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Geschäftsführer zieht Bilanz
Kostendruck zwingt Krankenhaus Höchstadt zum Sparen
Das Kreiskrankenhaus St. Anna in Höchstadt.
Das Kreiskrankenhaus St. Anna in Höchstadt. // Andreas Scheuerer (Archiv)
Signet des Fränkischen Tags von Sandra Buchwald
Höchstadt – Die Kosten für Höchstadts Krankenhaus steigen und der Landkreis muss zahlen. Nun zieht der Geschäftsführer eine Bilanz für 2025. Wieso die Klinik Patienten trotzdem eine hohe Qualität bietet.

Das endende Jahr 2025 bot für das Krankenhaus St. Anna Licht und Schatten. Der kaufmännische Leiter Thomas Menter schilderte den Vertretern des Ausschusses für Krankenhausangelegenheiten und Gesundheitsfürsorge die hochwertigen Leistungen und hohe Akzeptanz durch die Bevölkerung als positive Aspekte. Problematisch seien jedoch steigenden Kosten und die herausfordernden Vorgaben seitens der Politik. Rückläufig seien die Patientenzahlen der Unfallchirurgie – vermutlich als Folge des milden Winters – und der Inneren Medizin.

Positiv sei jedoch die Entwicklung für die elektiven Operationen der Viszeralchirurgie und der Endoprothetik, die man planen könne. Das zeige, dass die Bevölkerung die hohe Qualität der angebotenen Leistungen schätzte. Trotz solcher erstklassigen Angebote gestalte das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz die Leistungen jedoch unsicher. Denn über die gestellten Anträge für Innere Medizin, Chirurgie, Intensivmedizin sowie Endoprothetik für Hüfte und Knie erfolge die Entscheidung erst 2026, übte Menter Kritik.

Zuschuss des Landkreises für Krankenhaus in Höchstadt

Probleme für St. Anna schaffe auch das Krankenhauszukunftsgesetz. Denn das fordere spezifische IT-Projekte wie die elektronische Patientenakte. Obwohl solche digitalen Lösungen noch gar nicht ausgereift seien, würden sie hohe Kosten generieren. Diesbezüglich dürfte es jedoch wohl rasch Gelder des Landkreises geben. Denn als Beschlussvorschlag für den Kreistag möchte man die Digitalisierungsprojekte per 150.000 Euro-Zuschuss unterstützen. Frohe Botschaft kurz vor Weihnachten bot auch die Rede des Landrates anlässlich der Beratungen für den Wirtschaftsplan für das Jahr 2026.

Selbstverständlich seien die rund 2,75 Millionen Euro Fehlbeträge für den Landkreis herausfordernd, mochte Alexander Tritthart die Finanzprobleme der Kommunen gar nicht beschönigen. Dennoch schneide St. Anna noch vergleichsweise gut ab, wogegen anderen Landkreise sogar gegen zweistellige negative Millionenbeträge ankämpfen müssten. Tritthart hatte gute Gründe parat, weswegen das Höchstadter Krankenhaus sich künftig ganz erfolgreich positionieren könne. Etwa die beiden OP-Säle, die für die Patienten St. Annas pro Woche zehn OP-Tage böten. Oder der tadellose bauliche Zustand des Krankenhauses, der es ermögliche, dass 80 Betten rund um die Uhr verfügbar seien.

MVZ ergänzt Krankenhaus St. Anna in Höchstadt

Viel Lob hatte der Landrat für die Partner des Kreiskrankenhauses übrig. Die enge Kooperation zwischen St. Anna und dem Uniklinikum Erlangen sei Basis für das hochwertige Leistungsspektrum für die Patientinnen und Patienten. Für sie sei auch das MVZ ganz entscheidend. Sie profitierten gerade durch die Expertise der dort operierenden Spezialisten für Knie- und Hüftendoprothetik sowie Kniearthroskopien. 

Das MVZ versorge pro Jahr mehr als 8000 ambulante Patienten und stärke St. Anna durch das Zuweisen der stationären Fälle. Hochwertige Leistungen ergänze St. Anna durch hohe Patientenfreundlichkeit. Gemäß dem Slogan der Krankenhauses seien es gute Hände, die sie therapierten und pflegten. Entgegen dem Trend des gegenwärtigen Fachkräftemangels habe St. Anna die Pflegestellen fast vollständig besetzt. Das Krankenhaus sei gut aufgestellt und festige die Position als Akutversorger für die Bevölkerung des Landkreises. Den Beschäftigten dankte Tritthart für ihre engagierte Arbeit: „Ihr Engagement und die Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger für das Kreiskrankenhaus St. Anna sind unverzichtbar.“

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