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Saisonbeginn in Gefahr
Höchstadt sucht neue Baufirmen für Eisstadion der Alligators
Die Stahlträger für das neue Dach am  Eisstadion in Höchstadt sind montiert. Fangnetze werden angebracht, mit denen die Montage des Dachs abgesichert wird.
Die Stahlträger für das neue Dach am Eisstadion in Höchstadt sind montiert. Fangnetze werden angebracht, mit denen die Montage des Dachs abgesichert wird. // Andreas Dorsch
Höchstadt a. d. Aisch – Das Eisstadion in Höchstadt wird umfassend saniert. Nun sind einige Angebote von Baufirmen teurer als geplant. Das gefährdet den Zeitplan des Großprojekts und den Saisonstart des Eishockey-Clubs.

Die Generalsanierung des Höchstadter Eisstadions läuft auf Hochtouren. Das alte Dach ist abgebaut, die neuen Stahlträger sind bereits montiert und an der Nord- und Südseite stehen die neuen Anbauten. Ob es aber in dem geplanten Tempo weitergeht und der enge Zeitrahmen eingehalten werden kann, ist inzwischen nicht mehr sicher. Der Grund: vier Gewerke im Bereich Haustechnik müssen europaweit neu ausgeschrieben werden, weil die Preise der Angebote um bis zu 230 Prozent über der Kostenschätzung lagen.

Dabei handelt es sich einmal um die Lüftungstechnik, die in die künftig geschlossene Halle eingebaut werden muss. Auf rund 800000 Euro netto war sie kalkuliert, bei 1,6 Millionen lag das Angebot des einzigen Anbieters aus Nürnberg. Diese Firma war auch die einzige, die sich um die Dachentwässerung beworben hatte. Statt der veranschlagten 81.000 Euro netto verlangte sie aber 267.000 Euro.

Betriebe ausgelastete: Neue Baufirmen für Eisstadion in Höchstadt gesucht

Nur ein Angebot gab es auch bei der Sanitärtechnik. Statt der kalkulierten 354.000 Euro lag das Angebot allerdings bei 587.000 Euro. Auf 401.000 Euro netto war die Heizungstechnik veranschlagt. Das günstigste von zwei Angeboten betrug hier 890.000 Euro. Wie Bürgermeister Gerald Brehm (JL) in der Stadtratssitzung dieser Tage erläuterte, habe die Aufhebung der Ausschreibung unter diesen Voraussetzungen „selbstverständlich“ erfolgen müssen.

Da es für die Sanierung des Eisstadions Fördergelder gibt, musste die Aufhebung mit dem Staatlichen Bauamt Nürnberg und der Landesbaudirektion abgestimmt werden. Als Gründe dafür, dass viele Firmen erst gar kein Angebot abgegeben haben, wurden laut Recherchen der Verwaltung häufig die kurzfristigen Ausführungszeiten bemängelt, andere Firmen waren für dieses Jahr schon voll ausgelastet. In einem beschleunigten Verfahren soll jetzt mit Anbietern verhandelt und schnell vergeben werden. Nachträglich stimmte der Stadtrat der Aufhebung und der weiteren Vorgehensweise zu.

Brehm möchte Zeitplan bei Sanierung von Eisstadion in Höchstadt einhalten

Zweifel, ob der geplante Finanz- und Zeitrahmen für die Eisstadion-Generalsanierung noch eingehalten werden kann, äußerte der fraktionslose Günther Geyer. Auf 14,3 Millionen Euro ist die Generalsanierung veranschlagt. Im kommenden Sommer sollen die Arbeiten mit der Erneuerung der Eispiste abgeschlossen werden. CSU-Sprecher Alexander Schulz warf die Frage nach einem Plan B auf. Den gebe es natürlich, antwortete Bürgermeister Brehm.

Auch in der kommenden Saison könne das Eisstadion genutzt werden, da die erneut ausgeschriebenen Gewerke den Eissport nicht unmittelbar betreffen. Schlimmstenfalls müsse man halt „unter den alten Bedingungen in die neue Saison starten“, meinte Axel Rogner (JL), der das Höchstadter Eisstadion wie kaum ein anderer kennt. „Wir wollen den Zeitplan aber einhalten“, sagte Bürgermeister Gerald Brehm während der Sitzung am Montag. Wichtig sei es erst einmal, das neue Dach auf die neuen Träger zu bekommen.

Stahlgerippe für Sanierung von Eisstadion in Höchstadt montiert

Mit dem Anbringen der Fangnetze für die Sicherheit der Bauarbeiter in luftiger Höhe haben diese Arbeiten schon begonnen. Für die neue Fassade ist das Stahlgerippe ebenfalls bereits montiert. Alles was bisher schon gelaufen ist und aktuell läuft, liege laut Verwaltung im Zeit- und Kostenrahmen.

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