Temperatur gesenkt
Badbetreiber reagieren auf steigende Energiekosten
Die Stadt Höchstadt spart Energiekosten durch Absenkung der Wassertemperatur im Freibad.
Die Stadt Höchstadt spart Energiekosten durch Absenkung der Wassertemperatur im Freibad.
Foto: Andreas Dorsch (Archiv)
Waltraud Enkert von Waltraud Enkert Fränkischer Tag
Höchstadt a. d. Aisch – Gas, Strom - alles wird teurer. Eine Photovoltaikanlage hat Höchstadt nicht, um das Wasser im Freibad zu erhitzen. Nun handelt die Stadt.

Wer das Höchstadter Freibad besucht, wird nicht frieren müssen. Aber ein wenig hat die Stadt die Wassertemperatur abgesenkt – um Energie zu sparen. Die steigenden Energiekosten führen dazu, dass auch Kommunen händeringend nach Einsparmöglichkeiten suchen. Ende April hatte der FT bereits eine Anfrage gestartet, ob Schwimmbadbetreiber deshalb die Temperatur in den Becken niedriger einstellen. Damals war dieser Aspekt wohl in den Überlegungen der Verantwortlichen, doch noch ohne Konsequenzen.

Eine erneute Nachfrage ergab nun, dass etwa die Stadt Höchstadt gehandelt hat. Beim Freibad in Höchstadt habe man sich entschlossen, „die Temperatur ein bisschen herunterzufahren“, sagt Bürgermeister Gerald Brehm (FW) auf Anfrage. Gerade im Schwimmerbecken, wo sich die Menschen bewegen, könne man das verantworten.

Bademeister Martin Bund vom Aschbacher Freibad sagt, dass Temperatursenkung kein Thema sei. Das Bad verfügt über eine Solaranlage, die auf 26 Grad eingestellt sei. Die Wassertemperatur hänge davon ab, welche Temperatur die Solaranlage schafft.

Im Königsbad in Forchheim bleibt die Temperatur unverändert.
Im Königsbad in Forchheim bleibt die Temperatur unverändert.
Foto: Stadt Forchheim

Wer das Forchheimer Königsbad besucht, kann sich im sogenannten Erlebnisbecken auf die gewohnten 26 Grad einstellen. Das Wasser wird konventionell mit Gas beheizt, heißt es von dort. Von einer Absenkung der Temperatur sieht der Betreiber bislang ab.

Photovoltaik und Gas

Im Erlanger Röthelheimbad und dem Westbad, beide werden von den Erlanger Stadtwerken betrieben, bleibt die Temperatur bei rund 23 Grad. Von einer Absenkung wird derzeit abgesehen.

Zumal 23 Grad ja schon vergleichsweise niedrig sind. „Wir wollen unseren Gästen den Spaß nicht verderben“, sagt Pressesprecher Claus Göbel. Er weist darauf hin, dass man die Situation weiter beobachten werde. Ganz ausschließen wollte er eine Senkung der Wassertemperatur in Zukunft nicht. Die Bäder werden mit Gas betrieben, das Westbad hat eine Photovoltaikanlage. Und natürlich trägt die Sonne zur Aufheizung des Wassers bei.

Mit einer Absorbieranlage wird das Wasser im Waldbad Neustadt a. d. Aisch erwärmt. Betriebsleiter Julian Lindner erklärt, dass das Beckenwasser durch schwarze Schläuche läuft und dabei von der Sonne aufgeheizt wird. Je stärker die Sonneneinstrahlung ist, desto wärmer ist das Wasser. Lediglich die Duschen im Bad werden elektrisch beheizt.

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