Haushalt
Neues Bauland mit Weitblick
Durch neue Baugebiete in Steppach und in Sambach (Foto) kommt die Gemeinde Pommersfelden der großen Nachfrage nach Baugrundstücken nach.
Durch neue Baugebiete in Steppach und in Sambach (Foto) kommt die Gemeinde Pommersfelden der großen Nachfrage nach Baugrundstücken nach.
Foto: Evi Seeger
Pommersfelden – Die Gemeinde Pommersfelden ist nahezu schuldenfrei und bleibt bei Projekten wie Baugebieten und Radwegen aktiv.

Glückliches Pommersfelden! Das Schiff der Gemeinde zwischen Ebrach- und Aischgrund steuert auch in bewegten Zeiten sicher durch die hohen Wellen, wie mit dem diesjährigen Haushalt deutlich wird.

"Mit Tatkraft und Optimismus"

Bürgermeister Gerd Dallner blickt „mit Tatkraft und Optimismus“ in die Zukunft. Dafür sprechen die Zahlen, die der Geschäftsleiter und Kämmerer der Gemeinde, Fedor Glinka, bei der Verabschiedung des Haushalts hören ließ. Erfreulich sei die Steuerkraft, mit der die Gemeinde auf Platz 13 von allen 36 Gemeinden im Landkreis Bamberg liege. Auch in Oberfranken stehe Pommersfelden mit Platz 63 der insgesamt 210 Kommunen gut da.

33 Euro pro Kopf

Besonders erfreulich sei, dass Pommersfelden in diesen unsteten Zeiten praktisch schuldenfrei ist. Eine Pro-Kopf-Verschuldung von 33 Euro prognostiziert Glinka zum Jahresende 2022. Der Landesdurchschnitt vergleichbarer Kommunen liege aktuell bei 591 Euro. „Weil das Jahr unter dem Stern wirtschaftlicher Unsicherheit und enormer Preissteigerungen steht“, habe er den vorliegenden Haushalt eher „konservativ“ geplant. Weitblick habe die Gemeinde im vergangenen Jahr bewiesen, in dem sie ihre Kredite nahezu vollständig getilgt hat. Deshalb verfüge Pommersfelden über genügend Rückhalt, „um auch in Krisenzeiten aktiv zu bleiben und unsere Projekte durchzuziehen“, wie Bürgermeister Dallner betont.

Neubaugebiete in Steppach und Sambach

Dazu zählen die Neubaugebiete in Sambach und Steppach, die ein moderates Wachstum der aktuell 3042 Einwohner zählenden Gemeinde zulassen. Durch neues Bauland soll zum einen die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnraum befriedigt werden. Zum anderen hofft man, durch junge Familien einer demografisch bedingten nachteiligen Entwicklung entgegenzusteuern.

Bereits auf den Weg gebracht sind die Maßnahmen der Städtebauförderung in Steppach, Pommersfelden und Sambach. Mit dem Bau von Geh- und Radwegen will die nach Dallners Worten „radaktive“ Gemeinde auch auf diesem Gebiet vorankommen. Aktuell läuft der Ausbau der Kreisstraße zwischen Sambach und Wind. Im Zuge dieses Gemeinschaftsprojekts von Landkreis und Gemeinde wird auch ein Geh- und Radweg angelegt. Ein weiterer Radweg wird im kommenden Jahr entlang der Staatsstraße zwischen Pommersfelden und Limbach gebaut.

Halbe Million für die Feuerwehren

Auch innerorts sind Wege in Planung, die mehr Sicherheit bringen sollen. Im Rahmen der „Zweitflurbereinigung“ habe die Gemeinde mit hohen Fördersätzen die Möglichkeit, in den nächsten Jahren die Wirtschaftswege zu sanieren.

Nicht vergessen wird im Haushalt die Ausstattung der Feuerwehren. In der Finanzplanung der nächsten Jahre ist Ersatz für alte Feuerwehrfahrzeuge mit einer halben Million Euro vorgesehen.

Hohe Priorität hat der weitere Breitbandausbau. In das Förderprogramm der Bayerischen Gigabitrichtlinie ist Pommersfelden bereits eingestiegen. In der Finanzplanung der nächsten Jahre sind dafür 5,8 Millionen Euro vorgesehen.

Hebesätze unverändert

Bei all dem bleiben die Hebesätze mit 370 vom Hundert bei den Grundsteuer A und B sowie 340 vom Hundert bei der Gewerbesteuer unverändert. Der Haushalt kommt ohne neue Kreditaufnahme aus. Er schließt im Verwaltungshaushalt bei den Einnahmen und Ausgaben mit 5,8 Millionen und im Vermögenshaushalt mit 8,9 Millionen Euro.

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer hat der Kämmerer mit 900.000 Euro angesetzt. Laut Rechnungslegung waren 2021 mehr als 1,2 Millionen Euro an Gewerbesteuer eingegangen. Die im Verwaltungshaushalt erwirtschaftete Zuführung zum Vermögenshaushalt hat Glinka mit 483.000 Euro angesetzt.

Lesen Sie auch: