In der Gemeinderatssitzung hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grüne einen Antrag gestellt, der kontrovers diskutiert wurde. Am Ende gab es eine knappe Entscheidung für die Einrichtung eines 20-köpfigen Gremiums, das sich künftig um neuralgische Punkte im Gemeindegebiet kümmern soll. Das Verkehrswegenetz in Weisendorf soll auf die Sicherheit im Straßenverkehr für Fußgänger, Radfahrer und insbesondere für Schulkinder überprüft werden. Antragsteller Norbert Maier (B90/Grüne) bezog sich bei der Begründung auch auf die jüngste Bürgerversammlung.
Neues Gremium in Weisendorf soll Verkehrssicherheit erhöhen
Zudem seien Gemeinderäte wiederholt angesprochen worden, denn es entwickelte sich eine intensive Diskussion über dieses Thema, begründete Maier den Vorstoß. Auch beim Städtebaukonzept ISEK seien zu schmale Gehsteige und fehlende Fußgängerüberwege festgestellt worden. In der Hauptstraße komme noch eine Besonderheit hinzu: Der Neubau der Sparkassenfiliale auf der Südseite der Hauptstraße enge durch das Anliefern von Baumaterial nochmals den Gehweg ein. Die Lieferfahrzeuge blockierten sogar zeitweise den Gehweg komplett, sodass Fußgänger auf die viel befahrene Straße ausweichen müssten.
Verkehr: Schülerlotsen in Weisendorf gesucht
Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein hatte bereits in der Bürgerversammlung 2024 darauf hingewiesen, dass es auch um die Einhaltung der geltenden Vorschriften gehe, wenn gefährliche Situationen im Straßenverkehr zu vermeiden sind. Wenn sich jeder an die Regeln halten würde, hätten wir weniger Probleme, meinte er damals. Für die Schulwegsicherheit macht sich auch Simone Morina (UWG) stark. Seit acht Jahren versuche sie Eltern im Elternbeirat der Grundschule zu motivieren, sich als Verkehrsweghelfer, sogenannte Schülerlotsen, zur Verfügung zu stellen.
Die aktuelle Diskussion nehme sie nun zum Anlass, bei der nächsten Elternbeiratssitzung wieder für Unterstützung in der Elternschaft zu werben. Auch der Seniorenbeirat mit dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung Jens Schmilinsy sei dabei schon aktiv. Aktuell kartiere er die Gehwegabsenkungen an den Kreuzungen, die Menschen mit Rollator, Rollstuhl oder auch Kinderwagen, die barrierefreie Straßenquerung erleichtern soll. Er ärgere sich über die Falschparker am Marktplatz-Parkplatz.
20 Mitglieder: Neue Gremium für Verkehrssicherheit in Weisendorf
Die beiden Behindertenparkplätze dort würden gern regelwidrig zugeparkt, etwa auch von Brotzeitholern, oftmals stellten die Fahrer von Transportern ihre Fahrzeuge frech in die Mitte der beiden Behindertenparkplätze. Wenn derartige Verstöße nicht sanktioniert würden, passiere auch nichts, sagte Schmilinsy. Ein Antrag der Fraktion der Grünen sieht die Bildung eines neuen Gremiums vor. Dieses soll neuralgische Punkte aufzeigen und ein Gesamtkonzept erstellen.
Rund 20 Personen des öffentlichen Lebens – Verwaltungsmitarbeiter, Lehrkräfte, Behördenvertreter – sollen diesem angehören, schlug Norbert Maier vor. Das sei preiswerter, als 60.000 Euro für das Gutachten eines Ingenieurbüros auszugeben. In einer halbstündigen Diskussion gab es grundsätzliche Zustimmung für die Idee. Der Umfang des angeregten Gremiums wurde jedoch kontrovers diskutiert.
Weisendorf: Gremium mit Vertretern der Senioren und aus Kindergärten
Von Faktencheck bis Effizienzgedanken – fast jeder Gemeinderat hatte Gedanken dazu vorzutragen. Am Ende gab es eine knappe Abstimmung: Das Gremium wird gebildet, die Vertreter von Schulen, Kindergärten und der Senioren werden mit einbezogen. In Arbeitsgruppen sollen künftig Lösungsansätze gefunden werden. Dabei solle sich die Zusammensetzung des Gremiums am Antrag der Grünen orientieren, eine flexible Lösung werde präferiert.
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