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Nachhaltige Landwirtschaft
Neue Solawi in Vestenbergsgreuth will fair produzieren
Solidarische Landwirtschaft lebt von partnerschaftlichem Miteinander, wie hier in Ebermannstadt.
Solidarische Landwirtschaft lebt von partnerschaftlichem Miteinander, wie hier in Ebermannstadt. // Carmen Schwind/Archiv
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Vestenbergsgreuth – In Vestenbergsgreuth gibt es jetzt eine solidarische Landwirtschaft. Zusammen mit landwirtschaftlichen Betrieben wird sie Karotten, Zwiebeln und Kartoffeln anbauen. Aber auch Milchprodukte sind im Angebot.

Ein kleine Gruppe Ineressierter legte den Grundstein für eine Solidarische Landwirtschaft (Solawi) in Vestenbergsreuth. An der Gründungsfeier im Gasthof Schwalbenberg nahmen mehr als zehn Gründungsmitglieder teil, wie der Verein mitteilt. Der gemeinnützige Verein „Solawi Füllhorn (e.V.i.G.)“ sei eine Gemeinschaft, die auf den Grundwerten von Solidarität, Gemeinschaftssinn und nachhaltiger Verantwortung basiere.

Dabei sei die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Nickel-Hof Schornweisach, dem KUHlen Hof Dutendorf und den Verbrauchern (Ernteteilern), bei der beide Gruppen gleichberechtigt Verantwortung für die landwirtschaftliche Produktion übernehmen, das gemeinsame Fundament.

Gemeinsame Kalkulation

Auf dem Acker des Nickel-Hofs in Schornweisach wächst saisonales, ökologisch angebautes Gemüse, wie Karotten, Zwiebeln, Lauch, Kartoffeln und vieles mehr. Von den Kühen des KUHlen Hofs aus Dutendorf/Vestenbergsgreuth gibt es Bio-Milch sowie Käsevariationen, Salami und mit der silbernen Milchkanne prämierten Joghurt.

Die Solawi funktioniert in der Regel so, dass Landwirte und Ernteteiler den Wert der Nahrungsmittel in Form von Ernteanteilen für einen festgelegten Zeitraum gemeinsam kalkulieren und verbindlich festsetzen. Bei diesem transparenten Wirtschaftskreislauf verpflichten sich die Landwirte, regelmäßig erntefrische Produkte direkt vom Hof zu liefern.

Dafür zahlen die Ernteteiler ihren monatlichen Ernteanteil. Diese Vereinbarung schafft eine Win-win-Situation: Die Landwirte haben durch die Ernteanteile Finanz- und Planungssicherheit, und die Ernteteiler erhalten qualitativ hochwertige, frische Lebensmittel, direkt vom Erzeuger.

Verantwortung für die Produktion

Ein weiterer zentraler Aspekt der Solawi ist die gemeinsame Verantwortung für die Produktion. Die Ernteteiler tragen nicht nur finanziell zum Erfolg des Hofes bei, sondern beteiligen sich oft auch aktiv an der Bewirtschaftung des Landes. Dies kann von der Mitarbeit bei der Aussaat und Ernte bis zur Teilnahme an Gemeinschaftsveranstaltungen und gemeinsamen Entscheidungen reichen.

Durch den direkten Kontakt zwischen Landwirten und Verbrauchern werde auch das Bewusstsein für die Herkunft der Lebensmittel geschärft und eine nachhaltige, umweltfreundliche Landwirtschaft unterstützt.

Interessierte Ernteteiler können sich bei der Initiative melden, per E-Mail an solawi.fuellhorn@posteo.de. Weitere Infos gibt es unter solidarische-landwirtschaft.org.

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