Die Wehrkirche in Hannberg, drittgrößte Kirchenburg Deutschlands, sollte als Aushängeschild für die Region mittels Kulturschilder an der Autobahn A 3 beworben werden. Das war der Antrag von zwei engagierten Bürgern im Frühjahr 2019. Thomas Willert und Stefania Reinmann stellten einen entsprechenden Antrag bei der Gemeinde Heßdorf. Der Gemeinderat war dafür und stellte damals 35.000 Euro Haushaltsmittel zur Verfügung.
Die Autobahndirektion war ebenfalls einverstanden und genehmigte auch den selbst erstellten Designvorschlag von Stefania Reinmann. Die Aufstellung der Schilder wurde aber wegen der Autobahnbaustelle verschoben. In der Gemeinderatsitzung am Dienstag schilderte Bürgermeister Axel Gotthardt die Historie der geplanten Beschilderung, die unter anderem auch vom Tourismusverband Franken und den beteiligten Behörden befürwortet wurde. Der Ausbau der Autobahn ist nun fertig, die Anfrage beim zuständigen Betriebsdienst der A 3 brachte neue Erkenntnisse.
Leider auch über die deutlich gestiegene Kosten für die Durchführung. 70.000 Euro „plus x“ sollen nun die beiden braunen Tafeln mit dem Umriss der Wehrkirche kosten. Die Kosten wären von der Gemeinde Heßdorf vollständig zu tragen. Die Gemeinderäte waren im Grunde für die Beschilderung, in Anbetracht der angespannten Haushaltslage lehnten sie den vorliegenden Antrag auf Kostenübernahme aber ab. Stefan Reif möchte, dass nach einer kostengünstigeren Variante gesucht wird.
Gemeinderat besichtigt Bauarbeiten an Kindergarten in Hannberg
Markus Windisch war 2019 auch dabei, als der Beschluss gefasst wurde und befürwortet nun neue Wege der Bewerbung, einfach weil die Kosten deutlich angestiegen sind. Oliver Schüßler kann sich ein dauerhaftes Banner an einer Autobahnbrücke vorstellen. Eine Möglichkeit wäre auch, dass sich die anderen Gemeinden im Seebachgrund an der touristischen Werbung an der A 3 beteiligen könnten. Gotthardt wird daher Gespräche mit seinen Amtskollegen aufnehmen.
Auch Thomas Willert, der Initiator, möchte ergebnisoffen an Alternativen mitarbeiten, wie er die Gemeinderäte wissen lies. Gegenüber der Wehrkirche in Hannberg befindet sich der Kindergarten St. Marien. Im Vorfeld der jüngsten Gemeinderatsitzung konnten sich zahlreiche Gemeinderäte vom Fortschritt auf der Baustelle vor Ort überzeugen. Stefan Damm, Leiter des Technischen Bauamts, und Architekt Bastian Gräber vom Architekturbüro Papistella erklärten alle Details der Um- beziehungsweise Neubaumaßnahme. Erfreulicherweise liege man dabei auch gut im vorgegebenen Kostenrahmen.
Schilder für Forstweg am Sonnenring in Heßdorf
Kämmerin Silke Lang verteilte im Anschluss in der Gemeinderatsitzung die Jahresrechnung des Jahres 2025. 13 Millionen Euro Volumen hat der Haushalt, der damit 1,7 Millionen Euro unter dem Planansatz liegt. Nun kann sich der Rechnungsprüfungsausschuss an die Arbeit machen und in einer der kommenden Sitzungen den Antrag auf Entlastung im Rat stellen lassen. Die gestellten Bauanträge gingen problemlos durch das Gremium, der Gemeinderat erteilte sein gemeindliches Einvernehmen.
Die Beschilderung eines Forstwegs am Sonnenring entlang des Lärmschutzwalls wird umgesetzt. Zunächst kostengünstig ohne Tor, zunächst mittels Kette und Hinweistafeln, die Unbefugten den Zutritt verwehren sollen. Vorher werden aber die Anlieger aufgefordert, Gartenabfälle, die unrechtmäßig dort gelagert wurden, fachgerecht zu entsorgen. Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ informierte Bürgermeister Gotthardt, dass sich bezüglich der Kostenübernahme der beschädigten Wasser-Schieber bei der Autobahnbrücke keine Einigung mit der A 3 ergeben hat.
Heßdorf: Kritik an A3 Nordbayern GmbH
Es konnte kein Nachweis geführt werden, wer den Schaden verursacht hat. Gemeinderat Thomas Ackermann meinte daraufhin: „Die A 3 macht es sich zu einfach“ und bedauerte, dass die Gemeinde auf den Kosten von 17.000 Euro sitzenbleiben muss. Kostenrechnungen werden auch viele Hausbesitzer bekommen. Der Bescheid-Versand für die Kanalsanierung beginnt am 15. Oktober 2026.












