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Bildung rund ums Thema Wasser
Aisch und Dechsendorfer Weiher werden zum Klassenzimmer
Schüler der Realschule probieren sich am Dechsendorfer Weiher im Stand-up-Paddling. Pure Water
Schüler der Realschule probieren sich am Dechsendorfer Weiher im Stand-up-Paddling. Pure Water // 
Höchstadt – Beim „Wassertag“ lernten Schülerinnen und Schüler die Bedeutung, aber auch die Herausforderungen der Gewässer in der Region kennen. Was der Erlebnistag alles zu bieten hatte.

35 Schüler der Realschule haben am Montag, 20. Juli, an einem „Wassertag“ des Vereins Pure Water for Generations teilgenommen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

An der Aisch und am Dechsendorfer Weiher beschäftigten sich die Jugendlichen der siebten bis neunten Klassen demnach mit den Themen Hochwasserschutz, Artenvielfalt und Gewässerschutz. Gleichzeitig konnten sie das Wasser beim Stand-up-Paddling unmittelbar erleben.

Der Tag begann für die Jugendlichen laut Pressetext mit dem Dokumentarfilm „2467 km – Eine Reise bis ins Schwarze Meer“. Der Film begleitet Pascal Rösler, Gründer von Pure Water for Generations, auf seiner Reise mit einem Stand-up-Paddle-Board von München über Isar und Donau bis ins Schwarze Meer und zeigt, wie Wasser Landschaften, Lebensräume und Menschen miteinander verbindet.

Anschließend ging es an das Ufer der Aisch. Dort setzten sich die Schüler mit den regionalen Zusammenhängen zwischen Hochwasserschutz, Teichlandschaft und Artenvielfalt auseinander. Am Beispiel des Hochwassers 2021 besprachen die Coaches des Vereins mit den Jugendlichen, warum natürliche Auen, unversiegelte Böden und Rückhalteflächen wichtig sind. Sie können Wasser aufnehmen, zeitweise speichern und dadurch Hochwasserspitzen abmildern.

Schüler lernen Bedeutung lokaler Gewässer kennen 

Auch die zahlreichen Teiche und Feuchtwiesen rund um die Aisch spielten eine wichtige Rolle. Sie bieten Amphibien, Libellen und Wasservögeln wertvolle Lebensräume. Besonders eindrucksvoll waren die zahlreichen Weißstörche, die über den Jugendlichen kreisten und die große ökologische Bedeutung der Region unmittelbar sichtbar machten. Außerdem verfolgten die Schüler gedanklich den weiteren Weg der Aisch: Über die Regnitz, den Main und den Rhein fließt ihr Wasser bis in die Nordsee. Dabei wurde deutlich, dass Gewässer miteinander verbunden sind und lokale Einträge von Müll, Schadstoffen oder überschüssigen Nährstoffen weitreichende Auswirkungen haben können.

Mit dem Bus ging es anschließend zum Dechsendorfer Weiher. Dort erklärte das Team des Vereins, wie Blaualgen entstehen und warum sie zunehmend zum Problem werden, heißt es im Pressetext weiter. Die sogenannten Cyanobakterien vermehren sich besonders stark in warmem, nährstoffreichem und stehendem oder langsam fließendem Wasser. Sie können die Gesundheit von Menschen und Tieren gefährden. Steigende Wassertemperaturen infolge des Klimawandels begünstigen ihre Ausbreitung zusätzlich.

Immer wieder Blaualgen am Dechsendorfer Weiher 

Da am Dechsendorfer Weiher im Sommer immer wieder Blaualgen auftreten, verzichtete das Team an diesem Tag auf das Baden. Das Stand-up-Paddling konnte jedoch stattfinden und wurde für viele Jugendliche zum Höhepunkt des Tages. Auf den Boards erlebten sie den Weiher aus einer neuen Perspektive, erprobten ihr Gleichgewicht und sammelten unmittelbare Erfahrungen auf dem Wasser.

Die Wassertage von Pure Water verbinden dem Pressetext zufolge Wissen, Naturerfahrung, Bewegung und Achtsamkeit. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen eine persönliche Verbindung zum Wasser zu vermitteln und sie zu motivieren, Natur und Gewässer aus eigenem Antrieb zu schützen.

2026 finden in Deutschland und Österreich insgesamt 85 Wassertage statt. 

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