der Großenseebacher Michaelskirche offiziell übergeben werden konnte. Corona sorgte für diese Zeitverzögerung. Im Gottesdienst zu Ehren des heiligen Michael und zum Erntedankfest am ersten Samstag im Oktober segnete Pfarrer Johannes Saffer die neue Orgel.

Aufgrund technischer Schwierigkeiten musste das Vorgängerinstrument bereits nach 24 Jahren ausgetauscht werden. Pfarrer Johannes Saffer und Organist Claus Keller hatten sich vor Ort bei der Firma G. Kisselbach von der Qualität des neuen Instruments, Typ Johannus Ecclesia D450, überzeugt. Zwar sei die Orgel nicht von Anbeginn in der Kirche üblich gewesen, so Saffer, aber „ohne Orgel sind Gottesdienste ärmer“ an Emotionen.

Die neue Orgel hat 54 Register (Klangfarben), die unterschiedlich kombiniert werden können, aber keine Orgelpfeifen: Ihre Töne kommen aus zwölf Lautsprechern.

In seiner Predigt erläuterte Saffer die Funktion der Orgel und ließ durch Claus Keller ihre Register sich selbst erklären. Dabei kamen die wichtigsten der 54 klingenden Register zum Einsatz. „Unterschiedlichkeit ist kein Nachteil, sondern eine Bereicherung“, meinte Saffer. Er zog einen Vergleich mit dem christlichen Glauben und stellte fest, dass die Orgel einiges lehren könne. Denn bei einer Orgel gebe es Register, die nur im Zusammenklang mit anderen einen guten Klang erreichten. Auch das Christsein sei immer auf die Gemeinschaft angelegt. Auch in der Kirche brauche es unterschiedliche Klangfarben.

Kirchenpfleger Erwin Schmitt dankte im Namen der Kirchenverwaltung den Spendern für die Unterstützung bei der Anschaffung der neuen Orgel. So hatte die Gemeinde Großenseebach 8000 Euro dazugegeben. Der Michaelsverein steuerte 10 000 Euro bei. Dieser Verein ist sehr aktiv, wenn es darum geht, die Ausstattung von St. Michael zu vervollständigen. Von circa 40 000 Euro Kosten für die Orgel und den Einbau sind noch 17 000 Euro zu tilgen. Schmitt hofft auf viele Veranstaltungen und die Spendenbereitschaft der Gläubigen. Für die musikalische Umrahmung sorgten Claus Keller an der Orgel und die Chorformation „Voice of Joy“. Im Anschluss konnten sich die Besucher bei einem Orgelkonzert von den Möglichkeiten des neuen Instruments überzeugen.