Es sind wohl die Folgen des Klimawandels, die sich demnächst auch auf das Stadtbild von Höchstadt auswirken. Hermann Zehn vom Gartenbauamt der Stadt vermutet darin die Ursache, dass die weithin sichtbare Winterlinde auf der Verkehrsinsel in der Großen Bauerngasse/Einmündung Kieferndorfer Weg gefällt werden muss.
Aus Gründen der Verkehrssicherheit sind auch die Tage einer mächtigen Kastanie in der Bahnhofstraße gezählt.
Bäume in Höchstadt werden gefällt
In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Umweltausschuss des Stadtrats dem Vorschlag von Baumsachverständigen und der Verwaltung zu, die beiden Bäume zu entfernen. Die das Stadtbild prägende Linde wurde schon mehrmals von Baumgutachtern untersucht und nur noch für „bedingt verkehrssicher“ erachtet. Aktuell weise der Baum „starke Schäden am Stamm, am Stammkopf und in der Krone“ auf, stellten die Experten fest. Im Januar stünde jetzt wieder eine Baumbegutachtung an, für die rund 1800 Euro ausgegeben werden müsste.
Keine hohe Lebensdauer mehr
Da die „Restlaufzeit“ der Linde nur noch auf zehn bis 15 Jahre geschätzt wird und der Baum regelmäßig begutachtet werden müsste, schlug die Verwaltung vor, die Linde zu fällen und durch einen neuen Baum zu ersetzen. Die für die Großbaumverpflanzung geschätzten Kosten von 8000 Euro wollte die Mehrheit im Ausschuss allerdings nicht ausgeben. Beschlossen wurde, für die Linde einen deutlich günstigeren jungen Baum zu pflanzen.
Kastanie in der Bahnhofstraße Höchstadt
Vom Brandkrustenpilz befallen ist eine Kastanie in der Bahnhofstraße östlich des Karpfenkreisels. Laut Zehn bedeutet ein solcher Pilzbefall auf Dauer das Todesurteil für den Baum. Eine akute Gefahr für die Verkehrssicherheit stelle die Kastanie zwar noch nicht dar, mittelfristig bestehe aber Handlungsbedarf.
Von den drei vorgeschlagenen Maßnahmen der Baumsachverständigen empfahl das Gartenbauamt die Fällung. Der Ausschuss stimmte zu. Da in unmittelbarer Nähe noch einige Kastanien stehen und das optische Gesamtbild nicht gravierend beeinträchtigt werde, wolle man auf eine Neupflanzung an dieser Stelle verzichten.
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