Die Adelsdorfer Grundschule platzt mittlerweile aus allen Nähten. Direktorin Christina Nöth erläuterte dem Gremium des Sozialausschusses, wo es besonders hakt: „Wir haben aktuell 460 Kinder. Ab September werden es 500 sein. Wir haben sechs erste Klassen sowie jeweils fünf zweite, dritte und vierte Klassen. Die beiden letzte Räume für den gebundenen Ganztag müssen wir aufgeben für Klassenzimmer. Das bedeutet aber, dass bei schlechtem Wetter diese Kinder nicht rauskönnen und in den Klassenzimmern bleiben müssen.“
Im Schuljahr 2026/2027 werden es laut Heike Zahnleiter (Soziale Dienste) dann gar 580 Kinder sein. Nicht minder übel sieht es bei der offenen Ganztagsschule Logo aus. Dort werden die Betreuungsplätze laut Nöth nach strengen Kriterien vergeben. „2026 haben alle Erstklässler einen Rechtsanspruch, da müssen wir alle nehmen“, sagt sie.
„Wir wissen, dass das auf Kante genäht ist“, bestätigt Zweiter Bürgermeister Günter Münch (Freie Wähler). Auf die Frage Jutta Köhlers (FW), ob es keine Ausweichmöglichkeiten gäbe, erwidert Nöth ohne eine Sekunde zu zögern: „Wir sind voll!“ Sie ergänzt, dass man bereits jetzt Räume mehrfach benutzt würden − beispielsweise die Logo-Räume. Doch deren Nutzungsdauer sei eingeschränkt, weil sie ab 11.15 Uhr für die Betreuung gebraucht würden.
Nöth berichtet weiter, dass man an einem neuen Leitbild arbeite. Das aktuelle sei zehn Jahre alt und stamme noch aus der Zeit, in der es noch eine Mittelschule gab. „Heute lebt Unterricht davon, dass man in Gruppen arbeitet, aber auch von selbstständigem und individuellem Arbeiten. Man braucht Nischen, wo Kinder hingehen können, um in Ruhe arbeiten zu können. Wir weichen dann schon auf den Gang aus.“
Nur noch 23 Kinder pro Klasse
Jutta Köhler erkundigte sich, ob es stimme, dass die Zusammensetzung der Klassen neu geregelt werde und ob das die momentanen Erstklässler betreffe. Nöth bestätigt das: „Im September überschreiten wir die Höchststärke von 28 Kindern, wir haben vier Klassen mit 28 Kindern.“ Nach der Neuregelung wären es dann 23 Kinder pro Klasse. Nöth betont, dass es eine gleichmäßige Verteilung geben und das Gespräch mit den Eltern bereits gesucht werde. Diese könnten Wünsche äußern, damit Freunde nicht auseinandergerissen werden.
„Ich glaube, dass aus pädagogischer Sicht kleine Klassen sinnvoll sind. Ab 20 Kindern merkt man jedes Kind“, erklärte die Direktorin.
Kerstin Auer (Grüne) erkundigt sich nach dem Stand des geplanten Containerersatzbaus der Mensa. „In der letzten Novemberwoche soll er stehen“, erläutert Frank Renninger. Er hat die pädagogische Gesamtleitung inne. „Ich glaube aber erst daran, wenn dort der erste Topf auf dem Herd steht. Ich gehe davon aus, dass wir ab Januar im Mensaersatzbau die komplette Schulspeisung machen können.“ Geplant seien sechs Räume, wobei drei für die Logo angedacht seien. Als Übergang müssen die 150 Kinder mit dem Foyer der Aischgrundhalle Vorlieb nehmen, was einen echten Kraftakt darstellt aufgrund der beengten Räumlichkeit.
Zuletzt äußert Nöth noch ein paar Wünsche. Der erste betraf die Außenanlage im Pausenhof. Der vordere Bereich entspreche den Anforderungen der Grundschulkinder. Der hintere Bereich sei jedoch auf die größeren Kinder der ehemaligen Mittelschule ausgelegt. „Engagierte Eltern haben bereits fünf, sechs Spiele auf den Hof gemalt“, sagt Nöth. Ihr Wunsch ist es, den Bereich kindgerecht mit einem Klettergerüst, Bäumen und Bänken zu gestalten.
Siglinde Pörner, die Vorsitzende des Fördervereins der Schule präsentierte dem Gremium ein Klettergerüst in Form eines Schiff. „Der Förderverein hat seit Jahren gespart, ich habe mir die Füße wund gelaufen und Spenden gesammelt.“ So seien 10.000 Euro zusammengekommen. Die würden aber nicht für die Anschaffung reichen. Die angepeilten Kosten liegen bei 18.900 Euro. „Ich glaube, das werden wir hinkriegen und in den Haushaltsplan aufnehmen“, sagt Münch.
Tafel nicht immer gut erkennbar
Ein weiterer Wunsch Nöths betraf die Oberlichter in den Klassenräumen. Der Winkel, in dem die Sonne durch diese auf die neuen Tafeln falle, führe auf diesen zu Spiegelungen. Das störe die Sicht. Es bedürfe an Folien, mit denen die Oberlichter abgeklebt werden könnten. „Das soll geprüft und für den Haushalt 2024 eingeplant werden“, sagt Münch.
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