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Hebesatz unverändert
Grundsteuer in Aurachtal bleibt: jetzt muss gespart werden
Die meisten Hausbesitzer in Aurachtal werden 2025 für die Grundsteuer tiefer in die Tasche greifen müssen.
Die meisten Hausbesitzer in Aurachtal werden 2025 für die Grundsteuer tiefer in die Tasche greifen müssen. // Marcus Brandt, dpa
Signet des Fränkischen Tags von Gerd Ankermann
Aurachtal – Aurachtal verändert den Hebesatz für die Grundsteuern A und B vorerst nicht. Nun muss geklärt werden, wie die Gemeinde die fehlenden Einnahmen kompensieren kann.

Der Gemeinderat in Aurachtal hat sich entschieden. Dem Vorschlag des Bürgermeisters Klaus Schumann folgend, bleibt einstweilen der Hebesatz für die Grundsteuern A und B bei 310 Prozent. Schumann erläuterte an einem nicht repräsentativen Beispiel eines Einfamilienhauses, was das konkret für den Hausbesitzer in 2025 bedeuten wird.

Er verglich den alten Messbetrag in Höhe von 60 Euro mit dem neuen Messbetrag in Höhe von 80 Euro, der vor kurzem dem Hauseigentümer vom Finanzamt zugestellt worden war: Es werde viele Grundbesitzer im ländlichen Raum geben, die mehr zu bezahlen hätten, einige wenige würden dank eines geringeren Messbetrags auch weniger belastet. Im bayerischen Modell zähle nur noch die Grundstücksfläche.

Aurachtal: höhere Ausgaben für Gemeinde erwartet

Genau könne man das erst berechnen, wenn alle Fälle bearbeitet worden seien. Die Bearbeitungsquote liege aktuell bei 89 Prozent. Das Steueraufkommen der Gemeinde bei der Grundsteuer B läge zum Stichtag 22. Oktober 2024 bei dem aktuellen Hebesatz von 310 Prozent bei 363.481 Euro.

Würde man tatsächlich aufkommensneutral für die Grundbesitzer kalkulieren, sinke die Einnahme auf 216.916 Euro: Dem Haushalt 2025 würden demnach also 146.565 Euro fehlen. Vor dem Hintergrund, dass künftig mehr Ausgaben auf die Kommune zukommen werden, stelle sich die Frage der Gegenfinanzierung. Alleine schon die Erhöhung der Kreisumlage stelle eine große Herausforderung dar. Zu den bereits bekannten Projekten komme nun auch noch die Sanierung der alten Brücke in Neundorf dazu.

Gemeinderat Aurchtal diskutiert Sparmaßnahmen

Der Gemeinderat zog demnach das Steueraufkommen der Gemeinde in seine Überlegungen ein und nach Diskussion über etwaige Kosteneinsparungen in anderen Bereichen, beschloss das Gremium, den alten Hebesatz von 310 Prozent vorerst beizubehalten. Im neuen Jahr werde dann noch einmal mit den konkreten Zahlen neu gerechnet. Für die Versendung der Grundsteuerbescheide 2025 sind aber erst einmal die Würfel gefallen.

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