Bei der Verabschiedung des Gemeindehaushalts gab es für das Ratsgremium nichts zu bemängeln. Pommersfelden sei „de facto schuldenfrei“ stellte Kämmerer Fedor Glinka während der Vorlage des 17,4 Millionen umfassenden Etats fest.
Nur noch 79.000 Euro sollen die Verbindlichkeiten der Gemeinde am Ende dieses Haushaltsjahres ausmachen. Für die gut 3000 Einwohner zählende Gemeinde im Reichen Ebrachgrund bedeutet das eine Pro-Kopf-Verschuldung von etwas über 25 Euro.
Damit dürfte Pommersfelden einen der vorderen Plätze im ganzen Landkreis einnehmen. Der Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden liegt immerhin bei mehr als 600 Euro.
Kredite getilgt
Pommersfelden hatte aber auch ein stattliches Rückenpolster von mehr als vier Millionen angespart. Dieses fließt zur Finanzierung der Investitionen in den diesjährigen Haushalt ein.
Dafür müssen auch keine neuen Kredite aufgenommen werden. Möglich geworden sei dies durch eine vorausschauende Finanzwirtschaft der Gemeinde.
Vor zwei Jahren, zur Zeit der Negativzinsen, habe die Gemeinde ihre bestehenden Kredite – soweit aufgrund der Verträge möglich – getilgt. Auch bei der Steuerkraft kann sich Pommersfelden durchaus sehen lassen: Die Gemeinde liegt auf Platz 14 der insgesamt 36 Gemeinden im Landkreis Bamberg und auf Rang 66 von 210 Gemeinden in ganz Oberfranken.
Die Einkommensteuerbeteiligung liegt in Pommersfelden in diesem Jahr bei 2,1 Millionen. Mit den Investitionen in die Baugebiete – die jüngsten sind die Hofleite II in Sambach und Steppach Nord III – setze Pommersfelden auf maßvolles Wachstum.
Neuer Geh- und Radweg geplant
Gleichzeitig wolle man „demografisch bedingten nachteiligen Entwicklungen entgegentreten“. Viele weitere Maßnahmen und Projekte werden mit dem vorliegenden Haushalt zu Ende gebracht, oder es werden die Weichen gestellt.
Abgeschlossen sind die Erweiterung des Kindergartens in Steppach und der Ausbau der Straße zwischen Sambach und Wind mit der Anlage eines Geh- und Radwegs. Für den Ausbau des Wirtschaftsweges zwischen Pommersfelden, Sambach und Wind als Teil einer Zweitflurbereinigung, der in diesem Jahr angepackt werden soll, sind im Haushalt entsprechende Mittel veranschlagt.
In Kürze soll auch der erste Abschnitt für einen Geh- und Radweg entlang der Staatsstraße 2263 in Richtung Höchstadt begonnen werden. Das Teilstück der Gemeinde Pommersfelden geht bis Limbach und soll noch in diesem Jahr ausgeführt und − sofern alles nach Plan läuft – auch fertiggestellt werden.
Die Bauarbeiten dafür wurden in gleicher Sitzung zum Angebotspreis von 728.165 Euro an das Tiefbauunternehmen Schulz in Buttenheim vergeben. Die Baumaßnahme sei als „Sonderbaulast“ von der Regierung von Oberfranken für das Förderprogramm 2023 vorgemerkt, teilte Glinka mit.
Baustelle Schnelles Internet
Weitere Finanzmittel wurden für den Umbau der einstigen Raiffeisenbank zur Arztpraxis und zur Verbesserung des Brandschutzes in den Haushalt eingestellt. Im Zusammenhang der Städtebauförderung sollen als erste „Leuchtturmprojekte“ das Areal des alten Wasserschlosses in Pommersfelden sowie in Steppach der Bereich am Fröschweiher saniert und neu gestaltet werden.
„Eine konstante Baustelle bei den kommunalen Investitionen“ ist nach den Worten des Kämmerers das schnelle Internet. Entsprechende Haushaltsmittel stehen zur Verfügung, wobei die Gemeinde im bayerischen Förderprogramm Gigabit ist und daraus hohe Zuschüsse erwarten darf.
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