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Veranstaltung in Höchstadt
Wegen steigender Kosten: Ist das Altstadtfest in Gefahr?
Das Altstadtfest in Höchstadt war während des vergangenen Jahrs immer noch ein Publikumsmagnet. Jetzt sollen die Kosten gesenkt und die Attraktivität gesteigert werden.
Das Altstadtfest in Höchstadt war während des vergangenen Jahrs immer noch ein Publikumsmagnet. Jetzt sollen die Kosten gesenkt und die Attraktivität gesteigert werden. // Andreas Dorsch
Höchstadt a. d. Aisch – In Höchstadt sucht man nach einer Lösung, die steigenden Kosten für das Bühnenspektakel zu senken. Während eines Treffens wird Kritik an der Veranstaltung laut. Den Charakter des Fests möchte man erhalten.

Seit 40 Jahren zählt das Höchstadter Altstadtfest zu den größten und beliebtesten Festivitäten im Aischgrund. Nur 2020 und 2021 musste es wegen Corona pausieren. Auch wenn es während der vergangenen beiden Jahre wieder Tausende von Besuchern am letzten Augustwochenende in die Höchstadter Innenstadt zog, machen sich die Organisatoren im Rathaus derweil Gedanken, wie es mit dem Fest weitergehen soll. „Die Attraktivität hat nachgelassen und die Kosten laufen davon“, gab Zweiter Bürgermeister Günter Schulz (JL) dieser Tage zu bedenken.

Getragen wurde das Altstadtfest über all die Jahre hinweg fast ausschließlich von örtlichen Vereinen. „Sie füllen den von der Verwaltung bereitgestellten Rahmen mit Leben“, sagte Verwaltungschefin Tina Reißberger vor mehr als 40 Vereinsvertretern, die zu einer ersten Besprechung und Ideensammlung für das diesjährige Fest in die Fortuna Kulturfabrik gekommen waren. Und sie wurden mit einer Fülle von Zahlen darüber aufgeklärt, dass der Zuschuss der Stadt Jahr für Jahr gestiegen ist.

Fast 50.000 Euro: Stadt bezuschusst Altstadtfest in Höchstadt

2023 waren es 48.000 Euro, mit denen die Stadt das Fest unterstützt hat. Im Angesicht der leeren kommunalen Kassen sei dies auf Dauer nicht zu machen, meinte der Zweite Bürgermeister, er vertrat den erkrankten Gerald Brehm (JL). Nicht nur für Tina Reißberger ist die Zielrichtung klar: „Wir müssen attraktiver werden und Kosten einsparen.“ Größter Ausgabeposten auf Seiten der Stadt sind die Gagen für die Bands auf den vier Bühnen am Marktplatz, im Schlosshof, am Schlossberg und im Engelgarten.

Die Lautstärke der Bands steht in der Kritik.
Die Lautstärke der Bands steht in der Kritik. // Andreas Dorsch

Bühnen und Zelte schlagen ebenso zu Buche, wie die Gema-Gebühren, die sich im letzten Jahr verdoppelt haben. Dem stehen Einnahmen aus dem Bierverkauf gegenüber und die Standgebühren, die die Vereine abführen müssen. Eine Anhebung dieser Standgebühren stieß unter den Vereinsvertretern auf wenig Gegenliebe, zumal damit auch keine wesentliche Einsparung möglich wäre. Die Organisation von Musik, Zelten und Ausschank an die beiden Höchstadter Brauereien zu übergeben, wurde von deren Vertretern abgelehnt.

Kritik an Lautstärke der Bands bei Altstadtfest in Höchstadt

Breitere Zustimmung fand nach längerer Diskussion der Vorschlag, nicht auf jeder Bühne an allen drei Tagen Programm zu bieten. Vorstellen könnten sich einige Vereinsvertreter, beispielsweise auf Bühne und Zelt im Schlosshof komplett zu verzichten. In Frage gestellt wurde auch, ob man teilnehmende Vereine weiterhin verpflichten sollte, ihr Angebot an drei Tagen zu präsentieren. Kritik gab es von verschiedenen Seiten an der Lautstärke der Musik, mit der manche Bands die Besucher beschallen.

Verwaltungschefin Tina Reißenberger
Verwaltungschefin Tina Reißenberger // Andreas Dorsch

Der „Lärm“ sei so, dass er nicht zum Verweilen einlade und die Leute dann auch keine Getränke kaufen, hieß es während der Versammlung. Für alle wenig erfreulich ist es, wenn immer mehr Vereine ihr Angebot ausweiten und „jeder Stand alles anbietet“. Die Zahl der „Schnapsbuden“ – leicht verdientes Geld für die Vereine - hat inzwischen auch eine Grenze überschritten. Wie Verwaltungschefin Tina Reißberger betonte, soll das Höchstadter Altstadtfest weiterhin ein Fest der Vereine bleiben. Auf gewerbliche Anbieter will man in Höchstadt so weit wie möglich verzichten, solange sich nicht Lücken auftun, etwa im Essensangebot der Vereine auftun.

Stadtrat Höchstadt fasst Beschlüsse

Beschlüsse wurden von den Vereinsvertretern in der Kulturfabrik Fortuna in Höchstadt keine gefasst, die bleiben dem Stadtrat vorbehalten. Dafür werde, so Reißberger, die Verwaltung Vorschläge aus der Diskussion zur Abstimmung stellen – immer unter der Prämisse, die Attraktivität des beliebten Altstadtfests zu steigern und die Kosten für die Veranstaltung zu senken.

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