Freiwillig!
200 Schüler rechnen bis tief in die Nacht
In der Aula warten die Teilnehmer darauf, in ihre Gruppen zu gehen und loszulegen.
In der Aula warten die Teilnehmer darauf, in ihre Gruppen zu gehen und loszulegen.
Gymnasium Herzogenaurach
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Herzogenaurach – Am Herzogenauracher Gymnasium haben die Schüler aller Jahrgänge bis tief in die Nacht Rechenaufgaben gelöst. Freiwillig.

Es war schon bemerkenswert, als sich am Abend in der Aula des Herzogenauracher Gymnasiums mehr und mehr Schüler versammelten. Warum? Sie waren nicht etwa zum Feiern gekommen, sondern wollten sich mit Mathematikaufgaben befassen. Freiwillig. Wie aus einer Pressemitteilung der Schule hervorgeht, wollten sich insgesamt knapp 200 Mathefans aus allen Jahrgangsstufen diesen Abend nicht entgehen lassen. Auch Lehrer durften nicht fehlen. Insgesamt wurde die große Gruppe von zwölf Lehrern betreut und unterstützt.

Lange Nacht der Mathematik

Anlass für dieses T  reffen war die „Lange Nacht der Mathematik“, ein Schülerwettbewerb, der sich an alle weiterführenden Schulen in Deutschland richtet. Dieses Jahr waren etwa 13.000 Schüler aus 320 Schulen mit dabei – darunter auch das Gymnasium Herzogenaurach. Initiiert von einem Lehrer aus Neumünster, werden seit vielen Jahren für alle Jahrgangsstufen altersgerechte Matheaufgaben freigeschaltet, die dann jede Schule in ihren Teams möglichst schnell lösen muss.

In Herzogenaurach wurden in 15 Klassenzimmern Gruppentische eingerichtet, an denen die Schüler in selbstgewählten Kleingruppen auf den Startschuss warteten. Punkt 18 Uhr wurden die Aufgaben freigeschaltet und das Rechnen begann.

Oberstufe legt vor

Ziel war es, dass sich alle Teams einer Jahrgangsstufe auf eine Lösung einigten, um diese dann gemeinsam in eine digitale Lösungsmaske einzugeben. Sobald die elektronische Auswertung aller zehn Lösungen einer Runde grünes Licht zeigte, war die zweite Runde der Aufgaben für die gesamte Jahrgangsstufe freigeschaltet. Als erstes gelang das Schülern der Oberstufe, aber auch aus den Zimmern der jüngeren Teams war der Jubel nur kurze Zeit später zu hören.

Schulleiter spendiert Stärkung

Zur Stärkung spendierte der Schulleiter Norbert Schell nach zwei Stunden Rechenarbeit 50 Pizzen und für jeden etwas zu trinken, danach waren die Schüler wieder motiviert.

Um 22 Uhr endete dann der Abend für die jüngsten Teilnehmer. Sie wurden von den Eltern abgeholt. Für die älteren Schüler übernahmen die Lehrkräfte für weitere zwei Stunden nicht nur die Aufsicht, sondern halfen eifrig beim Lösen der kniffeligen Aufgaben mit. Zufrieden mit den Leistungen der Teams sperrten die Lehrer das Schulhaus in Herzogenaurach um Mitternacht wieder zu.

Bis 8 Uhr morgens war die Maske zugänglich

Und wer weiß, manch einer rechnete bestimmt noch bis in die frühen Morgenstunden weiter, denn die digitale Lösungsmaske war bis morgens um 8 Uhr zugänglich.

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