Bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 werden wieder viele Wahlhelfer gebraucht. Der Gemeinderat hat sich in seiner ersten Septembersitzung mit den Modalitäten der Kommunalwahl beschäftigt. Als Gemeindewahlleiterin wurde Eva Fröhlich berufen. Die stellvertretende Wahlleiterin, Katja Nölp, ist ebenfalls bei der Gemeindeverwaltung beschäftigt. Für die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die im Ehrenamt tätig werden, wurde das „Erfrischungsgeld“ deutlich erhöht. Da die Auszählung der Stimmen wieder zu mehr als einer abendfüllenden Beschäftigung werden wird, ist der aktuelle Entschädigungssatz von 60 Euro pro Person zu niedrig.
Kommunalwahl 2026: kein Barcode in Weisendorf
So hat auch das Landratsamt Erlangen-Höchstadt die Erhöhung bis zu einer Höchstgrenze von 100 Euro dem Gemeinderat zur Abstimmung empfohlen. Der Wahlvorstand und die Schriftführer haben einen höheren Zeitaufwand, sie bekommen die 100 Euro für den Wahlabend. Die Beisitzer können darauf hoffen, vor Mitternacht nach Hause zu kommen und werden mit 80 Euro entschädigt. Aus den Erfahrungen der letzten Kommunalwahl, ausgezählt wurde bis 3 Uhr früh, um die Plausibilitätsprüfungen durchzuführen, ging es auch um die Art der Auszählung.
Weisendorf, eigentlich das „Silicon Valley des Seebachgrunds“, technologisch führend und vom Digitalminister gelobt, lehnt die Auszählung mittels Barcode-Lesestift mehrheitlich ab. Die Gemeinde kann selbst regeln, wie sie die Auszählung technisch umsetzt. Auf den Stimmzetteln können Strichcodes angebracht werden. Zu deren Erfassung müssten aber die Auslesegeräte angeschafft oder ausgeliehen werden. Eine IT-Schulung für die Wahlhelfer wäre erforderlich und ein technischer Support am Wahlabend muss gewährleistet sein.
Experten für IT bei Kommunalwahl 2026?
Geschäftsleiterin Eva Fröhlich erläuterte die ablehnende Haltung der Verwaltung zu der digitalen Auslesemethode. Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein hält die manuelle Auszählung für die sicherere Variante. Auch Ute-Christine Geiler (CSU) hat ihre Erfahrungen aus der vergangenen Kommunalwahl in die Diskussion eingebracht. Dort, wo es geklappt hat, war es super, meinte sie. Marco Hümmer (CSU) hat auch den Stift als deutlich angenehmer empfunden.
Sieht aber den erhöhten Personalbedarf im Vorfeld und während des Wahlabends, wenn IT-Spezialisten vor Ort sein müssen. Matthias Düthorn (FW) wünscht sich zu hören, „was endlich mal geht“. Er meint, der Gemeinderat beschliesst, was zu machen ist und das hat umgesetzt zu werden. Seine Parteikollegin Sandra Ebersberger war 2020 in einem Wahllokal, wo die Auszählung per Stift versagt hat und kennt die Risiken. Am Ende haben die Räte mit 13:4 abgestimmt. Die Auszählung wird manuell ohne den Strichcodestift durchgeführt.












