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Verkehr
Pommersfelden hat eine Vision für Radweg auf Stelzen
Zwischen der Ruine des einstigen Wasserschlosses (links) und der alten Scheune (rechts im Bild) könnte nach dem Konzept der Radweg auf Stelzen verlaufen und in die Straße „Parkweg“ einmünden. Schilder an der Stelle und am Pfarrhaus (im Spiegel) ma...
Zwischen der Ruine des einstigen Wasserschlosses (links) und der alten Scheune (rechts im Bild) könnte nach dem Konzept der Radweg auf Stelzen verlaufen und in die Straße „Parkweg“ einmünden. Schilder an der Stelle und am Pfarrhaus (im Spiegel) machen darauf aufmerksam, dass hier mit Radlern zu rechnen ist. // Evi Seeger
Signet des Fränkischen Tags von Evi Seeger
Pommersfelden – Pommersfelden sieht eine neue Chance für einen Radweg. Er soll durch das Areal des ehemals Truchseßschen Wasserschlosses in der Ortsmitte führen.

Noch ist es eine Vision, allerdings eine interessante und sehr attraktive: ein Radweg auf Stelzen durch das Areal des ehemals Truchseßschen Wasserschlosses in der Ortsmitte von Pommersfelden.

Im Burggraben darunter mäandert ein Bächlein. Die Fotomontagen des Höchstadter Ingenieurs Georg Schreiber lassen erahnen, wie ein Radweg auch gestaltet werden kann. Nach mehr als einem Jahr war das Thema wieder auf der Tagesordnung im Gemeinderat.

 Förderprogramm „Radoffensive Klimaland Bayern“ 

Auslöser war das im Februar 2022 kurzfristig aufgelegte Förderprogramm „Radoffensive Klimaland Bayern“. Die Gemeinde hatte schnell gehandelt und ihre Vorstellungen eingereicht. Damals vergebens, denn die zur Verfügung stehenden Finanzmittel waren offensichtlich bald ausgeschöpft und Pommersfelden konnte nicht ins Programm aufgenommen werden. Jetzt hatte das Ministerium nachgefragt, ob in Pommersfelden noch Interesse an diesem Programm bestehe.

Bürgermeister Gerd Dallner möchte „den Hut in den Ring werfen“ und es ein zweites Mal versuchen. Nicht zuletzt wegen der attraktiven Förderquote von 80 Prozent könnte der Radweg durch das Wasserschlossareal näherrücken. „Das kann man nur realisieren, wenn man einen hohen Fördersatz bekommt“, sagte Dallner.

Das Interesse ist bekundet

In der Sitzung ging es vorerst nur um eine „Interessensbekundung“ gegenüber dem Ministerium. Dieser stimmten 14 Ratsmitglieder zu, zwei lehnten ab. „Das bedeutet aber noch nicht, dass wir das Programm in Anspruch nehmen und den Radweg realisieren“, erklärte Dallner. Selbst bei einer Förderzusage gebe es noch viel zu klären: Kostenermittlung, Abstimmungen mit dem Denkmalschutz und dem Naturschutz.

Geboren wurde die Idee zusammen mit den Gesprächen für das Städtebauförderprogramm. Im Rahmen der Städtebauförderung soll das gesamte Areal des Wasserschlosses aufgewertet und als Freizeitraum gestaltet werden. Im Schlossgraben sei eine Bühne geplant, die über einen Steg zu erreichen sei, berichtete Dallner. Am Hang gegenüber solle aus Steinelementen eine Tribüne gestaltet werden. Beim Kriegerdenkmal werde eine Treppe und eine Rutsche hinunter in den Graben der Schloss-Ruine führen. Die Förderzusage für die Städtebaumaßnahmen liege bereits vor.

Weg endet bisher bei einer Brücke

Der bestehende Radweg zwischen Steppach und Pommersfelden endet bei der Brücke in Pommersfelden (Nahe Pfarrhaus). Mit Hilfe des bayerischen Radoffensive-Programms könnte er von da aus durch das Wasserschlossareal weitergeführt werden. Vorbei an der malerischen Ruine und an der Mühle würde die Radwegverbindung in die Straße „Parkweg“ einmünden. Von dort aus könnte der Weg entlang der historischen Parkmauer neben der stark frequentierten Staatsstraße verlaufen.

Brücken als Problem

„Eine direkte Linie“ des Radwegs von Steppach kommend wäre für den Bürgermeister die beste Lösung. Die Chancen dafür stünden aber schlecht. „Das Problem sind drei Brückenbauwerke“, erklärte der Bürgermeister. Um den Radweg entlang der Staatsstraße zu planen, müssten alle erneuert werden.

In Planung sei bereits die Brücke beim Betrieb Beck. Die Sanierung sei für 2022 geplant gewesen. Inzwischen sei der Termin auf 2024 gerückt worden. Für die beiden anderen Brückenbauwerke sei noch keine Planung in Sicht. Dabei sei die viel befahrene Staatsstraße für Radler gefährlich.

Dass Pommersfelden eine besonders radaktive Gemeinde ist, zeigt die alljährliche Teilnahme am Bamberger „Stadtradeln“. Das Team aus Pommersfelden findet sich alljährlich auf den vordersten Plätzen.

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