Auszeichnung
Preis für hervorragende Seminararbeit
Jonah Rittner, Gymnasium Höchstädt an der Aisch, freut sich mit den Gratulanten über die Auszeichnung.
Jonah Rittner, Gymnasium Höchstädt an der Aisch, freut sich mit den Gratulanten über die Auszeichnung.
Foto: Bildarchiv Bayerischer Landtag
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Höchstadt a. d. Aisch – Der Höchstadter Abiturient Jonah Rittner ist einer von acht Preisträgern, die für ihre Seminararbeit einem Preis ausgezeichnet worden sind.

Acht Abiturientinnen und Abiturienten von 2022 aus verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns sind im Maximilianeum in München für ihre herausragenden Seminararbeiten mit dem Preis des Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur ausgezeichnet worden. Darunter ist auch Jonah Rittner vom Gymnasium Höchstadt an der Aisch.

Seine prämierte Arbeit: „Die NS-’Euthanasie’ in der Heil- und Pflegeanstalt Erlangen – Vorgeschichte, Realgeschichte und der erinnerungskulturelle Umgang“ (Leitfach Geschichte).

Das wissenschaftspropädeutische Seminar unter der Leitung von Studiendirektor Christian Plätzer stand unter dem Rahmenthema Erinnerungskultur und Geschichtspolitik. Rittner beschäftigte sich in seiner Arbeit mit der „Euthanasie“ in der Heil- und Pflegeanstalt Erlangen in der Zeit des Nationalsozialismus und untersuchte in einem zweiten Teil speziell die juristische und historische Aufarbeitung, die nach dem Krieg nur sehr schleppend in Gang kam und bis heute nicht abgeschlossen ist.

Die besten Seminararbeiten

Mit dem Preis des Bayerischen Clubs werden die besten Seminararbeiten aus dem gesamten Freistaat ausgezeichnet, die sich mit Themen zur bayerischen Kultur, Geschichte und Gegenwart beschäftigen. Im Zusammenwirken mit dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus wird durch den Bayerischen Club je ein Preisträger für jeden Gymnasialbezirk Bayerns ermittelt. Vorgeschlagen werden dürfen nur Arbeiten, die sowohl in der schriftlichen Ausarbeitung als auch in der Präsentation mit der maximal erreichbaren Anzahl von 15 Punkten bewertet wurden.

Ilse Aigner und Michael Piazolo gratulierten

Landtagspräsidentin Ilse Aigner und der Staatsminister für Unterricht und Kultus, Michael Piazolo, gratulierten. Die Laudationes sprachen die Präsidenten des Bayerischen Clubs, Stephan Mayer und Heinrich Kreuzer. Landtagspräsidentin Ilse Aigner zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Abiturientinnen und Abiturienten: „Von alten Sagen über Demokratisierung und Entnazifizierung nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zu Treibhausgasemissionen von Gewässern: Sie haben sich bedeutsamen Themen aus Bayerns Vergangenheit und Gegenwart gewidmet und dabei Kreativität, Ehrgeiz und Beharrlichkeit an den Tag gelegt.“

Aigner betonte auch die Bedeutung des Preises: „Gerade in unsicheren Zeiten wie heute geben uns unsere Wurzeln Halt. Sie zu kennen, Heimat zu lieben und Identität zu entwickeln, ist das Fundament für ein gelingendes und glückliches Leben.“ Der Staatsminister für Unterricht und Kultus, Michael Piazolo, zeigte sich beeindruckt von der Themenvielfalt der Arbeiten der Preisträgerinnen und Preisträger. Er sagte: „ Es wurden die verschiedensten Facetten des Freistaats Bayern beleuchtet. Das wissenschaftliche Niveau der Arbeiten zeigt, dass die Verfasserinnen und Verfasser mit viel Freude oftmals vor Ort recherchiert haben.“

Zum 23. Mal verliehen

Der Preis des Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur wurde zum 23. Mal an Abiturientinnen und Abiturienten für herausragende schriftliche Seminararbeiten vergeben. Die Auswahl erfolgt stets gemeinsam durch den Bayerischen Club und das Kultusministerium, unterstützt durch die Ministerialbeauftragten für die Gymnasien. 

 

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