Innovation
Firma stärkt Naturschutz in Afrika
Saubere Sache: Ohne den Rauch von Feuerholz ist die tägliche Mahlzeit mit dem Kocher nun schnell und gesund zubereitet.
Saubere Sache: Ohne den Rauch von Feuerholz ist die tägliche Mahlzeit mit dem Kocher nun schnell und gesund zubereitet.
Foto: MB-Holding
Vestenbergsgreuth – Firma Martin Bauer bringt Hightech für seine Sammler nach Lesotho.

Wenn Wildsammler-Familien im südafrikanischen Lesotho Feuer schüren, um Nahrung zuzubereiten, bringt das einige Nachteile mit sich: Wälder werden zur Brennholzbeschaffung gerodet und der ungesunde Rauch belastet Mensch und Natur.

Mit einem Solarpanel

Mit einer finanziellen Beteiligung an bis zu 400 innovativen Kochgeräten können nun Abfälle, Pellets, Tierdung und Holzreste zur Energieerzeugung ressourcenschonend von den Familien weiterverarbeitet und so auf offenes Holzfeuer verzichtet werden. Ein Solarpanel an jedem Gerät bringt den Hagebutten-Wildsammlern einen weiteren Mehrwert: Strom für Licht und zur Nutzung eines Smartphones, das im Lieferumfang eines jeden Kochers enthalten ist, verbessern die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort.

Wie in den vergangenen Jahren verzichtet das Unternehmen Martin Bauer auch in diesem Jahr nach eigenen Angaben auf Weihnachtsgeschenke für seine Kunden. Es investiert stattdessen in das Projekt für eine nachhaltige Entwicklung seiner Rohstoffproduzenten in dem südafrikanischen Binnenstaat.

Mehr als nur ein Küchengerät: Ein Solarpanel am Kocher liefert erneuerbaren Strom für eine Leselampe.
Mehr als nur ein Küchengerät: Ein Solarpanel am Kocher liefert erneuerbaren Strom für eine Leselampe.
Foto: MB-Holding

Wetterextreme treffen alle. Nicht nur Deutschland und Mitteleuropa wurden von Naturkatastrophen getroffen – weltweit wüteten im Jahr 2021 Waldbrände, Überflutungen und Stürme. Hitzerekorde in Nordamerika und Russland verursachten flächendeckende Waldbrände, Überschwemmungen in China, der Türkei, Indien und nicht zu vergessen im Ahrtal, im Westen Deutschlands, drückten Wassermassen in bewohnte Gebiete und hinterließen Sachschäden in Milliardenhöhe und viel menschliches Leid.

Sir David Attenborough, der preisgekrönte britische Naturforscher und Schriftsteller, hat es anlässlich der diesjährigen Weltklimakonferenz klar formuliert: „Mit jedem Monat, der vergeht, wird es unumstößlicher, dass die von uns verursachten Veränderungen auf dem Planeten verheerende Auswirkungen haben. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es zu spät sein.“

Diese Dringlichkeit ist Martin Bauer bewusst, aus diesem Grund machen die Firma und ihre Mitarbeiter zu Weihnachten wieder gemeinsame Sache für das Gute mit Kunden und Geschäftspartnern und lassen Worten konkrete Taten folgen, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. Anstelle von persönlichen Weihnachtsgeschenken unterstützt der Tee- und Extrakte-Hersteller zum zweiten Mal in die Initiative zum Schutz des Planeten und zur Schonung seiner natürlichen Ressourcen.

Sauber und sicher

Bereits im Jahr 2021 hat Martin Bauer 200 Familien seiner Hagebutten-Wildsammler in Lesotho die Anschaffung eines sauberen, sicheren und effizienten Kochers ermöglicht. Dank ihm sparen die Familien deutlich an benötigtem Feuerholz und tragen so zur Beendigung der massiven Abholzung von Wäldern durch nicht nachhaltige Brennholzernte bei. Sie verringern auch ihren eigenen Kohlendioxid-Fußabdruck und schützen ihre Gesundheit, da der Rauch eines offenen Holzfeuers für viele Augen- und Atemwegserkrankungen verantwortlich ist. Das innovative Gerät erlaubt es zudem, erneuerbare Energie durch ein Solarpanel herzustellen, und ermöglicht so das unkomplizierte Aufladen eines Mobiltelefons, was den Zugang zu Kommunikation, Information und Bildung für Wildsammler in den meist sehr entlegenen Gegenden bedeutet. Im Jahr 2022 strebt die Unternehmensgruppe in Kooperation mit African Clean Energy eine Verdreifachung der Gesamtkochermenge auf bis zu 600 Familien an. Im Jahr 2023, wenn das dreijährige Engagement zu Ende geht, sollen 1000 Familien in Lesotho mit den Kochern ausgestattet sein.