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Mit Berufsschule in Höchstadt
Projekt: Mehr Praxis für Kinderpfleger in Erlangen-Höchstadt
Marco Denk, Leiter SHBS-Außenstelle Höchstadt, und Stephanie Noe, Fachbetreuung und Praxis, planen schon den Start des neuen Modells.
Marco Denk, Leiter SHBS-Außenstelle Höchstadt, und Stephanie Noe, Fachbetreuung und Praxis, planen schon den Start des neuen Modells. // Sandra Buchwald
Signet des Fränkischen Tags von Sandra Buchwald
Bubenreuth – Gut ausgebildete Kinderpfleger sind gesucht. Der Landkreis und die Berufsschule beginnt ein Praxisprojekt, um deren Ausbildung zu unterstützen. Wie das Kitas und Kindern helfen könnte.

Gut ausgebildete Kita-Fachkräfte sind für den Nachwuchs ganz entscheidende Bezugspersonen. Doch klassischer Fachkräftemangel stellt die Einrichtungen und jeweiligen Träger vor hohe Herausforderungen. Ein neues Konzept der Ausbildung von künftigen Kinderpflegerinnen und Kinderpflegern, das nun präsentiert wurde, sorgt jetzt schon für Interesse. Das neue Modell wurde passend Kiprax getauft. Denn es bereichert die klassische und schulisch basierte Kinderpflegeausbildung durch den höheren praktischen Einsatz.

Das lohnt, denn die künftigen Fachkräfte, die Kitas oder Horte und natürlich die Kinder als Hauptpersonen selbst profitieren. Gute Gründe, dass das Kiprax-Konzept als Schulversuch schon ab dem Schuljahr 2025/2026 als ergänzendes Angebot auch von der Berufsfachschule für Kinderpflege in Höchstadt als Teil des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums (SBS) Herzogenaurach-Höchstadt etabliert wird. Als passender Partner steht nun schon die Mäuseland GmbH als Trägerin des Bubenreuther Kinderbunt-Hortes fest.

Kinderpflege: Vorzüge des Modells im Landkreis Erlangen-Höchstadt

„Das schafft Qualität“, freute sich Martin Wirsching als SBS-Schulleiter darüber, dass nun zwei Tage pro Woche Praxis als Option wählbar sind. Das sei gerade für die älteren Interessenten oder sogar auch für Umschüler geeignet. Die Vorzüge des Modells lobte auch Mäuselandchefin Monique Schüßler. Die praktischen Tage zeigten gut, wie die Schülerinnen mit den Kindern umgingen.

Außerdem würden auch die Beziehungen enger, was die Schülerinnen schätzten und was von einer jetzigen Mitarbeiterin des Horts und Absolventin des klassischen Modell auch genauso unterstrichen wurde: Jetzt müsse man den Kindern nicht sagen „nächste Woche sehen wir uns“, sondern könne Gespräche rasch weiterführen und die Entwicklung der Kids effektiver mitgestalten.

  Den hohen Praxisanteil lobte auch Dorothea Hausmann, die als Grundschulleiterin solche praktisch basierten Ausbildungsinhalte tatkräftig unterstützt und sich mit dem Hort ab und zu sogar die motivierten Praktikanten teilt. „Wir schätzen das sehr.“ Auch Bubenreuths Bürgermeister Norbert Stumpf wertet den Schulversuch Kiprax als kluge Strategie gegen wenig Fachkräfte und forderte Unterstützung von den Gemeinden und den Städten. Der Landkreis Erlangen-Höchstadt sei dabei, signalisierte Alexander Tritthart, der als Landrat gute Nachrichten hatte: Die mobil einsetzbaren iPads als Basis effizienter und moderner Ausbildung würden per Förderprogramm schon angeschafft.

iPads für angehende Kinderpfleger im Landkreis Erlangen-Höchstadt

  Diese iPads inklusive Office-365-Pro-Lizenzen als attraktives Plus von Kiprax ergänzen die dem SEJ angelehnte Vergütung und den gesetzlichen Urlaubsanspruch. Die Weiterbildungsoptionen passen: Nach abgeschlossener Ausbildung sind der Erzieher-Beruf oder sogar fachbezogene Studien verfügbar. Dass die Kiprax-Flyer das Modell als Sprungbrett titulieren, passt also perfekt.

  Und dieses attraktive Sprungbrett möchten wohl viele nutzen. Infoabend und Präsentation hatten schon neun Bewerbungen für einen verfügbaren Platz des Horts geschaffen. Das zeigt, dass das neue Modell gut gegen den Fachkräftemangel wirkt. Und es zeigt, dass die Einrichtungen die Vorzüge nutzen sollten, die ihnen die künftigen Praktikanten bieten. Schulleiter Wirsching möchte die Kitas und Horte durch einen Bewerberpool unterstützen und lieferte die Begründung der tatkräftigen Förderungen von Kiprax als zukunftsträchtiger Entwicklung noch nach: „Da sind wir mit dem ganzen Herzen dabei.“

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